Otto-Hahn-Preis für Chemiker Manfred Reetz

Der mit 50 000 Euro dotierte Otto-Hahn-Preis geht an den Chemiker Manfred Reetz. Der Direktor der Abteilung für Organische Synthese am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr wird wegen
versenden drucken
Frankfurt. 

Der mit 50 000 Euro dotierte Otto-Hahn-Preis geht an den Chemiker Manfred Reetz. Der Direktor der Abteilung für Organische Synthese am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr wird wegen zahlreicher wichtiger Entwicklungen ausgezeichnet, wie die Stadt Frankfurt am Montag mitteilte. Reetz sei einer der bedeutendsten deutschen Chemiker und in seinem Fachgebiet auch international führend. Er sei eine Forscherpersönlichkeit mit breitesten Interessen und unbändiger wissenschaftlicher Neugierde, ein wissenschaftlicher Visionär und zudem ein engagierter Mentor des wissenschaftlichen Nachwuchses, heißt es in der Begründung.

Der Preis wird gemeinsam von der Stadt, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) verliehen und am 22. November in der Frankfurter Paulskirche übergeben. Der Nobelpreisträger Otto Hahn (1879-1968), der als Vater der Kernspaltung gilt, wurde in Frankfurt geboren.

Als herausragend gelten Reetz' Arbeiten insbesondere auf dem Gebiet der Katalyse, also bei chemischen Reaktionen, bei denen Katalysatoren zum Einsatz kommen. Seit einigen Jahren befasst sich Reetz damit, die Molekularbiologie in die synthetische organische Chemie einzubringen; sein Arbeitsgebiet wird als "Chemische Evolution im Reagenzglas" bezeichnet.

Der 1943 in Hirschberg/Schlesien geborene Reetz studierte Chemie in den USA, bevor er an der Universität Göttingen promovierte. Er habilitierte sich an der Universität Marburg und wurde 1980 dort auch Professor. Seit 1991 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim. Reetz hat bereits zahlreiche hochrangige Auszeichnungen und Preise erhalten, so den Otto-Bayer-Preis, den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die Hans- Herloff- Inhoffen- Medaille, den Karl-Ziegler-Preis, die Prelog Medaille und den Arthur C. Cope Award. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (2007 bis 2011 Senator der Gesamtsektion Chemie) und war langjähriges Mitglied des GDCh-Vorstands.lhe/red

(lhe,red)
versenden drucken
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Mit * gekennzeichnete Felder, sind Pflichtfelder!

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wieviel ist 5 + 1: 




Videos

MEHR AUS Frankfurt

Auszüge aus ihren aktuellen Büchern lasen (v.l.) Torsten Schulz, Angelika Klüssendorf und Mathias Gatza beim Werkstattgespräch in der Berger Bücherstube vor.	Foto: Hamerski
Zwischen Handwerk und Begabung

Bergen-Enkheim. Stadtschreiberin Angelika Klüssendorf lud zum Werkstattgespräch in die Berger Bücherstube. Als ihre Gäste begrüßte sie die Autoren ... mehr

clearing
Wie man einem Patienten die Kompressionsstrümpfe an- und auszieht, demonstriert eine Pflegerin den Auszubildenden. 	Foto: Lietzmann
Halbtags Pflegen lernen

Ginnheim. Berufe in der Pflege sind nicht besonders gut angesehen. Viele Menschen verbinden damit schlechte Bezahlung und harte Arbeitsbedingungen. mehr

clearing
clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2014 Frankfurter Neue Presse