Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 26°C

CDU: OB-Kandidatur: Bernadette Weyland soll Peter Feldmann besiegen

Von Die CDU schickt bei der Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr die frühere Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland (59) ins Rennen gegen Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD). Parteichef Uwe Becker verzichtet auf die Kandidatur, die er seit Jahren anstrebte.
Schon einmal hielt sie im Römer die Fäden in der Hand: Von 2011 bis 2014 war Bernadette Weyland Stadtverordnetenvorsteherin. Foto: Salome Roessler Schon einmal hielt sie im Römer die Fäden in der Hand: Von 2011 bis 2014 war Bernadette Weyland Stadtverordnetenvorsteherin.
Frankfurt. 

Da ist CDU-Chef Uwe Becker ein echter Coup gelungen: Völlig überraschend erklärte er am Dienstagmorgen, dass er sich selbst nicht mehr für den besten OB-Kandidaten hält. Stattdessen soll Bernadette Weyland antreten, die derzeit Staatssekretärin im Hessischen Finanzministerium ist. „Ich bin überzeugt, dass sie eine hervorragende Oberbürgermeisterin für Frankfurt werden kann“, sagte Becker über die Schwanheimerin. Sie wurde schon häufiger als mögliche Kandidatin gehandelt – bislang standen Beckers Ambitionen dem entgegen.

Ein schwerer Verzicht

„Es geht um die Frage, wer im anstehenden Wahlkampf jene Stimmen mobilisieren kann, die für einen Wahlerfolg notwendig sind“, begründete Becker seinen Verzicht, von dem die hessische und die Frankfurter Parteispitzen erst gestern früh erfahren haben. Die Entscheidung habe er nur mit Weyland selbst abgesprochen. Leicht sei ihm das nicht gefallen. „Aber ich habe als Parteivorsitzender immer die Haltung vertreten, dass es nicht um persönliche Interessen und Wünsche gehen kann, sondern um ein gemeinsames Ziel. Das muss dann auch für mich gelten.“ Dabei hatte er schon einmal zurückstecken müssen: 2012 wählte die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth nicht ihn, sondern Boris Rhein als Kandidaten für ihre Nachfolge. Die Wahl gewann aber der Sozialdemokrat Peter Feldmann.

Zehn Kandidaten würden gerne als Bürgermeister im Römer einziehen. (Symbolbild)
Zur OB-Kandidatur Kommentar: So hat die CDU wieder eine Chance

Mit der CDU-Kandidatin Bernadette Weyland ist die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr wieder spannend. Ein Kommentar von Günter Murr.

clearing

An dessen Amtsführung lassen Becker und Weyland kein gutes Haar: „An die Spitze des Magistrats gehört eine Persönlichkeit, die nicht sich alleine, sondern das Wohl der Stadt und ihrer Menschen im Blick hat“, erklärte Becker, der als Bürgermeister auch Stellvertreter des OB ist. Feldmann sei diese Persönlichkeit nicht. Weyland kritisierte, dass der Amtsinhaber sich politisch auf die linke Seite schlage. Sollte sie nominiert werden, werde sie sich nicht auf eine Parteilinie – auch nicht die der CDU – festnageln lassen. „Ich möchte für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt da sein.“ Da nehme sie sich Petra Roth als Vorbild. Mit welchen Inhalten sie gegen Feldmann antreten werde, ließ sie offen. Sie sagte lediglich, dass sie sich von der Politik mehr Mut zum Gestalten wünsche. Zudem deutete sie an, dass sie es ihren Gegnern nicht leicht machen wird: „Wenn ich Wahlkampf mache, dann richtig. Das ist ein Kampf.“

Parteitag im April

Ob sie in diesen eintreten darf, bestimmen die Delegierten der Frankfurter CDU. Heute Abend wollen Becker und Weyland den Kreisvorstand über ihre Entscheidung informieren, im April soll dann ein Parteitag Bernadette Weyland offiziell zur OB-Kandidatin küren. Sie selbst fühlt sich reif für das Amt. „Als ich schon einmal gefragt wurde, war das noch nicht der Fall. Aber in den Jahren als Staatssekretärin bin ich noch mal geschult worden, sie haben mir gezeigt, dass ich mit dieser Verantwortung, aber auch mit dieser Arbeitsbelastung gut umgehen kann“, sagte die Juristin, die in diesem Herbst 60 wird. Wenn sie nominiert wird, will sie als Staatssekretärin zurücktreten.

Als Bürgermeister trägt Uwe Becker eine silberne Amtskette. Die goldene des OB bleibt wohl unerreicht. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (.)
Als Bürgermeister trägt Uwe Becker eine silberne Amtskette. Die goldene des OB bleibt wohl unerreicht.

Dass es innerhalb der CDU noch weitere Anwärter auf die Kandidatur gibt, glaubt Becker nicht. Doch er hält es für wahrscheinlich, dass sich mancher vom plötzlichen Kurswechsel überrumpelt fühlt. „Aber das war keine Kungelei im kleinsten Kreis. Das war eine Absprache unter uns beiden, die erst jetzt in die Diskussion geht“, erklärte Weyland, die in der Vergangenheit mehrmals kritisiert hatte, wie in ihrer Partei Personalentscheidungen getroffen werden. „Am Ende werden wir beide am Erfolg gemessen.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse