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Sport- und Bewegungsplatz: Neues Bewegungsdorado für Jugendliche und Kinder

Safa (9), Anojan (12) und Abishan (10, von links) eröffneten das Sport- und Bewegungsfeld für Jugendliche richtig – mit Bewegung. Foto: Heike Lyding Safa (9), Anojan (12) und Abishan (10, von links) eröffneten das Sport- und Bewegungsfeld für Jugendliche richtig – mit Bewegung.
Frankfurter Berg. 

Trotz Minusgraden turnt Safa (9) am Klettergerüst, einige Jungen – wie Abishan (10) – kicken auf dem Bolzplatz nebenan. Sie haben Spaß an dem neuen Sport- und Bewegungsplatz, der gegenüber vom früheren Schwarzen Platz an der Straße In den Gräben entstanden ist. „Das Wichtigste ist: Der Platz liegt nahe am Wohngebiet und ist somit gut zu erreichen. Aber nicht so nahe, dass sich gleich die Nachbarn beklagen, wenn das ein oder andere Juhu zu hören ist“, lobte gestern Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) bei der Eröffnung. Viele Beteiligte hätten gut zusammengearbeitet, um schnell ein neues Angebot für junge Leute im Stadtteil zu schaffen – auch wenn der eigentliche Anlass „nicht so gut war“.

Damit spielt die Dezernentin darauf an, dass früher lärmende Jugendliche die Anwohner nervten, wenn sie sich besonders im Sommer auf den Bänken der Grünanlagen in der benachbarten Edwards-Siedlung trafen. Über Lärm bis drei Uhr nachts, Drogenhandel und -konsum, Alkohol und das Prahlen mit Waffen klagten Anwohner, andere hielten das für übertrieben – und eine Mehrheit des Ortsbeirats sah nur einen Weg, Ruhe zu erreichen: Die Bänke zu entfernen, selbst jene neben dem Spielplatz und im nahen Petunienweg.

Der Regionalrat Frankfurter Berg suchte für die jungen Leute einen Ort, an dem sie sich treffen können, ohne jemanden zu stören – und einigten sich auf den neuen Standort. Ayhan Toprak, Leiter des Jugendhauses Frankfurter Berg, fragte Jugendliche aus dem Viertel nach ihren Wünschen. Rund 73 000 Euro hat der Platz gekostet, nur eines fehlt noch, findet Toprak: ein Basketballkorb. Doch der war aus dem Budget, das zur Hälfte aus dem Etat des Ortsbeirats kommt, nicht mehr zu bezahlen.

Nun ist Toprak guten Mutes, dass nicht nur Kinder und Jugendliche den Platz für sich entdecken werden. „Wir machen hier richtig Programm, bieten Fitnesskurse und Fußball an. Das lockt sicher auch die Älteren hierher.“ Zumal drei weitere Bänke in dem vier mal zehn Meter großen Unterstand aufstellt werden sollen.

Und Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) hat avisiert, dass der Ortsbeirat gerne helfen werde, wenn weitere Wünsche an dem kleinen Platz zu erfüllen sind.

(hau)
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