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Fernsehen: Oberräder Tomaten-Königin gewinnt bei Günther Jauch

Von Heidi Jung, Oberrads Tomaten-Königin, und ihre Zwillingsschwester Christel Lenk haben bei „Wer wird Millionär?“ 32 000 Euro gewonnen. Mit ihrem hessischen Gebabbel begeisterten die beiden nicht nur Moderator Günther Jauch.
Heidi Jung (links) und ihre Zwillingsschwester Christel Lenk waren in der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ zu Gast und haben Moderator Günther Jauch mit ihrem Gebabbel ordentlich auf Trab gehalten. Heidi Jung (links) und ihre Zwillingsschwester Christel Lenk waren in der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ zu Gast und haben Moderator Günther Jauch mit ihrem Gebabbel ordentlich auf Trab gehalten.
Frankfurt. 

„Wie schee, mir sitze uff dem Stuhl.“ Das war einer der ersten Sätze, im schönsten hessisch gebabbelt, die man am Montagabend beim Zwillingsspezial der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ von Heidi Jung gehört hat. Zuvor hatte sie noch schnell beherzt den verdutzt dreinschauenden Moderator Günther Jauch umarmt. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Christel Lenk hatte es die Oberräderin auf den heiß begehrten Stuhl geschafft. Sie konnten die Silben Kudd-el-mud-del schneller in die richtige Reihenfolge bringen als die anderen Kandidaten.

Überraschende Geburt

Während der Show hielten die beiden Frauen Günther Jauch mit ihrem Gebabbel ordentlich auf Trab. Mit lockerem Zungenschlag erzählten sie ihm viele Anekdoten aus ihrem Leben. Etwa, dass man vor der Geburt von Heidi Jung und Christel Lenk gar nicht wusste, dass da Zwillinge unterwegs waren. „Von mir hat niemand etwas gewusst“, erzählte Christel Lenk. Für sie habe es weder einen Namen noch ein Bettchen oder Strampler gegeben. „Aber ich hab mich ja doch gut entwickelt.“ Da wollte Jauch nicht widersprechen. Zudem erzählten die Zwillinge, dass sie Schlagerfans sind, Andreas Gabalier und Helene Fischer mögen und gerne auf Dieter-Thomas-Kuhn-Konzerte gehen. Ihre offene und lustige Art unterhielt nicht nur den Moderator, sondern auch viele Fernsehzuschauer. „Ihr seid besser als Badesalz“, haben die Zwillinge seit Montagabend schon oft gehört.

Mit der Teilnahme bei der RTL-Quizshow ist für Heidi Jung ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, wie sie selbst sagt. „Ich habe mich schon oft beworben, endlich hat es geklappt“, erzählt die Oberräderin einen Tag nach der Ausstrahlung der aufgezeichneten Show. „Das Gefühl, auf dem Stuhl Platz nehmen zu können, war schöner, als der Gewinn selbst.“ Dass sie das auch noch mit ihrer Zwillingsschwester gemeinsam erleben konnte, machte das Ganze natürlich noch besser, gehen die beiden Frauen doch seit ihrer Geburt durch dick und dünn.

So war Christel Lenk auch an der Seite von Heidi Jung, als diese im vergangenen November während einer Kreuzfahrt in der Karibik ins Krankenhaus musste. „Wir wollten auf den Cayman Inseln mit Rochen schnorcheln gehen. Leider war das Wasser zu niedrig, als ich aus dem Boot hineingesprungen bin“, sagt Jung. Das Ergebnis: Bruch des Sprunggelenks. Eine Operation folgte – allerdings in Deutschland. Seitdem humpelt Jung mit Krücken durchs Leben.

In Frankfurt gilt Heidi Jung als Tomaten-Königin, wird gerne auch einfach nur „Tomaten-Heidi“ genannt. Denn in ihren Gewächshäusern in Oberrad züchtet sie 147 Sorten und verkauft unter anderem auf dem Offenbacher Wochenmarkt – „dem schönsten Hessens“, wie die Schwestern sagen.

Ist Heidi Jung nicht am Fuß verletzt, steht sie dort auch selbst am Stand und verkauft die Tomaten. Doch das geht derzeit nicht. Auch am Tag nach der Ausstrahlung der Quizsendung nicht. „Wie gerne wäre ich jetzt dort und würde allen von dem Fernsehauftritt erzählen“, berichtet Heidi Jung. „Aber man hat mich zum Babysitten verdonnert. Jetzt sitze ich hier mit meinem Enkel und kann meinen Emotionen gar nicht freien Lauf lassen.“

Der Ruf der Karibik

Dabei hätte sie doch so viel zu erzählen. Vier Wochen lang durfte sie ja niemandem etwas verraten, was ihr extrem schwer fiel. RTL verpflichtet seine Kandidaten zur Verschwiegenheit, der Sender nimmt vier Wochen vor der Ausstrahlung auf. Bei der letzten Frage, bei der es um 64 000 Euro ging, wollte Heidi Jung eigentlich zocken. Es ging um die Frage, wer eine rote Mütze auf seinen grünen Haaren trägt: Bob der Baumeister, der Grüffelo, der Wassermann oder das Sams. Heidi Jung wollte Wassermann nehmen, obwohl sie keine Ahnung hatte. „Aber dann hat Günther Jauch gesagt: ,Sie spielen hier um echtes Geld.‘ Da haben wir dann lieber aufgehört.“ Die Pointe: Wassermann wäre richtig gewesen.

„Mit den 32 000 Euro sind wir aber sehr glücklich“, sagt Jung. „Das ist eine Summe, die einem jeder gönnt und niemand neidet.“ Von dem Geld würde die Gärtnerin gerne noch mal in die Karibik fliegen und den vermasselten Urlaub vom vergangene Jahr nachholen – natürlich mit ihrer Schwester.

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