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Gehwiege wieder aufgerissen: Offenbacher Landstraße: Eine Baustelle, die nicht enden will

Ein Jahr lang war die Offenbacher Landstraße Baustelle – im Juli feierten die Oberräder schon das Ende der Durststrecke. Jetzt stehen schon wieder Absperrbarken am Straßenrand.
Auf der Offenbacher Landstraße werden die Bürgersteige zwischen Seeheimer Straße und Hansenweg erneuert. Foto: Holger Menzel (Holger Menzel) Auf der Offenbacher Landstraße werden die Bürgersteige zwischen Seeheimer Straße und Hansenweg erneuert.
Oberrad. 

„Ich kann es nicht mehr sehen,“ sagt Ewa Mokrzycka vom „Zauberblumen“-Geschäft an der Offenbacher Landstraße. Unter der Baustelle vor ihrem Laden hat sie lang genug gelitten, ganz zu schweigen von der ausbleibenden Kundschaft in den langen, heißen Sommerferien. Die Läden mussten zum Teil große Umsatzeinbußen hinnehmen. Jetzt wird etwa hundert Meter weiter in Richtung Stadt schon wieder der Bürgersteig aufgerissen. Die rotweißen Barken stehen warnend am Straßenrand, formen Gänge für die Fußgänger.

Unnötiger Mehraufwand

Der Ortsvorsteher des Ortsbeirats 5 (Sachsenhausen, Niederrad, Oberrad), Christian Becker (CDU), regt sich darüber auf, dass die erneute Bauphase nicht besser geplant worden war. „Schon 2013, als die Pläne zur Sanierung der Offenbacher Landstraße dem Ortsbeirat vorgestellt wurden, hatte dieser moniert, dass der Bürgersteig zwischen dem 1. und 2. Bauabschnitt nicht komplett saniert, sondern das alte Pflaster erhalten bleiben sollte“, berichtet er. Daraufhin habe der Ortsbeirat einen Antrag eingereicht, dass auch der zweite Bauabschnitt miteinbezogen wird. Das Ansinnen sei vom damaligen Verkehrsdezernenten Stefan Majer (Grüne) aber abgelehnt worden.

Der aktuelle Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) billigte die Sanierung der Bürgersteige im Nachhinein dann doch, für die Teilstrecke zwischen Seeheimer Straße und Hansenweg.

Schmerzgrenze erreicht

Hätte man der Meinung und der Ortskenntnis des Ortsbeirats vertraut, hätte „die Belastung für die Anwohner, aber auch der verwaltungstechnische und finanzielle Mehraufwand vermieden werden können“, sagt Christian Becker. Die Arbeiten sind jetzt in vollem Gang, gestern wurden an der Nordseite Ecke Seeheimer Straße die neuen Gehwegplatten angebracht. Bis Mitte September soll alles fertig sein. Becker wünscht sich, dass dieser Termin auch eingehalten wird: „Die Schmerzgrenze für die Bürger ist schon überstrapaziert“, warnt er.

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