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Niddaweg: Stadt bleibt bei Sperrung

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club fordert von der Stadt, die Arbeiten am gesperrten Niddaweg in den Herbst zu verschieben, um ein Ausflugs-Chaos zu verhindern. Die Stadt hingegen weist das als nicht machbar zurück.
Obwohl der Niddaweg eigentlich gesperrt ist, bahnen sich viele wie diese Jogger trotzdem einen Weg an den Zäunen vorbei.	Foto: Chris Christes Obwohl der Niddaweg eigentlich gesperrt ist, bahnen sich viele wie diese Jogger trotzdem einen Weg an den Zäunen vorbei. Foto: Chris Christes
Bonames. 

Der Niddaweg ist gesperrt, vom Alten Flugplatz Bonames bis zum Eschersheimer Freibad. Bis Anfang Juni soll die Sperrung dauern, die für Radler, Jogger und Spaziergänger ein Ärgernis ist (wir berichteten). Denn auch auf der anderen Flussseite ist kein Durchkommen: Die Wiesen nördlich der Nidda sind zum Schutz brütender Vögel gesperrt, vor allem des Storchs. Doch wo sollen die Ausflügler hin? Alternativrouten bedeuten Umwege. Und so missachten viele die Sperrung. Jetzt meldet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Kritik an. Zumindest ein Teil der Arbeiten soll in den Herbst verlegt werden, damit nicht beide Seiten des Flusses gleichzeitig gesperrt sind.

Zähneknirschend

zugestimmt

Die Sanierung des Niddaweges, sagt der verkehrspolitische Sprecher des ADFC, Bertram Giebeler, erfolge in drei Abschnitten. Zum einen auf dem Stück zwischen dem Freibad Eschersheim und der Autobahn A661, dann zwischen Autobahn und dem Flugplatz Bonames und dann in Berkersheim. "Die Umleitung beim ersten Abschnitt ist für Radfahrer gut. Sie führt durch den Ort Eschersheim, wo Tempo30 gilt." Auch die Umleitung in Berkersheim, wo im Juni gearbeitet werden soll, führe durch den Ort und sei akzeptabel. Am schwierigsten sei aber der zweite Abschnitt, mit einer Sperrung zwischen Autobahn und Homburger Landstraße. "Wir haben zähneknirschend zugestimmt, dass die Radfahrer über die Bonameser Straße geleitet werden. Das ist gerade noch akzeptabel." Doch für Fußgänger gebe es hier keine vernünftige Alternativroute: Es gebe schlicht keine Wege, die parallel zum Fluss verlaufen.

Giebelers Forderung daher: Die Arbeiten an diesem Abschnitt bis zum Herbst aufzuschieben. "Das kann man wirklich nicht machen, beide Flussufer gleichzeitig zu sperren." Klar sei, dass der Niddauferweg dringend saniert werden müsse. "Vor allem zwischen Eschersheim und dem Alten Flugplatz ist er oft schmal und übersäht von Schlaglöchern."

Aber klar sei auch, so Giebeler: Die Sanierung werde in die Hauptsaison hineinreichen. "Mit dem schöneren Wetter kommen dann auch sofort die Ausflügler, die an der Nidda entlang wollen. Und die bahnen sich einfach den Weg, umgehen die Absperrungen oder werfen sie einfach um." Hinzu kämen die Veranstaltungen am Towercafé und anderer Einrichtungen am Alten Flugplatz, die zusätzliches Publikum anziehen. "Eine Situation, die sich nicht halten lassen werde. "Mir tun die Landschaftslotsen leid, die die Menschen davon abhalten sollen, in die Wiesen zu laufen. Die werden dann einfach überrannt."

Problematische Situation

Für die Frankfurter Stadtentwässerung jedoch ist das keine Alternative, wie deren technischer Betriebsleiter, Werner Kristeller erklärt. "Wir haben die Arbeiten im Sommer 2012 abgestimmt, wir haben sie so ausgeschrieben- das müssen wir jetzt schnellstmöglichst durchziehen." Von der Sperrung der Wiesen wegen der Störche sei damals nichts bekanntgewesen. "Wir wissen, dass die Situation problematisch ist. Aber der Weg wird ganzjährig genutzt- irgendwen behindern wir immer."

Um den Weg zwischen Eschersheim und Alten Flugplatz möglichst bald wieder freigeben zu können, werde die Bauleitung Druck machen, dass die Arbeiten schnell erledigt werden. "Der Weg ist in schlechtem Zustand, er muss saniert werden." Im Juli sei er dann in einem vorzüglichen Zustand, so wie bereits jetzt im Berkersheimer Bogen östlich der Homburger Landstraße.hau

(Andreas Haupt)
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