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Sparkus des Finanzdienstleisters: Postbank-Filiale verlässt auch den Frankfurter Hauptbahnhof

Wegen der anstehenden umfangreichen Umbauarbeiten im Hauptbahnhof müsste die Postbank ihre dortigen Räume ohnehin aufgeben. Jetzt steht fest: Die Filiale schließt schon zum Jahresende. Auch die Dienstleistungen der Post werden dann nicht mehr angeboten.
Nicht nur das Finanzcenter der Postbank schließt. Auch die davor stehenden Briefmarken- und Geldautomaten verschwinden. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Nicht nur das Finanzcenter der Postbank schließt. Auch die davor stehenden Briefmarken- und Geldautomaten verschwinden.
Frankfurt. 

11 Uhr, die morgendlichen Pendler sind weg, aber die Schlange in der Postbank-Filiale im Nordflügel des Hauptbahnhofs wird nicht kürzer. Ein typisches Bild – allerdings nur noch bis zum 31. Dezember. Dann schließt die Postbank. Ersatz wird es nicht geben. Damit entfällt nicht nur der Service mit Finanzdienstleistungen. Im Bahnhof wird es künftig nicht mehr möglich sein, Briefmarken zu kaufen oder Pakete aufzugeben.

Die Mitarbeiter werden auf die Filialen Gallusviertel und Goetheplatz verteilt. Bei ihren Kollegen sei die Anspannung deutlich zu merken, sagt eine Mitarbeiterin. „Wir können doch auch nichts dafür, dass eine Filiale nach der anderen geschlossen wird.“ Sie erinnert sich noch an die Reaktionen der Kunden, als im vergangenen Sommer die nur 400 Meter entfernte Filiale in der Moselstraße dichtmachte. „Da haben die Leute Kränze und Kerzen vor der Tür niedergelegt.“

Zu wenig Neukunden

„Wir versuchen, die Mitarbeiter so umzusetzen, dass sich ihr Arbeitsweg nicht verlängert“, versichert Iris Laduch-Reichelt. Sie ist bei der Postbank, einer Tochter des Deutschen Bank, zuständig für die Pressearbeit. Sie räumt ein, dass die Filiale im Hauptbahnhof „wohl frequentiert“ gewesen sei. Doch das wirtschaftliche Ergebnis habe nicht gestimmt, begründet sie die Schließung. „Um den Kunden ein großes Filialnetz mit einem umfassenden Service bieten zu können, muss auch das Verhältnis zwischen reinen Serviceleistungen und wertschaffendem Neugeschäft bei Bankprodukten stimmen“, so Laduch-Reichelt.

Für die Kunden, die Leistungen der Post in Anspruch nehmen wollen, also Briefmarken kaufen und Pakete versenden möchten, wird ein neuer Standort für eine Postagentur gesucht – diese solle sich „im Umfeld des Bahnhofs“ befinden, heißt es. „Die Post ist zurzeit im Gespräch mit mehreren Interessenten. Eine Entscheidung gibt es noch nicht“, sagt Laduch-Reichelt. Auch steht bereits fest, dass die Briefmarken- und Geldautomaten, die derzeit in der Filiale stehen, abgebaut werden.

Nur noch zehn Standorte

Die für die Kunden nächstgelegene Postbank befindet sich in der Mainzer Landstraße im Gallus. Diese Filiale soll nach Angaben des Unternehmens mittelfristig ins Europaviertel umziehen. Insgesamt gibt es nach dem Auszug aus dem Hauptbahnhof noch zehn eigene Postbank-Filialen in Frankfurt. Zum Vergleich: In der kleineren Stadt Stuttgart sind es elf, im größeren Köln gibt es noch 20.

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