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Kontrolle am Frankfurter Flughafen: Prozess wegen Zuhälterei und Menschenhandel

Zwei mutmaßliche Menschenhändler stehen derzeit in Frankfurt vor Gericht. Sie sollen zwei junge Albanerinnen nach Deutschland gelockt und eine von ihnen hier zur Prostitution gezwungen haben. .
Frankfurt. 

Wieder einmal verdankt die Frankfurter Justiz dem Flughafen einen umfangreichen Strafprozess. Doch nicht etwa um die ansonsten üblichen Rauschgiftdelikte geht es seit gestern vor dem Landgericht: Den beiden 21 und 30 Jahre alten Männern auf der Anklagebank werden stattdessen Zuhälterei und Menschenhandel sowie Vergewaltigung und Körperverletzung zur Last gelegt.

Im Mai vergangenen Jahres waren sie bei der Einreise nach Deutschland den Grenzkontrollen aufgefallen. Es bestanden bereits Haftbefehle. Obwohl die Taten vor allem in Dortmund und anderen Orten im Ruhrgebiet, aber auch in Hamburg spielten, blieb Frankfurt als Ort der Festnahme zuständig für die Sache.

Die Anklage berichtet zunächst von zwei Opfern, jungen Albanerinnen, die in ihrer Heimat von den Angeklagten unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt worden sein sollen. Hier ging es dann direkt ins Bordell – eine der Frauen weigerte sich jedoch, dort anzuschaffen. Die Folge: Sie wurde vom Älteren geschlagen und vergewaltigt und am Ende auch noch mit einem fünftägigen Nahrungsmittelentzug „bestraft“. Bereits am Donnerstag soll sie im Zeugenstand aussagen; vor allem auf ihren Aussagen fußt die Anklage der Staatsanwaltschaft.

Beim jüngeren Angeklagten geht es vorerst noch um das Alter: Er gibt sich als 21-Jähriger aus, was ihn in den Genuss des milderen Jugendstrafrechts bringen würde. Möglicherweise ist er aber auch schon älter.

(ge)
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