Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Grünflächenamt plant Ersatzbau: Neuer Pavillon für Grüneburgpark

Von Der Abriss des alten Pavillons im Grüneburgpark ist nicht zu verhindern. Es soll aber nach Protesten aus der Bevölkerung ein neuer Unterstand errichtet werden.
Der Unterstand im Grüneburgpark ist baufällig und muss abgerissen werden. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Der Unterstand im Grüneburgpark ist baufällig und muss abgerissen werden.
Westend. 

Egal, ob Yoga, Tanz oder einfach nettes Beisammensein. Den ehemaligen Pavillon im Grüneburgpark nutzten viele Gruppen. So berichtet es jedenfalls die Bürgerinitiative, die sich anlässlich der Sanierungsarbeiten im Park gebildet hat (wir berichteten). Gegen den Abriss des Unterstandes protestierten deshalb auch Gisela Becker und ihre Mitstreiter von der BI. Bei einem Treffen mit dem Grünflächenamt zeichnete sich nun eine Wende ab. Klar ist, es kommt ein Pavillon. Wie groß der wird, ist allerdings noch offen.

„Die Bodenpfosten des alten Unterstandes waren massiv durchgerostet“, erklärt Carola Bäsler vom Grünflächenamt. Der Abriss des alten Pavillons sei aus ihrer Sicht unumgänglich. So sei er nach Einschätzung der konsultierten Denkmalschützer auch „ahistorisch und nicht erhaltenswert“ gewesen. Doch für diese Argumente zeigten viele beim Ortstermin kaum Verständnis. Sie ärgerten sich vielmehr, dass kein adäquater Ersatz geschaffen wurde. Gekommen waren gut ein Dutzend Bürger. Darunter auch Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) und Maria-Christina Nimmerfroh (FDP) aus dem Ortsbeirat.

Streit um die Größe

Nach einer ausführlichen Diskussion, in der auch Alternativen besprochen wurden, zeichnet sich nun eine Lösung ab: Hier, neben der Wasserpumpe, der sogenannten Hundetränke, könnte bald wieder ein Unterstand stehen. Die Planer plädierten für eine Größe von fünf mal fünf Metern. Kostenfaktor: 20 000 bis 25 000 Euro. Wichtig: Aus Metall und filigran gearbeitet soll das Ganze werden. Damit sich das Gebilde besser in die Umgebung einfügt. Dies sei nämlich auch eine Forderung des Denkmalschutzes, betonten sie.

Die BI wiederum forderte, zumindest die Bodenfläche zu vergrößern und acht mal acht Meter mit Bodenplatten zu versehen. Damit sei die Fläche zwar immer noch kleiner als der alte Pavillon, der etwa 50 Quadratmeter gehabt habe, doch ließen sich so auch wieder schöne Tanzabende organisieren, hieß es.

Da sich diese Größe auf den ersten Blick gut zwischen dem schon neu gepflasterten Weg zur Hundetränke und dem installierten Fahrrad-Stellplatz verwirklichen ließe, scheint der Vorschlag der BI zumindestens denkbar. Dies deuteten auch die Planer vom Grünflächenamt an.

Klar ist jedoch auch: Das Ganze ist Abwägungssache. Das Ziel sei, möglichst wenig Fläche zu versiegeln, betonte Bäsler. Zudem appellierte sie an die Anwesenden, auch andere Flächen, etwa im Koreanischen Garten oder auf dem Gelände der Universität, zu nutzen.

Vorschläge abstimmen

Aus Sicht der BI ist dies jedoch nicht so einfach möglich: Die vorhandenen Flächen würden bereits intensiv genutzt, berichteten viele. Und die neuen Pavillons auf den Spielplätzen seien insgesamt zu klein und wegen der Holzschnitzel am Boden nicht barrierefrei, betonte Gisela Becker.

Bäsler und Burkert wollen den Vorschlag der BI nun mit den beteiligten Behörden abstimmen. Der Ortsbeirat hat sich in seiner jüngsten Sitzung übrigens ebenfalls für eine Grundfläche von acht mal acht Metern ausgesprochen. Man darf gespannt sein, ob kommendes Jahr wieder getanzt wird, hier bei der Hundetränke.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse