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Quartiersmanagerin Heike Hecker: Nun kommen die Kinder zu Wort

Von Mit Mitarbeitern des Kindermuseums erforschen Kinder aus Rödelheim-West in dieser Woche ihre Heimat. Dass sie sich hier so wohlfühlen, ist auch ein Ergebnis der Arbeit im Quartiersmanagement.
Quartiersmanagerin Heike Hecker (rechts) besucht die Kinder, die gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Kindermuseums basteln. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Quartiersmanagerin Heike Hecker (rechts) besucht die Kinder, die gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Kindermuseums basteln.
Rödelheim. 

„In der Zenti sind wir alle eine große Familie“, sagt die elfjährige Selina, die am liebsten für immer hier in Rödelheim wohnen bleiben würde. Die „Zenti“, damit meint sie die Umgebung des Zentmarkwegs, zu dem auch der Spielplatz gehört, auf dem sich an diesem Dienstagnachmittag alle getroffen haben.

Hier sind noch bis zum Sonntag täglich zwischen 15 und 18 Uhr zwei Mitarbeiterinnen des Kindermuseums zu Gast, die zusammen mit den Kindern die Umgebung erkunden. Gemeinsam bastelten sie gestern Nachmittag eine Stadtteilkarte mit Orten, die den Kindern wichtig sind: der Brentanoschule und der benachbarten Kita, dem Supermarkt, wo sie gemeinsam mit ihren Eltern einkaufen gehen, dem Spielplatz, wo sie die Zeit nach der Schule verbringen, und dem Kiosk, mit den leckeren Süßigkeiten.

Hier geben auch der siebenjährige Ibrahim und seine jüngere Schwester Maryam ihr Taschengeld aus – bei der derzeitigen Hitze vornehmlich für Wassereis. Ibrahim und seine Freunde sind „Experten für den Stadtteil“, weiß auch Laura Hollingshaus, die seit sechs Jahren freiberuflich fürs Kindermuseum arbeitet: „Wer sollte sich hier sonst so gut auskennen, wie die Kinder, die hier jeden Tag verbringen?“

 

Zufriedene Einwohner

 

Dass es ihnen in der „Zenti“ so gut geht, dafür sorgt auch Quartiersmanagerin Heike Hecker, die das Kindermuseum bei der Planung der Aktion unterstützt hat, und dafür zuständig war, einen geeigneten Ort und Zeitraum zu finden. Sie weiß, dass Familien den Spielplatz am Zentmarkweg gerne nutzen, genauso wie den vor etwa zwei Jahren angelegten offenen Mieterspielplatz nebenan. „Seit es hier den zweiten Spielplatz gibt, hat sich die Lage für Kinder im Westen des Stadtteils schwer verbessert“, sagt Hecker: „Denn gerade wenn es den Kindern gut geht, hört man in meinem Job erstaunlich wenig von ihnen.“ Mit ihren Müttern spricht Hecker dafür umso mehr und weiß, dass sie sich in Rödelheim pudelwohl fühlen. Vor allem die gute Arbeit im Nachbarschaftsbüro des Programms Aktive Nachbarschaft der Diakonie, für das Hecker zuständig ist, macht ihnen das leicht.

 

Dichtes Mütter-Netzwerk

 

So sieht das auch Melike Duman, die ihrer vierjärigen Tochter Nazli über die Schulter schaut, als sie die selbstgemalten Gebäude auf die Quartierskarte klebt und ihre Mutter stolz angrinst: „Ich wohne gerne in Rödelheim“, sagt die junge Mutter, die zwar in Rödelheim geboren, aber in der Nordweststadt aufgewachsen ist. Ihre eigenen Kinder sieht sie gerne in Rödelheim groß werden und freut sich über das aktive Netzwerk, das in den vergangenen Jahren hier auch unter den Müttern entstanden ist.

Dass das Kindermuseum wieder am Spielplatz unterwegs ist, hat sie von einer Nachbarin erfahren und ist ohne zu zögern direkt nach der Arbeit mit ihrer Tochter dazugekommen: „Ich finde die jährlichen Projekte vom Kindermuseum toll“, sagt Duman und auch Nazli steht der Spaß ins Gesicht geschrieben.

In den nächsten Tagen wollen sich Hollingshaus und ihre Kollegin mit den Kindern Verbesserungsvorschläge für den Stadtteil überlegen und sie an Hecker weitergeben. Auch wenn sie in ihrem Heimatstadtteil zufrieden sind, gemeinsam mit Heike Hecker können sie noch manches umsetzen.

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