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Nach nächtlichen Übergriffen in Frankfurt: Polizei hält Präsenz rings um die Konstablerwache für ausreichend

Von Die grüne Sicherheitspolitikerin Jessica Purkhardt ist in der östlichen Innenstadt allein in diesem Jahr drei Mal bedrängt worden. Sie plädiert für eine verstärkte Polizeipräsenz in Wochenendnächten. Die Polizei sieht dafür keine Notwendigkeit.
Frankfurt, Konstablerwache. 21. August 2017. Foto: Michael Faust Frankfurt, Konstablerwache. 21. August 2017.
Frankfurt. 

Nach Bekanntwerden dreier nächtlicher Übergriffe auf die grüne Sicherheitspolitikerin Jessica Purkhardt in der östlichen Innenstadt sieht die Frankfurter Polizei keine Notwendigkeit einer erhöhten Polizeipräsenz in Wochenendnächten. Purkhardt hatte einen entsprechenden Vorschlag gemacht und auf die Zusatzkräfte im Sachsenhäuser Kneipenviertel verwiesen.

Polizeisprecherin Chantal Emch sagte dazu, dass die Polizei von Januar bis August 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum „keine signifikante Steigerung der Zahlen“ bei Trickdiebstählen und sexuellen Übergriffen festgestellt habe. Beim Trickdiebstahl sei sogar „ein Rückgang um mehr als 50 Prozent“ zu verzeichnen gewesen.

Jessica Purkhardt steht in der Rosenbergerstraße, wo sie in der Nacht zum Sonntag von einem fremden Mann bedrängt wurde.
In diesem Jahr schon dreimal bedrängt Sicherheitspolitikerin fühlt sich unsicher

Drei nächtliche Übergriffe durch Fremde allein in diesem Jahr: Jessica Purkhardt, sicherheitspolitische Sprecherin der Frankfurter Grünen, fühlt sich in der östlichen Innenstadt selbst nicht mehr richtig sicher. Sie plädiert für eine verstärkte Polizeipräsenz an Wochenenden wie zum Beispiel im Sachsenhäuser Kneipenviertel.

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Emch betonte, dass Polizisten „insbesondere am Wochenende“ die Innenstadt und somit auch die Konstablerwache bestreifen. Im Ausbau der Kameraüberwachung sehe die Polizei „eine sehr gute Ergänzung“ zur Präsenz ihrer Beamten, hob die Behördensprecherin hervor.

Wie berichtet, war Jessica Purkhardt in der Nacht zum Samstag in der Rosenbergerstraße von einem „Antänzer“ bedrängt worden. Der Trickdieb war offenbar auf Wertsachen aus, die Sicherheitspolitikerin konnte ihn vertreiben. Purkhardt berichtete auf ihrer Facebook-Seite, dass sie allein in diesem Jahr drei Mal zum Opfer von Angriffen geworden sei.

Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) sagte auf Nachfrage, dass er dies „außerordentlich“ bedauere. „Jeder Fall dieser Art ist einer zu viel.“ Im Hinblick auf Straftaten wie die von Purkhardt geschilderten sei es „wichtig, dass man unsere Polizei in jeder Hinsicht unterstützt“. Dazu gehört auch für Frank eine verstärkte Videoüberwachung prominenter Plätze. Ziel aller Maßnahmen müsse sein, „dass es in der Stadt keine Angsträume gibt“.

Wie berichtet, läuft derzeit eine Debatte darüber, ob in der Innenstadt zusätzliche Polizeikameras nur im Allerheiligenviertel oder auch an der Hauptwache aufgehängt werden sollen. Bislang scheiterte die Installation von Überwachungstechnik an beiden Plätzen zugleich am Widerstand der Grünen – sehr zum Ärger der Frankfurter Polizeiführung.
 

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