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Vorfall bei AfD-Kundgebung: Polizist soll Frau getreten haben

Von Am Rande einer AfD-Kundgebung in Eckenheim am 3. Februar soll ein Polizist eine Gegendemonstrantin getreten und leicht verletzt haben. Das Polizeipräsidium hat Ermittlungen wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet.
Polizisten gehen gegen Demonstranten vor, die den Eingang zum Haus Ronneburg blockieren. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Polizisten gehen gegen Demonstranten vor, die den Eingang zum Haus Ronneburg blockieren.
Frankfurt. 

Die Abteilung V 6 des Frankfurter Polizeipräsidiums ist für „Amtsdelikte“ zuständig, also für Straftaten, die Beamte im Dienst begangen haben. Nach Informationen dieser Zeitung laufen in der Abteilung derzeit Ermittlungen wegen Körperverletzung im Amt. Sie richten sich gegen einen Polizisten, der am Rande der AfD-Veranstaltung am 3. Februar in Eckenheim eine 66 Jahre alte Gegendemonstrantin getreten und auf diese Weise leicht verletzt haben soll. Die Frau, die angeblich eine Prellung erlitt, wurde nach dem Vorfall zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Interne Ermittlungen

Ein Polizeisprecher bestätigte die Informationen gestern auf Nachfrage. Er berichtete, dass der Vorwurf gegen den Polizisten schon am Abend des 3. Februar im Raum gestanden habe. Deshalb seien interne Ermittlungen eingeleitet worden. Die Identität des Beamten, der sich der Körperverletzung schuldig gemacht haben soll, stehe derzeit noch nicht 100-prozentig fest. Angaben zu seinem Alter und Dienstgrad könnten deshalb nicht gemacht werden. Auch mit näheren Angaben zu dem mutmaßlichen Tritt hielt sich der Behördensprecher unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zurück.

Der Polizeisprecher teilte aber mit, dass es zu dem Vorfall an der Absperrung vor dem Haus Ronneburg gekommen sei. Im Gebäude lief die Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen AfD. Die mit größerem Aufgebot vertretene Polizei hatte Absperrungen aufgestellt, um die schätzungsweise 100 linken Gegendemonstranten von AfD-Mitgliedern und anderen Veranstaltungsbesuchern zu trennen.

Schon am Abend der Demonstration hatte ein Polizeisprecher von einer Frau berichtet, die mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden sei. Diese sei erst bei einer Rangelei zu Boden gefallen, dann habe ihr jemand auf die Brust getreten. Dass dieser Jemand ein Polizist war, kristallisierte sich offenbar relativ schnell heraus.

Der Polizeisprecher berichtete am Abend der Demo noch von einer weiteren, verletzten Person: Es handelte sich um eine Frau, die wegen versuchter Körperverletzung eines Polizisten festgenommen wurde. Sie habe leichte Rötungen an der Hand aufgewiesen.

Frau erstattet Anzeige

Wie die Polizei gestern mitteilte, hat die angeblich getretene Frau zusammen mit einem Rechtsanwalt Anzeige erstattet. Bei der Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen offenbar noch nicht anhängig. Außer Zeugenbefragungen könnten unter anderem auch Videoaufzeichnungen Aufschluss über Täter und Tathergang bringen. Die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten filmen meist mit, wenn es zu Rangeleien kommt.

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