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Kinderbücherei des Kinder- und Familienzentrums: Neues Nest für junge Leseratten

Von Die Kinderbücherei des Kinder- und Familienzentrums ist in die Schäfflestraße gezogen. Seitdem hat sie schon viele Besucher hinzugewonnen.
Neue Besucher, neue Bücher: Mary Mukindia (30) mit ihrem Sohn Jan Niklas. Bilder > Foto: Heike Lyding Neue Besucher, neue Bücher: Mary Mukindia (30) mit ihrem Sohn Jan Niklas.
Riederwald. 

Hübsch sind die bunten Figuren, die oben und unten die Fenster zieren, so wie beim Familien-Café und den anderen Räumen des Kinder- und Familienzentrums (Kifaz) Riederwald, direkt nebenan. „Leseratten“ steht groß auf der Scheibe, damit sofort klar wird: Hier, in der Schäfflestraße 27 an der Ecke zur Raiffeisenstraße, ist jetzt die Kinderbücherei des Kifaz daheim. Seit drei Jahren gibt es sie schon, doch bislang lag sie ziemlich abseits im Vorraum zu den Büros des Kifaz in der Schlettweinstraße. „Hier hingegen liegen wir sehr zentral. Die Leute nehmen uns viel besser wahr“, freut sich Kifaz-Leiterin Barbara Rettemeier (53).

 

Dreimal so viele Leser

 

In den drei Monaten seit dem Umzug sei die Zahl der Bibliotheksausweise um 35 auf 120 angestiegen, freut sich die Leiterin, Rosemarie Geis (63). Das zeige, wie gut der neue Standort sei. „Gegenüber, vor der Philippuskirche, sitzen bei schönem Wetter immer Menschen. Hier ist die Post, die Sparkasse, die Leute kommen hier vorbei.“ Bis alles fertig war, bis alle Regale und das Sofa standen und die Bücher einsortiert waren, hat es allerdings etwas gedauert. Nun ist alles fertig, die Bibliothek ist auch offiziell eröffnet.

Etwa alle zwei Wochen kommt auch Mary Mukindia (30) mit ihrem Sohn Jan Niklas (18 Monate) hierher. „Wir haben zwar Bücher zu Hause, aber er hat gerne auch mal etwas Neues“, erzählt die Mutter. Also leihen sie alle zwei Wochen zwei neue Bücher aus. Aber auch sie lese gerne die Kinderbücher, gesteht Mukindia – um ihr Deutsch weiter zu verbessern. Und Jan Niklas würde das Buch über den kleinen Teddy, das er mit Mama gelesen hat, am liebsten mitnehmen und strebt damit zielsicher zur Tür.

Mit 1600 Bänden ist der bestand noch recht klein. Nicht mit dem Computer erfasst Geis, wer welchen Band ausleiht, sondern auf Karteikarten. Stolz erzählt Rettemeier, dass sich die Bibliothek allein aus Spenden finanziert. Die kleine Wedekind-Stiftung etwa, die sich auf Leseförderung spezialisiert habe, unterstütze die Bücherei, aber auch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft oder das Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN). „Glücklich sind wir, dass die EKHN auch die Stelle von Rosemarie Geis drei Jahre lang bezahlt“, sagt Rettemeier.

 

Spenden willkommen

 

Zwar stehe die Kinderbücherei allen von zwei bis 14 Jahren offen, das Stammpublikum seien aber Grundschulkinder, sagt Geis. „Auch kommen regelmäßig Kitakinder mit ihren Erzieherinnen hierher. Die Gruppen suchen dann Bücher zu einem bestimmten Thema. Die Erzieherinnen lesen daraus vor und sprechen mit den Kindern über die Bücher.“

Auch wenn der Bestand recht neu und deshalb bei den Kindern beliebt sei, freue sich die Bücherei jederzeit über Spenden, sagt Rettemeier. Denn um attraktiv zu sein, muss der Bestand ständig erneuert werden. „Bekommen wir Geld, fragen wir die Kinder, was sie sich denn wünschen. Das wird dann nach Möglichkeit auch gekauft.“ Wer etwas spenden möchte, gerne auch Bücher, kann einfach während der Öffnungszeiten dienstags und donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr in die Bücherei kommen. Oder er ruft unter (069) 42 10 66 im Kifaz an.

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