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SPD informiert sich über den Zustand des maroden Bades: Rebstockbad: Sanieren und damit fünf Jahre Zeit gewinnen

Von Das Rebstockbad ist marode. Mittelfristig führt wohl kein Weg am Abriss und Neubau vorbei. Doch zunächst muss man mit einfachen Reparaturen Zeit gewinnen. Über die Zukunft des Bades informierte sich die Römer-SPD gestern.
Besichtigen den Keller des sanierungsbedürftigen Rebstockbades (von links): Markus Frank, Roger Podstatny, Stella Stilgenbauer und Daniel Nauheimer. Foto: Leonhard Hamerski Besichtigen den Keller des sanierungsbedürftigen Rebstockbades (von links): Markus Frank, Roger Podstatny, Stella Stilgenbauer und Daniel Nauheimer.
Frankfurt. 

„Da oben sieht man die schwarzen Stellen.“ Der Ingenieur Joachim Krause leuchtet mit einer starken Taschenlampe unter das vorspringende Dach des Rebstockbades. Krause leitet die Bauvorhaben der Bäderbetriebe Frankfurt (BBF). Deren Geschäftsführer Frank Müller und der Sportdezernent Markus Frank (CDU) führten die SPD-Fraktion des Römers durch das Bad. „Wir wollen uns über die Schäden und die Neubauplanungen informieren“, erläuterte deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender Roger Podstatny. Denn wie diese Zeitung bereits berichtet hatte, müssen am 1982 eröffneten Erlebnisbad Arbeiten ausgeführt werden, die den Betrieb für weitere fünf Jahre ermöglichen.

Spätestens dann muss die Entscheidung fallen: Grundlegend sanieren oder abreißen und neu bauen? Letzteres dürfte – so die Schätzungen gestern – 85 Millionen Euro kosten. Die Sanierung wäre kaum günstiger, sagte Krause.

Ab Montag geschlossen

Wegen der anstehenden Arbeiten wird das Bad nun vom 14. August bis zum 6. Oktober geschlossen. Die Gerüste an der Außenseite stehen bereits. Sie bleiben auch stehen; sie stützen die Dachkonstruktion. Jetzt erhalten die Holzbalken Verstärkung aus Stahl. Die Kosten: Rund 500 000 Euro. Sportdezernent Markus Frank beruhigte: „Wir haben 13 Bäder in Frankfurt, und das bleibt so.“ Der Standort Rebstock bleibt für Schwimmer erhalten. Ein Neubau des Bades, den der Dezernent gegenüber einer Sanierung favorisiert, dürfte drei Jahre dauern.

So lange könnte – die Ausarbeitung der Pläne läuft noch – das beheizbare Freibad Hausen eine Halle erhalten. Das soll, fordert Bäderchef Müller, nicht mehr als fünf Millionen Euro kosten, aber in jedem Fall länger halten als nur während der drei Jahre Bauzeit. Möglich wäre eine Traglufthalle, die im Sommer abgebaut wird.

Mit den Neubauplänen ist man bei den Planern noch im Anfangsstadium. Klar scheint, wenn möglich soll ein Sportbecken mit 50 Metern Länge in Kooperation mit der Universität entstehen. Daneben gibt es weitere Becken, auch wieder ein Wellenbad, aber: Die Wasserfläche wird von jetzt 2800 Quadratmetern auf 2000 Quadratmeter beschränkt. „Damit gewinnen wir Raum für Aufenthaltsflächen“, so Müller. Denn von denen hat das Bad zu wenige. Und entsprechend auch relativ wenige kommerzielle Angebote bei gleichzeitig hohen Betriebskosten für die Beheizung und Aufbereitung des Wassers. 3,6 Millionen Euro kostet das pro Jahr. Bei 600 000 Badegästen jährlich beträgt das Defizit 3,2 Millionen Euro.

Geringere Betriebskosten

Mit einem neuen Bad könnten die Betriebskosten sinken. Dabei geht es nicht nur um die Halle. Auch die Becken müssten dringend saniert werden, erläuterte Krause. Bei einem Blick in den Keller, zwischen Rohrleitungen und großen metallenen Kesseln, in denen das Wasser gereinigt wird, zeigte sich an manchen Stellen Wasser. Wahrscheinlich werden einige Becken komplett ersetzt.

Daniel Nauheimer, Prokurist der Bäderbetriebe, zeigte eine Schwachstelle des Rebstockbades: Die Lüftungsanlage. „Sie ist nach heutigen Standards viel zu klein bemessen. Müsste sie ersetzt werden, müsste eine stärkere Anlage eingebaut werden. Doch die könnten wir gar nicht ausreizen: Die Luftkanäle sind nicht groß genug.“ Diese jedoch liefen zum Teil im Beton des Fundaments. Damit sei klar: Alles müsse raus.

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