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Gelände des Arboretums: Pfadfinder wollen hier heimisch werden

Von Die Pfadfinder vom Stamme der „Drei Lilien“ suchen seit Jahren nach einem festen Quartier. Nun sind sie fündig geworden. Gerne würden sie sich auf dem Gelände des Arboretums des verstorbenen Oberräder Försters Max Schusser niederlassen. Das Forstamt prüft die Idee.
Wie gemacht für die Bedürfnisse der Pfadfinder ist das Areal an der Buchrainstraße/Ecke Altebergsweg finden Roland Schwarzenfeld (links) und Volker Hartmann. Foto: Leonhard Hamerski Wie gemacht für die Bedürfnisse der Pfadfinder ist das Areal an der Buchrainstraße/Ecke Altebergsweg finden Roland Schwarzenfeld (links) und Volker Hartmann.
Oberrad. 

Versteckt hinter einem mit Efeu bewachsenen Zaun an der Ecke Buchrainstraße/Altebergsweg liegt ein ganz besonderer Ort in Oberrad: Das Arboretum – eine Baumsammlung – des ehemaligen Oberräder Försters Maximilian Schusser, der im April dieses Jahres im Alter von 97 gestorben ist. Max Schusser hat dort in den vergangenen Jahrzehnten Bäume und Sträucher angepflanzt, darunter auch außergewöhnliche und seltene Exemplare wie einen Mammutbaum und einen Ginkgo.

„Wenn ich die ganzen Bäume und Sträucher hier sehe, geht mein Herz auf“, sagt Roland Schwarzenfeld, Vorstand und Mitgründer der Pfadfinder des Stammes „Drei Lilien“. „Ich bin auch ein großer Fan des Palmengartens.“ Während Roland Schwarzenfeld das erzählt, steht er gemeinsam mit Volker Hartmann vom Oberräder Bürgerverein vor dem Gelände des Arboretums. Die Pfadfinder nämlich würden sich gerne auf dem Eckgrundstück niederlassen. Seit Jahren sucht der Verein ein festes Quartier.

Etwas wachsen sehen

„Wir brauchen endlich eine Bleibe“, sagt Roland Schwarzenfeld. Jede Tour, jeder Ausflug in den Wald, sei mit viel Organisationsarbeit verbunden. Die Zelte, die bei den Pfadfindern Jurten heißen, müssen Schwarzenfeld und seine Vereinskollegen in mehreren privaten Kellern lagern. Sie müssen dort abgeholt, im Wald aufgebaut, wieder abgebaut und wieder in überall im Stadtteil verstreuten Kellern verstaut werden.

„Zudem würden die Kinder auch gerne mal etwas wachsen sehen, etwas gestalten, an Dingen beim nächsten Treffen weiterarbeiten“, sagt Schwarzenfeld. Ohne Quartier, ohne Grundstück gehe das aber nicht. „Kinder sind aber so begeistert, wenn etwas ihnen gehört, wenn sie etwas haben, an dem sie weiterarbeiten können“, meint Schwarzenfeld. Das Arboretum und die benachbarten freien Grundstücke würden sich optimal dafür eignen. „Das Areal ist ausreichend groß“, schwärmt Schwarzenfeld. Außerdem befinde sich das Grundstück sowohl nah am Wald als auch nah am Stadtteil. Man hätte dort Platz, um die Jurten aufzubauen, feste Feuerstellen einzurichten und möglicherweise auch eine kleine Hütte für die Materialien aufzubauen. „Das Arboretum würden wir aber selbstverständlich nicht antasten. Das würden wir so lassen, wie es ist. Aus Respekt. Wenn man etwas Schönes hat, macht man es nicht kaputt“, sagt Schwarzenfeld. „Der Ort soll unser Zentrum, unsere Ruhezone werden.“

Idee des Bürgervereins

Die Idee, dass die Pfadfinder doch Interesse an dem Grundstück des Arboretums bekunden sollen, kommt vom Bürgerverein. Nach der Beerdigung von Maximilian Schusser sind die Mitglieder des Bürgervereins gemeinsam mit den anwesenden Förstern an dem Areal vorbeigelaufen, auf dem Weg vom Alten Friedhof zur Trauerfeier in dem benachbarten Waldhotel „Hensel’s Felsenkeller“.

Das Grundstück gehört dem Forstamt. Gemeinsam mit den Förstern habe man darüber diskutiert, was wohl nun damit passieren werde. „Das wäre doch ein tolles Quartier für die Pfadfinder“ sei sofort der Gedanke von Volker Hartmann gewesen.

„Maximilian Schusser war ein Naturfreund und Menschenfreund“, sagt Hartmann. „Er wollten den Menschen die Natur näher bringen. Und was würde da besser passen, als das Grundstück den Pfadfindern zu verpachten? Das wäre in seinem Sinne“, ist sich Hartmann sicher.

Das letzte Wort hat aber natürlich das Forstamt als Eigentümerin. „Die Pfadfinder haben uns schriftlich ihr Interesse an dem Grundstück bekundet“, sagt Tina Baumann vom Stadtforst. „Wir prüfen das noch.“ Mehr könne man derzeit dazu noch nicht sagen. „Wir bitten die Pfadfinder noch um ein wenig Geduld“, sagt Baumann und hofft auf Verständnis.

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