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„Neuer Stadtteil wird keine Schlafstadt“: Neuer Stadtteil: Planungsdezernent Mike Josef präzisiert Vorstellungen des Magistrats

Von Bei der Entwicklung des neuen Stadtteils westlich und östlich der A 5 will Planungsdezernent Mike Josef (SPD) die bestehenden Stadtteile Nordweststadt, Praunheim und Niederursel weiterbauen. Auch ein neues Schwimmbad und andere Infrastruktureinrichtungen sollen entstehen.
Im Vordergrund die Felder, im Hintergrund die Skyline: Zwischen Steinbach und der Autobahn A 5 (Bildmitte) soll ein neuer Stadtteil entstehen. Foto: Christian Christes Im Vordergrund die Felder, im Hintergrund die Skyline: Zwischen Steinbach und der Autobahn A 5 (Bildmitte) soll ein neuer Stadtteil entstehen.
Frankfurt. 

Magistrat und Stadtverordnete versuchten gestern im Planungsausschuss die Bedenken der Nachbargemeinden Steinbach und Oberursel zu zerstreuen: „Wir haben keine Eingemeindungsgedanken“, betonte Dezernent Mike Josef (SPD). Und der Stadtverordnete Sieghard Pawlik (SPD) ergänzte, dass der Stadtteil im Einvernehmen mit den Nachbarn entwickelt werden müsse. Dabei steht der Magistrat am Anfang. Josef sprach von der Planungsphase Null. In Gegensatz zu sonstigen Frankfurter Gepflogenheiten solle zuerst die Infrastruktur entwickelt werden: Schulen, Kindergärten, Einkaufmöglichkeiten. Auch ein neues Schwimmbad stellte Josef in Aussicht. Dass es eine reine Schlafstadt werden könnte, dementierte Josef: „Eine Schlafstadt entsteht, wenn man eine Schlafstadt plant.“

Bodendenkmäler

Eine Erschließung ist über die Regionaltangente West und eine Verlängerung der U 6 nach Oberursel möglich. Auch die Ortsumgehung Praunheim müsse angegangen werden, sagte Josef. Je nachdem, wie die Verkehrserschließung ausfällt, seien zwischen 8500 und 10 000 Wohnungen möglich.

Planungsamtsleiter Martin Hunscher umriss die Problemstellungen für das Projekt, das die Stadtplanung die nächsten 15 Jahre beschäftigten dürfte. Das 550 Hektar große Gebiet, von dem man sich rund 190 Hektar Bauland erhofft, liegt in Teilen in der Landschaftsschutzzonen I und II. Es umfasst ökologische Ausgleichsflächen für den Riedberg, Trinkwassertransportleitungen, Gasleitungen, die Trasse einer Höchstspannungsleitung und Bodendenkmäler aus der Römerzeit. Auch die Frage der Wasserversorgung stelle sich.

Probleme sind lösbar

Alle diese Probleme hält Hunscher für lösbar, denn: „Der Vorschlag ist nicht ungeprüft vom Himmel gefallen, sondern aus dem Prozess des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes entstanden.“ Der Magistrat aus CDU, SPD und Grünen unterstützt das Projekt, ebenso deren Fraktionen. Für die CDU erklärte Nils Kößler, dass es kein organischer Stadtteil sein werde, sondern eine Entwicklung Praunheims und Niederursels. Ein neuer Stadtteil werde aber westlich der Autobahn entstehen. Pawlik erklärte, dass das Projekt angesichts 40 000 fehlender Wohnungen eine Antwort in der richtigen Größenordnung sei. Auch die Linke verschließt sich dem nicht. Sie fordert aber eine andere Bebauung als auf dem Riedberg. Es dürften keine Einfamilienhäuser entstehen, sondern Wohnblocks. Es werde nur Akzeptanz für das Projekt geben, wenn bezahlbarer Wohnraum angeboten werde.

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