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Oka Nikolov auf der Kulturparade

Von Fernöstliche Neujahrstänze, lateinamerikanischer Karneval, feurige afrikanische Trommelrhythmen und anfeuernde Cheerleaders: Bei der achten Parade der Kulturen ging es am Wochenende multikulturell, respektvoll und im Zeichen der Europameisterschaft auch sportlich zu.
Eintracht-Star Oka Nikolov gefällt‘s. Eintracht-Star Oka Nikolov gefällt‘s.
Frankfurt. 

Während auf dem Rossmarkt bereits der Drachen tobt, steigt am Römer die Spannung auf Tanz und Musik: Viele der 70 000 Besucher in der Innenstadt tragen am Samstag noch die Freude über das erfolgreiche Viertelfinale der Deutschen Elf im Herzen, das ohne die multikulturelle Vielfalt der deutschen Fußballer undenkbar wäre: "Sami Khedira und Miroslav Klose waren doch unsere Männer des Abends!", ruft die Sportdezernentin und Schirmherrin Daniela Birkenfeld begeistert in die Menge.

Schließlich hat Frankfurt mit dem zweiten Schirmherr Oka Nikolov zugleich einen Eintracht-Kicker mazedonischer Herkunft. Nikolov ist bei der Parade überall gefragt, ob auf der Bühne oder bei den über 300 Autogrammjägern. "Für mich sind Toleranz und Freundschaft der Nationen so selbstverständlich, dass ich darüber eigentlich gar nicht nachdenken muss", betont er. Dass die diesjährige Parade mit 1600 Teilnehmern aus 100 Kulturkreisen ganz im Zeichen des Respekts steht, spürt man derweil auch am Mainufer auf dem Markt der Möglichkeiten: Hier machen sich die Recken des Verteidigungssports Ving Chun warm, um ein klares Zeichen zu setzen: Selbst der Gegner erfährt Respekt, sei es im Wett- oder Abwehrkampf.

Bunte Trachtengruppen

Während sich der Lindwurm mit chinesischen, malaiischen und indonesischen Trachtengruppen durch die Braubachstraße schlängelt, wirbeln die temperamentvollen Tänzerinnen des sizilianischen Frauen- und Familienvereins an der Tribüne vorbei, zeigen eindrucksvoll, warum ihr "Girandola" auf Deutsch "Feuerrad" heißt. Der Auftakt für die Jury mit Vertretern wie Roland Frischkorn von der ABG Holding und Kulturredakteurin Heidi Zehentner, die sich auch vom Klatschen des Publikums inspirieren lässt: "Tolle Parade, die mich sehr anspricht, denn ich habe einen oberbayerischen Migrationshintergrund."

Auch die heimischen Frankfurter Vereine und Schulen bieten inzwischen viel internationale und integrative Kultur: So rocken der Karnevalverein "Die Spinner", die Paul-Hindemith-Schule und die Jugendfeuerwehr den Römer mit Techno, Beat und Martinshorn: In diesen Institutionen sind über 50 Nationen und mehr als 500 auch behinderte Jugendliche vertreten.

Viel Phantasie

Besonders viel Phantasie zeigt die Deutsche Jugend Russland mit einer Kombination aus Babyrock und heimischer Folklore und wird dafür als beste Jugendgruppe prämiert. Polynesische Blumenmädchen wirbeln mit ihren Girlanden, erstmals zeigen madegassische Jugendliche von Tamora Malagasy Tanzkunst von der Insel der Lemuren.

Nach dem farbenfrohen Karnevalsumzug der bolivianischen erstplatzierten Gruppe Puerta del Sol zieht es die Hungrigen an den Main, wo sich indische, afrikanische und osteuropäische Düfte vermischen. Dort freut sich der neue Verein "Wir sind Ukrainer" über den Ansturm auf die Krautrouladen: "Wir haben den Fußball, die schönsten Frauen und beim nächsten Mal auch eine eigene Tanzgruppe", erklärt Nadija Vojcuk selbstbewusst.

Nach Angaben der Veranstalter wurde der bunte Umzug unter dem Motto "Respekt!" von rund 70 000 Zuschauern entlang der Straßen begleitet.

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