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Fehlende Betreuungsplätze: Platzmangel: Am Riedberg fehlen 200 Kindergartenplätze

Von Betreuungsplätze sind auf dem Riedberg Mangelware. Besonders hart trifft es die Kindergartenkinder – für 200 von ihnen gibt es keinen Platz. Jetzt schaltet sich der Ortsbeirat 12 ein.
In der im Herbst eröffneten Kita Königsblick wäre noch Platz für mehr Kinder – es fehlen jedoch Erzieher. Foto: Jean-Luc Valentin In der im Herbst eröffneten Kita Königsblick wäre noch Platz für mehr Kinder – es fehlen jedoch Erzieher.
Riedberg. 

Es ist ein immer wiederkehrendes Problem zwischen den Oster- und Sommerferien: Eltern klagen über die mangelnden Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Während es in den vergangenen Jahren immer der Mangel an U 3- und Hortplätzen war, der für Beschwerden sorgte, sind es in diesem Jahr vor allem die fehlenden Kindergartenplätze die den Familien Bauchschmerzen bereiten.

Dass dieses Gefühl berechtigt ist, kann die Stadt mit aktuellen Zahlen belegen. „Die größte Lücke gibt es in diesem Jahr bei den Kindergartenplätzen“, bestätigt Sabrina Mannebach, die Sprecherin der Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). 1167 Kinder zwischen drei und sechs Jahren leben danach derzeit in Frankfurts jüngstem Stadtteil – dem gegenüber stehen jedoch lediglich 967 Plätze. Das macht ein Minus von 200 Plätzen, die Abdeckung liegt bei nur 83 Prozent. Obwohl diese eigentlich bei 100 Prozent liegen müsste, denn es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Schnelle Lösung

Wegen dieser Zahlen hat sich nun auch der Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) eingeschaltet. Anträge der CDU- und der SPD-Fraktion, die den Rechtsanspruch auf einen Kindergarten-Platz sowie eine zeitnahe Lösung fordern, wurden einstimmig verabschiedet.

Es ist aber nicht nur die Betreuung der Kindergartenkinder, die unrund läuft. Mit einer Abdeckung von nur 46 Prozent, gibt es auch zu wenige Krippenplätze. „Es gibt auf dem Riedberg 960 Kinder unter drei Jahren und 491 Krippenplätze. Politisches Ziel ist eine Abdeckung von 53 Prozent“, sieht Mannebach Luft nach oben.

Bei den Hortplätzen, der Betreuung der Grundschulkinder zwischen sechs und zehn Jahren, wird der Riedberg mit seinem Nachbarstadtteil Kalbach zusammengefasst. 1180 Schüler besuchen die drei Grundschulen: zwei auf dem Riedberg und eine in Kalbach. 606 dieser Kinder haben einen Platz im Hort oder sind in der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB). Damit sind 51 Prozent der Kinder versorgt. Von der Stadt angestrebt wird jedoch eine Quote von 65 Prozent.

Als Grund für die alljährlich fehlenden Plätze sieht das Bildungsdezernat das Wachstum im Stadtteil. 380 Kinder zwischen drei und sechs Jahren mehr als prognostiziert lebten 2016 in Frankfurt, alleine 100 davon auf dem Riedberg. „Die Betreuungssituation ist schwierig, Stadt und Träger laufen den schnell steigenden Kinderzahlen mit ihren Angeboten immer hinterher“, erklärt Mannebach.

Keine Erzieher

Zwölf Kindertagesstätten gibt es derzeit auf dem Riedberg, das jüngste Gebäude wurde im Herbst eröffnet: Die Kita „Königsblick“ verließ ihr Provisorium und bezog ihr neues Heim im Quartier „Universität“. Dort gibt es noch freie Plätze – 30 insgesamt. Doch eine neue Gruppe eingerichtet werden kann in der Kita trotzdem nicht, weil die Erzieherinnen fehlen, wie Eltern in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates berichteten.

Im städtischen Bildungsdezernat ist man sich der Not der Familien auf dem Riedberg durchaus bewusst, versichert Sabrina Mannebach und verspricht eine zeitnahe Abhilfe. Im Jahr 2018 soll die Kita „Westflügel“ eröffnen, 63 Kindergartenkindern sollen dann dort betreut werden. Dies wäre dann die 13. Kita im Stadtteil.

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