Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 25°C

Demonstranten am Hauptbahnhof: Proteste gegen Einheitsfeier in Frankfurt

Während die einen in Frankfurt ausgelassen feiern, demonstrieren andere dagegen. Am Hauptbahnhof versammelten sich am Abend hunderte Demonstranten.
Proteste am 2. Oktber 2015 anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Proteste am 2. Oktber 2015 anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt.
Frankfurt. 

Zu der linksgerichteten Demonstration gegen die Einheitsfeiern sind am Freitagabend etwa so viele Menschen gekommen wie auf Seiten des veranstaltenden Bündnisses und der Polizei angenommen. Ein Beobachter aus dem linken Spektrum schätzte die Zahl der Demonstranten auf 1500, ein Vertreter der Polizei auf gut 1000. Gerechnet hatte man mit mehr als 1500 Protestierenden.

Die Teilnehmer der antinationalen Kundgebung zogen zunächst vom Kaisersack gegenüber dem Hauptbahnhof zum Willy-Brandt-Platz. Dort wurden eine Rauchbombe und ein Böller gezündet. Ansonsten blieb die Kundgebung, bei der Transparente mit Parolen wie "Nie wieder Deutschland" mitgeführt wurden, aber bis zur Zwischenkundgebung friedlich.

Vor Beginn der Demo hatte es Wirbel um den Blogger und ehemaligen AfD-Politiker Hans-Peter Brill gegeben, der die Kundgebung mit einer Kamera begleiten wollte. Demonstranten forderten Brill auf, sich aus der Demo zu "verpissen" und skandierten "Nazis raus". Polizisten stellten sich schützend vor den als "Fascho" Beschimpften. Die Polizei sicherte die Kundgebung mit großem Aufgebot und hielt auch mehrere Wasserwerfer vor. Sie wollte Ausschreitungen vorbeugen.

Nach der Zwischenkundgebung zog die Demonstration durch das Bankenviertel in Richtung der Deutschen Bank. Die Polizei sicherte die Straßen, die zu den Festlichkeiten in der Innenstadt führten, mit quergestellten Einsatzfahrzeugen und Beamten in schwerer Schutzausrüstung. An der Taunusanlage war die Nähe zwischen Protestmarsch und Fest am größten, vom Opernplatz her klang die Musik der FFH-Bühne herüber. Die Protestierenden setzten mit Rufen wie "Staat, Nation, Kapital - Scheiße!" laute Kontrapunkte.Die Demo zog durch die dunklen Straßen des Westends und über die Bockenheimer Landstraße bis zur Bockenheimer Warte. Dort wurde sie offiziell aufgelöst. Einige Teilnehmer wollten im Anschluss zum ehemaligen Polizeigewahrsam im Klapperfeld weiter.

Für Samstag hat das Bündnis gegen die Einheitsfeiern "dezentrale Aktionen" in der Innenstadt angekündigt. Unter den drei Treffpunkten, zu denen mobilisiert wird, ist auch die "Blaulichtmeile" am Mainufer, wo sich die Polizei präsentiert. Die Einsatzleitung rechnet mit Versuchen, den Festakt mit hochrangigen Staatsgästen zu stören. Massenhafte Aktionen linker Aktivisten dürften wegen des Gedränges in der Innenstadt schwierig werden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben auch mögliche militante Aktionen in Kleingruppen in ihre Einsatzplanungen einbezogen.


(chc)
 

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse