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Ehrung für Engagement: Pühl und Ullrich mit Nieder-Eschbacher Stadtteilpreis ausgezeichnet

Von Ein Nieder-Eschbacher Urgestein und ein Verband, der sich für die Menschen im Stadtteil engagiert: Werner Ullrich und der VdK-Ortsverband Nieder-Eschbach wurden jetzt mit dem Stadtteilpreis 2016 geehrt.
So kennen ihn die Nieder-Eschbacher: Otto Pühl setzt sich als VdK-Vorsitzender mit aller Energie für die Menschen ein, die Hilfe benötigen. Foto: Leonhard Hamerski So kennen ihn die Nieder-Eschbacher: Otto Pühl setzt sich als VdK-Vorsitzender mit aller Energie für die Menschen ein, die Hilfe benötigen.
Nieder-Eschbach. 

Wer sich ehrenamtlich engagiert und mit seiner Arbeit für Aufsehen sorgt, der wird belohnt. Mit dem Stadtteilpreis. Das hat auch im Ortsbezirk 15 (Nieder-Eschbach) mittlerweile Tradition. In diesem Jahr gibt es zwei Preisträger: Werner Ullrich, der für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement am Ben-Gurion Ring ausgezeichnet wurde, sowie den VdK-Ortsverband Nieder-Eschbach mit seinem Vorsitzenden Otto Pühl. Mit 250 Euro war der Stadtteilpreis 2016 dotiert, mit jeweils 125 Euro wurden die beiden Preisträger belohnt. Anlässlich der Ehrung zitierte Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) den Arzt und Pazifisten Albert Schweitzer mit den Worten: „Es kommt in der Welt vor allem auf die Helfer an und auf die Helfer der Helfer.“

Lange Liste im Ehrenamt

Der Name Werner Ullrich ist fest mit dem Stadtteil Nieder-Eschbach verbunden. Es gibt kaum jemanden, der den 84-Jährigen nicht kennt. Denn Ullrich engagiert sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich. Seit seiner Pensionierung. Zuvor hatte er den Ordnungsdienst der Stadtwerke aufgebaut und geleitet.

Die Liste der Ehrenämter, die Ullrich seitdem bekleidet hat, ist lang. 17 Jahre lang war er Schiedsmann für ganz Nieder-Eschbach, 15 Jahre saß er für die CDU im Ortsbeirat. Bis er sich bei der Wahl im vergangenen Jahr nicht mehr hat aufstellen lassen. Zudem war Ullrich zehn Jahre lang Vorsitzender des regionalen Präventionsrates in Nieder-Eschbach/Am Bügel/Ben-Gurion-Ring. „Ich muss sagen, da hat sich vieles verbessert“, sagt er. „Das Jugendhaus, das Sozialamt, vielleicht auch der Präventionsrat haben Erfolg gehabt. Der Bügel ist ein ganz normales Wohngebiet geworden.“

Dass er selber an diesen Verbesserungen nicht ganz unbeteiligt war, das hört Werner Ullrich nicht so gerne. Lieber stellt er sein Licht etwas unter den Scheffel. Dabei ist er selbst zu aggressiven Jugendlichen gegangen, hat das Gespräch mit ihnen gesucht. „Ich hatte zwei Sixpacks Bier im Kofferraum. Wir haben geredet. Über ihre Probleme und ihre Lebensplanung“, erinnert sich der Rentner. Dass viele Alt-Nieder-Eschbacher immer noch die Homburger Landstraße als Ortsgrenze sehen und somit den Ben-Gurion-Ring quasi vom Stadtteil abspalten, findet er falsch. „Diese Menschen gehören dazu, sie sind auch Nieder-Eschbacher“, fährt er hier eine klare Linie. Jetzt mit fast 85 Jahren möchte Ullrich ein wenig kürzer treten. Deswegen hat er auch nicht mehr für den Ortsbeirat kandidiert. Nur einmal die Woche, da berät er noch Menschen im Seniorenzentrum.

Offerner Mensch

Der Vdk-Ortsverband Nieder-Eschbach ist ein bisschen das Baby von Otto Pühl. Schließlich ist der 60-Jährige schon seit 1991 in dem Sozialverband aktiv. Über seinen Onkel kam der Kontakt zustande, er leitete den Ortsverband damals. Bis Otto Pühl ihn 2003 beerbte, bis heute ist er Vorsitzender. Und das mit Leib und Seele. Ohnehin ist Pühl ein offener Mensch, der gerne auf Leute zugeht. „Aug’ in Aug’ ist es am besten“ findet er. Das honorieren die Mitglieder, knapp 700 zählt der Ortsverband aktuell.

Der VdK setzt sich vor allem für ältere und behinderte Menschen ein, aber auch für jeden, der sonst Hilfe benötigt. Denn es sind alle Menschen, die dem ehemaligen Postbeamten am Herzen liegen. So kommt es nicht selten vor, dass er immer mal wieder auf eine Tasse Kaffee eingeladen wird, wenn er einmal im Monat die Mitgliederzeitung verteilt. Zusammen mit seiner Frau. „Manch alte Dame besteht darauf, dass wir reinkommen“, sagt Pühl. Diese Einladungen zeigen dem Vorsitzenden aber auch, dass die Arbeit, die der Ortsverband macht, richtig und wichtig ist. „Wir haben viele verschiedene Angebote und Veranstaltungen, quasi ein Jahr voller Höhepunkte. Das kommt bei den Menschen gut an.“

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