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Busse ersetzen Straßenbahnen: Offenbacher Landstraße wird ab April saniert

Rund 100 Bürger kamen, um sich über die Sanierungsmaßnahmen der Offenbacher Landstraße zu informieren. Über ein dreiviertel Jahr lang wird dort gebaut.
Von April bis zum Februar nächsten Jahres wird die Offenbacher Landstraße in Oberrad saniert. Foto: Michael Faust Von April bis zum Februar nächsten Jahres wird die Offenbacher Landstraße in Oberrad saniert.
Oberrad. 

Zwischen Sorge und Erleichterung schwankt die Stimmung im prall gefüllten Raum der Saalbau Oberrad, wo sich mehr als 100 Oberräder einfanden. Michael Wejwoda und Michaela Kraft vom Amt für Straßenbau und Erschließung sowie Torsten Jordan von der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) stellten den Ablauf der Sanierung der Offenbacher Landstraße zwischen Scheerengasse und Buchrainplatz vor. 43 Wochen lang wird ab dem 24. April gebaut, 40 Wochen lang gibt es Schienenersatzverkehr mit Bussen. Mehr als 10 Millionen Euro werden investiert, bis Februar 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Einschränkungen

Mit Sorge nehmen es die Bürger auf, dass die Straßenbahnlinien 15, 16 und 18 auf der Strecke durch Busse ersetzt werden. „Das kann doch nicht funktionieren. Es ist ohnehin überall Stau, auch durch den Umbau am Kaiserleikreisel. Unsere Kinder werden niemals pünktlich zur Schule kommen, weil die Busse nicht durchkommen werden“, sagt eine Frau und bekommt Applaus. Jordan beruft sich auf Gelenkbusse. „Da passen bis zu 150 Leute rein.“ Diese würden via Wehrstraße zur Gerbermühlstraße in Richtung Südbahnhof fahren. Die Arbeiten am Kaiserleikreisel kommentiert er nicht. Es wird erklärt, dass der Quartiersbus 81 nicht fahren wird, der Bus 82 aber über Goldbergweg und Balduinstraße. Ab da führe auch die Straßenbahnlinie 16 nach Ginnheim. Weitere Quartierbusse seien nicht aufzutreiben, so Jordan.

„Wir versuchen, alles so störungsfrei wie möglich zu machen“, beruhigt Wejwoda. Die Arbeiten beinhalten mehrere Pakete: Die Fahrbahn erhält leiseren Asphalt, die Gleise werden erneuert und in die Mitte der Straße verlegt, die Haltestelle Bleiweißstraße wird barrierefrei umgebaut und leicht versetzt, die Stromtrassen laufen künftig über neue Masten und nicht mehr über die Häuser, Telekommunikationsleitungen, Strom, Gas und Wasser werden erneuert. Dazu kommen 13 Bäume, und Radschutzstreifen. Die ohnehin knappen Parkplätze werden noch weniger. Statt jetzt 104 werden es nur noch 89 sein.

Zweifel an der Bauzeit

Ihren Zweifeln machen die Bürger Luft. Die Bauzeiten halten sie für unglaubwürdig. „Ihr Plan ist ganz schön ambitioniert. Den glaube ich nicht. Der Bau an der Balduinstraße hat bereits 13 Monate lang gedauert.“ Als „blauäugig“ und „realitätsfremd“ wird auch die Einschätzung der Stadt zum Durchgangsverkehr bezeichnet. Ebenso wie die Planung des Radweges. „Stellen Sie sich doch mal da hin. Von zwölf Radlern fahren elf auf dem Trottoir, nur einer auf dem Radweg.“ Auf die Frage, ob es wegen der Bauzeit vereinbarte Vertragsstrafen mit der Baufirma gebe, wenn sie sich verzögere, antwortet Wejwoda: „Das ist nicht vorgesehen.“ Es sei ja nicht nur eine Firma, sondern eine Vielzahl, da könne man unvorhergesehene Umstände nicht einem zuordnen. Kraft fügt hinzu: „Wir machen eine Bauüberwachung. Und wir haben Regelungen und Möglichkeiten, die wir nutzen können.“

Auch auf die Sorgen der Bürger werde eingegangen. Mit rechtzeitigen Informationen, was wann wo geschieht, mit Broschüren, mit einer Infobox vor Ort, die an zwei Stunden pro Woche besetzt werde und mit einer telefonischen Hotline, deren Nummer am 25. März bekanntgegeben werden soll.

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