Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
1 Kommentar

SPD-Fraktion reagiert auf FNP-Artikel: Neuer Stadtteil in Frankfurt soll ökologischer mit Wasser versorgt werden

Bislang spülen die Frankfurter ihre Toiletten mit Trinkwasser - unter anderem aus dem Vogelsberg. Darüber beschweren sich nicht nur die Kommunen, aus denen das Wasser entnommen wird. Wir haben über die Situation ausführlich berichtet. Jetzt hat die SPD-Fraktion im Römer reagiert.
Foto: Privat
Frankfurt.  Kommunen, aus denen das Wasser gewonnen wird sowie Naturschützer, sorgen sich um die Zukunft der Frankfurter Wasserversorgung. Denn bereits heute seien an manchen Stellen die Grundwasserstände stark gesunken. Sie sagen: Das Problem könnte gelöst werden, wenn die Frankfurter zum Beispiel für ihre Toiletten Brauchwasser anstatt Trinwasser verwenden würden.

Neuer Stadtteil soll ein Zwei-Leitungen-System bekommen

Nun hat die Frankfurter SPD-Fraktion reagiert und sich deutlich für getrennte Brauch- und Frischwasserleitung im neuen Stadtteil im Frankfurter Nordwesten ausgesprochen. "Auch im ökologischen Bereich sollen dort neue Wege gegangen werden", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme der SPD-Stadtverordneten Ursula Busch und Roger Podstany. „Hier haben wir die Chance, erstmals für einen kompletten Stadtteil getrennte Leitungen für Brauch- und Frischwasser und eine effiziente Regenwassersammlung zu planen und zu realisieren."


Kommentar: Wasserverschwendung im großen Stil

Ein klares Signal in Richtung Vogelsberg

Das wäre ein klares Signal an das Frankfurter Umland, dass sich Frankfurt seiner Verantwortung stellt und langfristig nicht immer mehr Wasser aus dem Vogelsberg, dem Spessart oder dem Ried importiert, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch, die selbst in Praunheim am Rande des geplanten Stadterweiterungsprojekts wohnt. Der umweltpolitische Sprecher der SPD, Roger Podstatny, geht noch einen Schritt weiter und wünscht sich energieeffiziente Ansätze für den gesamten Stadtteil: „Bisher wird zu sehr auf die Energiebilanz des einzelnen Hauses geschaut, während der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen in einem gesamten Stadtteil nur eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn Brauchwassernutzung, Wärmerückgewinnung, die thermosolare Nutzung oder die Photovoltaik für ein komplettes Quartier gleich im Planungsprozess berücksichtigt werden, lassen sich die Energiebilanz verbessern und Kosten sparen“.

Einen Widerspruch zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten sieht Ursula Busch dabei nicht.  Ein in seiner Gesamtheit auf Energieeffizienz ausgerichteter Stadtteil werde geringere Mietnebenkosten ermöglichen.

Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen hatte sich im Sommer gemeinsam für einen neuen Stadtteil im Frankfurter Nordwesten ausgesprochen. Die Magistratsvorlage zum Start der vorbereitenden Untersuchungen für den neunen Stadtteil soll am 16. November 2017 im Stadtparlament beschlossen werden.
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse