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Zwischen Berkersheim und Frankfurter Berg: Neuer Treff für Jugendliche

Von Weil Anwohner am Frankfurter Berg sich über massive nächtliche Ruhestörungen beschwerten, entsteht nun an der Straße „In den Gräben“, zwischen Berkersheim und Frankfurter Berg, ein neuer Treff für Jugendliche im Freien. Mitte Mai soll er fertig sein.
Jugendhausleiter Ayhan Toprak (l.) bedankt sich bei Bauleiter Kemal Baksi, dass die Neugestaltung der Wiese in Angriff genommen wird.	Foto: Chris Christes Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de) Jugendhausleiter Ayhan Toprak (l.) bedankt sich bei Bauleiter Kemal Baksi, dass die Neugestaltung der Wiese in Angriff genommen wird. Foto: Chris Christes
Berkersheim/Frankfurter Berg. 

Die Umgestaltung der Grünfläche gegenüber dem früheren „Schwarzen Platz“ an der Straße „In den Gräben“ an der Gemarkungsgrenze zwischen Berkersheim und Frankfurter Berg hat begonnen. In sechs bis acht Wochen, so Bauleiter Kemal Baksi, soll hier ein Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene aus beiden Stadtteilen entstehen. An dieser Stelle stören sie auch nachts niemanden, selbst wenn sie mal etwas lauter sind, so Ayhan Toprak, Leiter des Jugendhauses Frankfurter Berg.

Bislang gleiche die Wiese eher einem Acker als einem Bolzplatz, auch wenn hier zwei Tore stehen, sagt Toprak. Die Katze beiße sich hier in den Schwanz: Das Grünflächenamt habe lange den Bolzplatz nicht gepflegt mit der Begründung, hier spiele ja niemand – während die Jugendlichen erklärten, sie spielten hier nicht, weil der Platz nicht gepflegt werde.

Nun soll der Bolzplatz etwas weiter nach Westen verlegt und eingeebnet werden, erklärt Baksi. Das Spielfeld soll betoniert und von einem Zaun begrenzt werden: Hinter den Toren wird der Zaun vier, an den Seiten anderthalb Meter hoch. „So fliegen die Bälle nicht ständig ins Gebüsch“, sagt Toprak. Letzteres sei der Grund, wieso die Jugendlichen nicht gerne auf dem deutsch-amerikanischen Spielplatz bolzen: Dort gebe es keinen Zaun.

 

Fitnessgeräte und Sitzplätze

 

Auch einen Basketballkorb würde Toprak gerne am neuen Treffpunkt aufstellen. Doch dazu müsste die Betonfläche des Bolzplatzes über das eine Tor hinaus verlängert werden. „Ich arbeite noch daran, dass das klappt“, so Toprak. Entstehen soll außerdem ein überdachtes Areal von vier mal zehn Metern mit drei Fitnessgeräten und verschiedenen Sitzmöglichkeiten. Ein kleiner Lärmschutzwall soll die ersten Häuser von Berkersheim vor dem Lärm der Nutzer schützen. Mitte Mai, so Baksi, soll der Platz fertig sein.

Der Regionalrat Frankfurter Berg hatte sich auf der Suche nach einem Platz für die Jugendlichen gemacht, nachdem 2014 Streit aufkam: Anwohner im Jasminweg klagten über Jugendliche, aber auch junge Erwachsene, die nachts in der dortigen Grünanlage lärmten, auch schon mal mit Drogen und geklauter Ware handelten (wir berichteten). Nach langer Diskussion im Ortsbeirat wurden die dortigen Bänke abgebaut. Für die Jugendlichen sollte eine neue Fläche als Treffpunkt gefunden werden, wo sie auch nachts niemanden stören.

In die Gesprächsrunde einer Arbeitsgruppe des Regionalrats eingebunden war auch Ayhan Toprak als Leiter des Jugendhauses des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in der Julius-Brecht-Straße. „Viele der 15- bis 28-Jährigen, die sich auch nachts und abends draußen treffen, stammen nicht vom Frankfurter Berg, sondern aus der Siedlung am Neuen Berg, die zu Berkersheim gehört“, erklärt Toprak. Das habe nicht nur im Regionalrat, sondern auch unter den Jugendlichen selbst den Ausschlag gegeben, jene Grünfläche nördlich der Straße „In den Gräben“ für den Treffpunkt auszuwählen.

 

Noch Wünsche offen

 

„Wir wussten schon längst, was die Jugendlichen sich wünschen“, erklärt Toprak. Schon als vor einigen Jahren der deutsch-amerikanische Spielplatz nur ein paar 100 Meter weiter westlich neu gestaltet wurde, hätten sie ihre Wünsche geäußert. „Doch sie wurden dort nicht berücksichtigt. Es entstand ein Spielplatz für Kinder bis zu 14 Jahren und ihre Eltern.“

Früh wurden von der Vorsitzenden des Regionalrats, Heide-Marie Teske, bei der Suche nach dem Treff für die Jugendlichen auch das Grünflächen- sowie das Jugend- und Sozialamt eingebunden, sagt Toprak. Von diesen beiden Behörden kommt auch der größte Teil der 52 000 Euro, die die Umgestaltung kosten soll. Für die aufzustellenden Geräte steuert der Ortsbeirat bis zu 10 000 Euro aus seinem eigenen Budget bei.

Nicht alle Wünsche der Jugendlichen könnten damit erfüllt werden, sagt Toprak. „Sie hätten gerne mehr Fitnessgeräte gehabt oder eine richtige Hütte, in der sie sich auch im Winter treffen können.“ Aber mehr sei nicht finanzierbar gewesen. Das eine oder andere, hofft Toprak, könne ja vielleicht ergänzt werden, wenn klar sei, dass die jungen Leute die Grünfläche als neuen Treffpunkt annehmen.

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