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Kommentar: Oper und Schauspiel: Angst und Schrecken in der Stadtpolitik

Von In Frankfurt macht das Phantom von Oper und Schauspiel den Stadtpolitikern Angst. Das Phantom ist die bevorstehende Sanierung des Gebäudes über deren Kosten man noch nichts Genaues weiß. Spekuliert wird trotzdem.
Foto: Daniel Reinhardt (dpa)

In Andrew Lloyd Webbers berühmten Musical "Das Phantom der Oper" lebt in den dunklen Katakomben der riesigen Pariser Oper ein Phantom. Durch Gewalt und Erpressung verbreitet es Angst und Schrecken. In Frankfurt jagt das Phantom von Oper und Schauspiel den Stadtpolitikern Angst ein. Das Phantom ist die bevorstehende Sanierung des Gebäudes am Willy-Brandt-Platz über deren Kosten man noch nichts Genaues weiß. Spekuliert wird trotzdem. Genannt werden Beträge zwischen 180 und 400 Millionen Euro.

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Thomas Remlein
Das ist selbst für eine so reiche Stadt wie Frankfurt viel, viel Geld. Oper und Schauspiel ähneln den Dombauhütten, die ständig mit der Sanierung gotischer Sakralbauten wie dem Straßburger Münster beschäftigt sind. Die Arbeit endet nie.

Für den Neubau der Theater-Werkstätten wurden insgesamt 60 Millionen Euro fällig, zwei Mal mussten die Stadtverordneten Mehrkostenvorlagen in der achtjährigen Bauzeit zustimmen.

Was kostet dann erst die Komplettsanierung oder ein Neubau von Schauspiel und Oper? Und wie lange wird das Projekt dauern? Egal, ob der Abriss und Neubau am bisherigen Standort oder die Sanierung im Bestand erfolgt: Beides scheint nach den Erfahrungen mit dem Neubau der Werkstätten unkalkulierbar. Das Phantom ungewisser Kosten wird in beiden Fällen die Stadtpolitiker quälen.

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<br><br>Wir nehmen das zum Anlass für eine Zeitreise und zeigen historische Aufnahmen von Frankfurts Schauspielhaus vor seiner Zerstörung, Fotos von der Alten Oper nach dem Krieg sowie Bilder vom Opernbrand von 1987.In all seiner Pracht: Diese Aufnahme aus dem Jahr 1929 zeigt das Frankfurter Schauspielhaus mit seiner Jugendstilfassade von 1902, davor das Bismarckdenkmal.1782 eröffnete das erste Schauspielhaus Frankfurts. Das "Comoedienhaus" stand seinerzeit am heutigen Rathenauplatz.
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