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Erster Bauabschnitt im Ostpark ist fertig – doch wie es weitergeht, ist offen: Neue Schlafplätze für Obdachlose in Frankfurt

Seit gut fünf Jahren wird über den Bau einer neuen Obdachlosenunterkunft im Ostpark diskutiert. Jetzt ist der erste Bauabschnitt fertig und kann bezogen werden.
Die Notunterkunft fällt vor allem durch die an der Fassade angebrachten farbigen Schindeln auf. Foto: Hermann Wygoda Die Notunterkunft fällt vor allem durch die an der Fassade angebrachten farbigen Schindeln auf.
Frankfurt. 

Für Peter Hovermann, den Geschäftsführer des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten, wurde ein großer Wunsch Realität. „Wir können im ersten Bauabschnitt 140 Personen aufnahmen“, sagt er über die neue Unterkunft am Ostpark. Obdachlose müssten endlich nicht mehr in Containern leben, sondern könnten in die jeweils zwei bis vier Personen fassenden Zimmer umziehen. „Mit Ausnahme der Notaufnahme werden wir nur Einzel- und Zweibettzimmer zur Verfügung stellen“ erläuterte Hovermann. In den Containern hingegen mussten sich größtenteils vier Personen einen Raum teilen.

Die Feuerwehr hatte zumindest indirekt mitgeholfen, dass der Neubau entstanden ist, denn der Brandschutz war in den Containern nicht mehr zu gewährleisten und es drohte die Zwangsschließung. Die Architektur des Neubaus ist außergewöhnlich: Die Fassaden sind mit violetten Stahlplatten verkleidet, die bei Sonnenschein dem Betrachter ein vielfältiges Farbenspiel zeigen.

Café geplant

Allerdings ist diese Äußerlichkeit des Baus für den Geschäftsführer eher eine interessante Zugabe. Er hält nämlich nach wie vor an seinem Plan fest, für die Bewohner in einem eigenen Café die Möglichkeit zu schaffen, etwas Geld zu verdienen. „Das werden wir allerdings erst mit dem zweiten Bauabschnitt realisieren können“, unterstreicht Hovermann.

Noch ist nicht klar, ob die städtischen Ämter auf diese Idee einschwenken werden. Denn etliche Fragen sind ungeklärt. Offen ist zum Beispiel, was mit dem neben der Unterkunft stehenden Pavillon passiert, in dem zurzeit ein Kiosk untergebracht ist. Er stammt aus den 1920er Jahren, als der Ostpark zusammen mit dem Osthafen angelegt wurde, ist im Stil des „Neuen Frankfurt“ gebaut und hat die klare Formensprache dieser Zeit.

Debatte über Pavillon

Für Grünflächen- und Denkmalamt ist der Pavillon so wichtig, dass er unter Denkmalschutz gestellt wurde. Allerdings ist das Gebäude zum Teil marode. Wasser kommt durch das Dach. Dennoch wurde der Pachtvertrag mit dem Betreiber des Kiosks verlängert – zu einem Zeitpunkt, als die Idee des Frankfurter Vereins für ein Café bereits bekannt war.

Derzeit sind sich die beteiligten Ämter noch nicht einig darüber, ob der Pavillon abgerissen und wieder aufgebaut oder ob er erhalten und saniert werden soll. Eine Entscheidung scheint noch in weiterer Ferne zu liegen.

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