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Gastro-Kolumne: Orient-Feeling im „Levante“

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Hoteldirektorin Karina Ansos und Koch Mohammed Agouni lieben ihr Restaurant „Levante“ im Kempinski Gravenbruch. Foto: Heike Lyding Hoteldirektorin Karina Ansos und Koch Mohammed Agouni lieben ihr Restaurant „Levante“ im Kempinski Gravenbruch.

Wer die Mezzeh mit geschlossenen Augen genießt, fühlt sich ans östliche Mittelmeer versetzt. Wer sie wieder öffnet, blickt auf den kleinen See, an den eine der schönsten Terrassen des Rhein-Main-Gebiets grenzt. Sie gehört zum „Levante“ , dem libanesischen Restaurant im Kempinski Hotel Frankfurt. Mit dem Neuzugang, der vor zwei Wochen an den Start gegangen ist, hat das Fünf-Sterne-Haus in Gravenbruch sein ohnehin breites Angebot erweitert. „Ein Lokal, das unsere arabischen Gäste anspricht, fehlte bis dahin in unserem Portfolio“, sagt Hotelmanagerin Karina Ansos.

Im mittlerweile fünften Restaurant des Kempinski steht aber nicht nur Libanesisches auf der Speisekarte. Es handelt sich vielmehr um Kostproben aus der gesamten Levante, dazu zählen etwa auch Syrien, Israel und Jordanien. Außerdem lassen sich noch andere orientalische Geschmackswelten entdecken. Schließlich umfasst das kulinarische Konzept wechselnde Gastköche, die aus Schwesterbetrieben etwa in Dubai, Akabar und Ajman anreisen und vier bis sechs Wochen bleiben. „Dadurch können wir ein abwechslungsreiches und authentisches Angebot gewährleisten“, erklärt Ansos.

Den Anfang macht Mahmoud Alquam, Chef de Partie im Kempinski Hotel Mall of the Emirates in Dubai. Während seiner Stippvisite in Deutschland arbeitet er für Mohamed Agouni. Der marokkanische Chefkoch des „Levante“ ist in der arabischen Küche quasi zu Hause, hat seine Ausbildung allerdings im Frankfurter Interconti absolviert. Seine Lehr- und Wanderjahre führten ihn zuerst in die Schweiz, unter anderem ins Grandhotel Giessbach am Brienzersee. Und wohin verschlug es ihn nach seiner Rückkehr in die Mainmetropole? „In die ,Frankfurter Botschaft’ am Westhafen. Dort erhielt ich den Souschef-Posten“.

Im „Levante“ trägt er nun selbst die Verantwortung und hat eine vielfältige Auswahl mit kalten und warmen Mezzeh (kleinen Gerichten) sowie Suppen, Hauptspeisen und Desserts zusammengestellt. Orient-Feeling können sich Gäste etwa mit Muhammara, Hummus und Falafel verschaffen: mild-aromatischer Paprika-Walnuss-Paste (8 Euro), Kichererbsencrème und Kichererbsenbällchen (jeweils 7 Euro). Letztere würzt Agouni mit Petersilie, Kreuzkümmel und schwarzem Sesam, bevor er sie außen knusprig und innen saftig serviert. „Die Kräuter stammen zum Teil aus dem kleinen Garten hinter der ,Torschänke’. Dort pflanzen wir auch Koriander, Salbei und Thymian an.“ In die übrigen Mezzeh lässt sich frisch gebackenes Fladenbrot aus hellem und dunklem Teig dippen.

Damit sollte man sich aber etwas zurückhalten, denn um das Hauptgericht wäre es wirklich schade. Das können besonders die Gäste verstehen, die das „Signature Dish“ bestellen: Die butterzart geschmorte Lammstelze samt Süßkartoffelstampf, der mit Pistazien verfeinert ist, sowie Artischocken und Oliven-Sauce (26 Euro) gehört zu den Leibspeisen des Küchenchefs. „Ich bin damit aufgewachsen und liebe das Gericht bis heute“, erzählt Agouni. Bei der fein abgestimmten Aromenkombination verständlich.

Zum „Signature Dish“ einen „Signature Drink“? Die Variante ohne Alkohol nennt sich „Levante Mint“ (6,50 Euro), besteht aus Apfelsaft, Honig und Minze und schmeckt. Hochprozentig präsentiert sich der „Earl of Flowers“ mit Wodka, Earl Grey Tea und Ananas (12 Euro). Weinfans finden eine kleine, feine Kollektion mit über 30 Erzeugnissen, inklusive fünf offenen Roten und fünf offenen Weißen. Der Sauvignon Blanc von Wohlmuth (1 l für 7 Euro), einem Spitzenwinzer im Süden der Steiermark, empfiehlt sich durch seine ausgeprägte Würze.

Natürlich braucht es dafür einen entsprechenden Gastraum. Die Innenarchitekten von Designers House Frankfurt waren schon für den Umbau des Hotels zuständig und haben das „Levante“ gestaltet. Um das gewünschte orientalische Ambiente zu kreieren, ließen sie die Decke mit Blattgold belegen. Hinzu kamen eine Ornament- Tapete und eigens aus Marokko importierte Messinglampen – alles sehr geschmackvoll. Bei schönem Wetter ist die Seeterrasse mit Blick auf die Fontänen unschlagbar.

Levante im Kempinski Hotel

Gravenbruch, Graf-zu-Ysenburg-und-Büdingen-Platz 1, Tel. (069) 38 98 80, www.kempinski.com, Mo–Di / Fr 18–22.30, Sa / So 12–14.30 + 18–22.30 Uhr, Mi / Do Ruhetag, Sitzplätze: 30 innen / 60 außen, Küche: libanesisch

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