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Eintracht-Fans beim Pokalfinale: Pokalfinale: Es gibt noch Betten in Berlin

Mega-Wochenende in Berlin: Die Hauptstadt wird am 27. Mai, wenn die Eintracht dort im Pokalfinale spielt, noch voller sein als sonst: Denn auch zum Kirchentag pilgern Hunderttausende. Ist da noch irgendwo ein Bett für Kurzentschlossene frei?
Eintracht-Fans feiern beim Pokale-Finale 2006 am Berliner Kurfürstendamm. Foto: Heiko Rhode Eintracht-Fans feiern beim Pokale-Finale 2006 am Berliner Kurfürstendamm.
Frankfurt. 

„Wir sind da immer sehr gut organisiert.“ Ina Kobuschinski ist 1. Vorsitzende des Eintracht-Frankfurt-Fanclubverbands. Zwischen 8000 und 10 000 Mitglieder feuern ihre Mannschaft an, wenn die Eintracht am 27. Mai im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund antreten muss, sagt die Fachfrau zu Eintracht-Fragen. Und wo schlafen die alle? „Wenn es um die Übernachtungen bei solchen Spielen geht, sind die alle ganz fit.“ Sprich: Man sucht und bucht im Umland, „da gibt es noch freie Hotelzimmer.“

Schaut man auf die einschlägigen Buchungsseiten, scheinen aber auch in Orten wie Ludwigsfelde oder Oranienburg vor den Toren Berlins mittlerweile schon alle Hotels restlos ausgebucht zu sein. Jedenfalls die bezahlbaren unter 160 Euro pro Nacht. „Unsere Leute haben noch etwas gefunden, da muss man einfach kreativer sein oder für etwas Zentrales mehr bezahlen.“ Sie selbst mache einfach die Nacht durch, meint Ina Kobuschinski: „Da wir eh Pokalsieger werden, wird dann die ganze Nacht gefeiert.“

Ansturm zu Himmelfahrt

Nicht nur wegen des Pokalfinales im Berliner Olympiastadion erwartet die Hauptstadt einen Ansturm von Touristen. Es ist ein verlängertes Wochenende mit dem Feiertag (Christi Himmelfahrt) am 25. Mai. Und parallel zum Pokalfinale läuft mit dem Evangelischen Kirchentag (24. bis 28. Mai) inklusive Besuch und Auftritt von Ex-US-Präsident Barack Obama eine weitere Massenveranstaltung. Rund 140 000 Besucher werden beim Kirchentag zum Reformationsjubiläum erwartet. Viele Feiertagsausflügler nutzen den Brückentag nach Christi Himmelfahrt zudem für einen Städtetrip.

Christian Tänzler vom Tourismus-Portal Visit Berlin sagt: „Wir rechnen damit, dass an dem langen Wochenende zwei Millionen Touristen hier sein werden.“ Er gehe von Donnerstag bis Sonntag täglich von etwa 500 000 Berlin-Besuchern aus. Das stecke Berlin als größte deutsche Stadt gut weg. Er rät Kurzentschlossenen allerdings auch „dringend, preislich oder örtlich flexibel zu sein.“

Mindestens 90 Prozent der Hotelbetten in der Hauptstadt seien belegt, schätzt Tänzler. Die Monate Mai und Juni gehörten ohnehin schon immer zu den buchungsstärksten Monaten eines Jahres. Für Eintracht-Fans heißt das eben: Wer jetzt noch eine Unterkunft braucht, muss tiefer in die Tasche greifen. „Man muss kompromissbereit beim Preis und bei der Lage sein.“ Er rät, sich so schnell wie möglich eine Unterkunft zu besorgen.

Auch bei dem Privatzimmer-Portal Airbnb haben die Preise etwas angezogen – doch hier sind mit etwas Glück derzeit noch ein paar wenige bezahlbare Zimmer zu haben, selbst in zentralen Bezirken der Stadt. Doch Achtung: „Nur ein Prozent der Unterkünfte sind an diesen Reisedaten noch verfügbar“, warnt die Plattform am Mittwochnachmittag bei Eingabe der Reisedaten.

Wer idyllisch im Zelt am See übernachten möchte, kann noch auf Campingplätzen am östlichen Stadtrand Glück haben. Auf dem Campingplatz Flakensee etwa bei Familie Staschinski ist immer ein Fleckchen für Spontanurlauber frei. „Bei einem Zelt kann man ja einfach mal enger stellen. Wir hatten für das Himmelfahrtswochenende auch schon einige Anfragen von Fußballfans, selbst aus dem Ausland“, sagt Frau Staschinski.

Anreise per Bahn

Und wer schließlich noch ein Plätzchen zum Schlafen gefunden hat, dem stellt sich nun die Frage: Wie überhaupt von Frankfurt nach Berlin kommen?

Die Bahn hat noch Tickets ab rund 80 Euro pro Strecke im Angebot. Beim Fernbus ist man ab 25 Euro dabei, allerdings droht hier akute Staugefahr.

Da sich die Menschenmassen mit ihren Rucksäcken und Rollkoffern auch durch die Stadt bewegen müssen, hat sich Berlin darauf eingestellt, 200 000 zusätzliche Fahrgäste pro Tag zu befördern. BVG und
S-Bahn haben längere Züge im Einsatz, die Taktfrequenz erhöht und die Betriebszeiten erweitert. Speziell zum Pokalfinale werden auf der U2 auch Sonderzüge eingesetzt.

Ina Kobuschinski vom Eintracht-Frankfurt-Fanclubverband ist optimistisch: Sie will nach durchfeierter Nacht morgens um 6 Uhr zurück nach Frankfurt düsen, um die Eintracht-Spieler dann als Sieger pünktlich auf dem Römer zu feiern.

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