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Frankfurter Künstlerclub: Neuer Vorstand will Neues wagen

Von Mit einem Fest feiert der Frankfurter Künstlerclub am 23. August sein 60-jähriges Bestehen. Der neugewählte Vorstand des Vereins möchte den Frankfurter Künstlerclub stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit tragen.
Guenther Uttecht (links) und Hartmut Lehmann wollen den Verein weiter öffnen, um neue Mitglieder zu werben. Foto: Rainer Rüffer Guenther Uttecht (links) und Hartmut Lehmann wollen den Verein weiter öffnen, um neue Mitglieder zu werben.
Innenstadt. 

Seit knapp sechs Monaten sind die Künstler Guenther Uttecht und Hartmut Lehmann im Einsatz für den Frankfurter Künstlerclub. Zusammen mit der Musikerin Betty Nieswandt bilden die drei den neugewählten Vorstand des Vereins. Dort herrscht derzeit Aufbruchsstimmung. Uttecht, Lehmann und Nieswandt haben die vergangenen Wochen genutzt und Ideen erarbeitet, mit denen sie den 1955 gegründeten Künstlerclub in die Gegenwart überführen wollen.

Es geht ihnen vor allem darum, den Verein für den künstlerischen und musikalischen Nachwuchs attraktiver zu gestalten sowie ein größeres Publikum für die zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen im Nebbienschen Gartenhaus in der Bockenheimer Anlage zu gewinnen. „Wir möchten uns weiter öffnen für Besucher und neue Mitglieder, den Künstlerclub stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen, Neues wagen und das Programm verjüngen“, beschreibt der Vorsitzende Uttecht die Intention.

Er kennt den Verein gut, ist selbst seit zehn Jahren Mitglied. „In unseren Veranstaltungen, seien es Ausstellungen, Lesungen oder Konzerte, gibt es die Möglichkeit zu einem Austausch zwischen Künstlern und Besuchern“, schildert er. „Diese Nähe, so unsere Erfahrung, wird von beiden Seiten sehr geschätzt. Das zeichnet uns aus, daher möchten wir es weiter ausbauen.“

 

Aus der Region

 

Das Nebbiensche Gartenhaus, in dem die Veranstaltungen durchgeführt werden, sei auch über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt. Es gebe Anfragen von Musikern sogar aus Kanada und dem europäischen Ausland. „Der Fokus soll aber weiterhin auf Künstlern aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet liegen.“

Neues wagen wollte auch der alte Vorstand um Beate Stadler, Professor Christopher Brandt und Dr. Peter Kurowski, der nach dem Rücktritt des langjährigen Vereinsvorsitzenden Ernst-Dietrich Haberland im März 2014 dessen Nachfolge antrat. Knapp ein Jahr lang bildete das Trio die Vereinsspitze, zog sich aber nun komplett aus der Vorstandsarbeit zurück und engagiert sich jetzt im Beirat. Über die Gründe wollte Uttecht nichts sagen.

Den Verein zu führen erfordere großes ehrenamtliches Engagement. „Als ich gefragt wurde, ob ich die Aufgabe als Vereinsvorsitzender übernehmen möchte, habe ich gründlich überlegt und mich entschieden, meine eigene Ausstellungstätigkeit erst einmal zurückzustellen“, betont Uttecht weiter. „Wir haben eine Vision, nämlich die Bandbreite an Bildender Kunst und musikalischer Vielfalt in Frankfurt und Umgebung darzustellen.“

„Wir werden uns auch an der Luminale beteiligen“, sagt der Vorsitzende. Die Ausstellungen sollen künftig nur noch zweieinhalb anstatt dreieinhalb Wochen laufen. „Die Verkürzung ermöglicht, mehr Ausstellungen innerhalb eines Jahres zu organisieren. Die Künstler müssen sich bewerben und werden von einem fünf- bis sechsköpfigen Kuratorium ausgewählt.“

 

370 Mitglieder

 

„Mir war von Beginn an bewusst, dass es für die Vorstandsarbeit viele Stunden an ehrenamtlicher Arbeit bedarf“, betont Uttecht. Seinen Aufwand schätzt er auf 35 bis 40 Stunden wöchentlich. Das alleine reiche jedoch nicht aus: „Ohne das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Mitglieder, die beispielsweise während der Ausstellungen Aufsicht machen, ginge es überhaupt nicht.“

„Der Frankfurter Künstlerclub ist eine Institution in der Stadt“, sagt er. Der Verein, der aktuell rund 370 Mitglieder hat, feiert am Sonntag, 23. August, 60-jähriges Bestehen mit einem Fest im Nebbienschen Gartenhaus. „Es wird eine Ausstellung geben, in der sich alle Mitglieder vorstellen – sei es als gemaltes Selbstbildnis, als Selfie oder als Portrait“, verrät der Vereinsvorsitzende.

„Alle Mitglieder heißt, dass sich nicht nur die Bildenden Künstler an der Ausstellung beteiligen, sondern auch die Musiker, Literaten, Förderer und Ehrenamtlichen des Künstlerclubs.“ Die Idee sei, den Besuchern die Gesichter des Künstlerclubs zu zeigen. Außerdem gibt es über den Tag verteilt Lesung und Rezitation sowie Jazz-, Klassik- und Weltmusik-Konzerte.

Für das kommende Jahr sind 72 Veranstaltungen, die übrigens kostenlos für Besucher sind, in den Räumen des Nebbienschen Gartenhauses geplant. Darunter 14 Ausstellungen, 32 Konzerte mit Jazz, Klassik oder Weltmusik und zwölf Lesungen, unter anderem mit dem bekannten Krimi-Autor Matthias Altenburg alias Jan Seghers.

Das Fest zum 60-jährigen Bestehen läuft von 11 bis 21 Uhr. Weitere Infos im Internet unter www.frankfurter-kuenstlerclub.de.

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