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Aktion in Bornheim: Pflanzaktion lässt Bernem aufblühen

Von In eine riesengroße Gärtnerei verwandelt sich das Fünffingerplätzchen heute ab 13 Uhr beim Aktionstag „Bornheim blüht auf“.
Marlene Haas, Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen, Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Gewerbervereinschef Franz Steul (v. r.) gossen gemeinsam die eingesetzten Pflanzen. Viele davon wurden gestohlen. Heute wird mit einer erneuten Pflanzaktion der Frühling eingeläutet. Foto: Rainer Rüffer Marlene Haas, Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen, Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Gewerbervereinschef Franz Steul (v. r.) gossen gemeinsam die eingesetzten Pflanzen. Viele davon wurden gestohlen. Heute wird mit einer erneuten Pflanzaktion der Frühling eingeläutet.
Bornheim. 

Die im vergangenen Herbst angelegten grünen Oasen sollen dazu beitragen, die mittlere Berger Straße aufzuwerten. Allerdings hatte niemand damit gerechnet, dass sich einige Menschen nicht an einfachste Regeln halten. Und so war ein Großteil der Pflanzen, die beispielsweise in die Oasen an der Höhenstraße oder vor dem ehemaligen Saturn eingesetzt worden waren, schon wenige Tage später gestohlen. Heute wird mit der Pflanzaktion „Bornheim blüht auf!“ ein erneuter Begrünungsversuch gestartet.

Die dritte Veranstaltung der Reihe „Bornheim ist, was du daraus machst“ greift Vorschläge auf, die Teilnehmer einer Ideenschmiede formuliert hatten: mehr Grün im Stadtteil. Die Bornheimer haben es selbst in der Hand, damit das gelingt. Denn die Stadtteilinitiative „Lust auf Leben – Willkommen in Bornheim“ bittet sie heute ab 13 Uhr zum gemeinsamen Gärtnern, Säen und Begrünen rund um die Oasenbühne am Fünffingerplätzchen. Die Fläche verwandelt sich laut Mitinitiatorin Marlene Haas in eine Gärtnerei mitten in der Stadt.

Pflanzen gedeihen lassen

Mitglieder des Vereins Frankfurter Garten bringen nämlich Setzlinge mit, die Bürger an Ort und Stelle in Töpfe einpflanzen können. „Sie sollen später im Stadtteil verteilt werden. Zunächst sollten die zarten Pflanzen aber zuhause noch etwas wachsen“, sagt Haas mit Blick auf die teils doch noch sehr frostigen Temperaturen. Wenn es dann etwas milder sei, könnten die Pflanzenpaten ihre Blumen oder Sträucher auf die Oasen verteilen. Auch Gastronome und Einzelhändler seien mit beteiligt.

Aus Fehlern gelernt

Durch den partizipativen Charakter der Pflanzaktion erhofft sich Haas, dass sich die Bürger mehr um „ihre“ Pflanzen kümmern und öfter bei den Oasen vorbeischauen. Der Effekt: Die Oasen würden gepflegter aussehen. Das sei nämlich bei der vor der einstigen Saturn-Filiale nicht der Fall gewesen, weshalb sie geräumt werden musste und demnächst wieder vor der Kirchnerschule aufgebaut. „Die Gärtner AG der Grundschule kümmert sich um die Pflege“, sagt Haas und betont: „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt.“

Musik und Sport auf der Bühne

Die Oasenbühne auf dem Fünffingerplätzchen steht Bürgern, Musikern oder aber Theaterensembles an jedem ersten Samstag eines Monats zur Verfügung.

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Eine Anmeldung zum Aktionstag ist nicht nötig. Wer mitmachen will, kann einfach vorbeischauen. Erde, Pflanzen und Samen für weit mehr als 100 Personen sowie Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt. Außerdem basteln die Teilnehmer „Samenbomben“, die wild im Stadtteil verstreut werden und so dazu beitragen, dass es bunt wird.

Die Pflanzaktion auf dem Fünffingerplätzchen ist Teil einer Imagekampagne, mit der der Gewerbeverein Bornheim Mitte Haas’ Agentur Kultpour beauftragt hatte. Ziel ist die Belebung der mittleren Berger Straße. Anlass war das Aus für den Saturn und der daraufhin einsetzende Niedergang der Geschäftsstraße. Die Kampagne mit dem Titel „Lust auf Leben – Willkommen im Stadtteil“ war das Ergebnis. An sogenannten Oasen werden Besuchern beim Flanieren die Besonderheiten und Vorzüge des Stadtteils vorgestellt. Die aus Europaletten zusammengezimmerten Infostände mit Sitzgelegenheiten an der Höhenstraße, an der U-Bahn-Station Bornheim Mitte, vor der Kirchnerschule und am Fünffingerplätzchen werden jeweils von Paten aus dem Stadtteil betreut.

Die variabelste Oase ist die Bühne am Fünffingerplätzchen. Sie steht Musikern, Theatergruppen oder Initiativen an jedem ersten Samstag eines Monats für Aufführungen zur Verfügung. Laut Haas diente die Speaker’s Corner im Londoner Hyde Park als Vorbild. Dort kann jeder nach Lust und Laune einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten. Wer die Bühne am Fünffingerplätzchen nutzen möchte, kann sich per E-Mail an E-info@meder-frankfurt.de beim Gewerbeverein Bornheim Mitte melden oder an Marlene Haas eine E-Mail schicken unter: kontakt@kultpour.de. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt Franz Steul, Vorsitzender des Gewerbevereins Bornheim Mitte, über den Vergabemodus. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Nachfrage größer sei, könnte die Bühne auch im 14-tägigen Rhythmus geöffnet werden oder einfach mehreren Musikern oder Vereinen an einem Tag zur Verfügung gestellt werden.

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