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CDU-Fraktionsempfang: OB-Kandidatin Bernadette Weyland löst keine Begeisterung aus

Von Beim Jahresempfang der CDU-Fraktion stellt sich Oberbürgermeisterkandidatin Bernadette Weyland rund 400 Besuchern vor. Begeisterung kann sie nicht auslösen.
Als OB-Kandidatin kann man sich manchmal trotz über 400 Gästen einsam fühlen: Bernadette Weyland bei ihrer Rede in der Unionhalle. Foto: Rainer Rüffer Als OB-Kandidatin kann man sich manchmal trotz über 400 Gästen einsam fühlen: Bernadette Weyland bei ihrer Rede in der Unionhalle.
Frankfurt. 

„Heimspiele sind die schönsten“, weiß der Fußballfan. Die CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Bernadette Weyland hatte beim Jahresempfang der Fraktion ein solches Heimspiel. Rund 400 Gäste waren gekommen, die meisten von ihnen natürlich Parteifreunde.

CDU-Fraktionschef Michael Prinz zu Löwenstein nennt seine Partei die „treibende Kraft“, die intelligente Konzepte vorlege. Er beklagt, dass es dagegen an der Stadtspitze an politischer Führung fehle. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) mache nur Fototermine. Und der Frankfurter CDU-Vorsitzende Jan Schneider setzt noch eines drauf. Der Oberbürgermeister schmücke sich mit fremden Federn. „Ich würde rot werden.“

Die falsche Seite

Erst danach geht die OB-Kandidatin Bernadette Weyland auf das Podium. Den Stehtisch muss sie sich selber holen. Die vor kurzem 60 Jahre alt gewordene Kandidatin trägt einen orangefarbenen Hosenanzug, die Markenfarbe der CDU. An den Stehtischen im Saal stehen ebenfalls orangefarbene Geranien. Die Fest-Regie ist perfekt organisiert. Weyland spricht von der Freude und Dankbarkeit, die sie über die Kandidatur empfinde. Das sporne sie jeden Tag an. Anders als bei ihrem Nominierungsparteitag will ihr das Publikum nicht so recht folgen, der Funke springt nicht über. Anders als damals liest Weyland ihre Rede ab, kommt dabei auch mal durcheinander: „Jetzt hab’ ich die falsche Seite hier . . .“

Attacke auf Amtsinhaber

Dann knüpft sie sich den Amtsinhaber vor, den sie am 25. Februar besiegen will. Feldmann beschäftige sich am liebsten mit sich selbst und lasse andere für sich arbeiten und führe fleißig die Amtskette spazieren. Feldmann klingele an jeder Haustüre. „Gegen diese Penetranz hat selbst der hartnäckigste Staubsaugervertreter keine Chance“, stell sie fest. Wegen der von der SPD geforderten, aber gescheiterten Wohnbebauung auf dem Pfingstberg wirft sie Feldmann eine Brutalo-Architektur der 1970er Jahre vor. „Seelenlose Betonwohnungen dürfen nicht die Zukunft unserer Heimatstadt sein.“

Und weiter geht die Attacke: In der Stadt für Sicherheit und Ordnung zu sorgen sei für den Christdemokraten Markus Frank ein schwieriges Unterfangen, weil ihm die Unterstützung des Stadtoberhauptes fehle.

Im Falle ihrer Wahl kündigt sie an, wieder den Vorsitz im Präventionsrat zu übernehmen, denn: „Sicherheit ist Pflicht und Sache des Oberbürgermeisters.“ In spätestens drei Jahren solle jeder Schüler einen WLAN-Zugang haben. Auch den Ausbau der notärztlichen Kapazitäten setzt Weyland auf ihre Agenda. Als Oberbürgermeisterin will sie dafür sorgen, dass Frankfurt sauber, sicher, sozial, kinderfreundlich und Kulturhauptstadt wird.

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