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Touristenbusse am Schaumainkai: Reisebusse sollen verbannt werden

Die Touristenbusse am Schaumainkai sind nicht nur den Anwohnern ein Dorn im Auge, sondern auch den Stadtteilpolitikern. Sie fordern nun ein schlüssiges Konzept für die Vehikel.
Derzeit parken Touristenbusse Tag für Tag eine Fahrspur am Schaumainkai zu. Foto: Salome Roessler Derzeit parken Touristenbusse Tag für Tag eine Fahrspur am Schaumainkai zu.
Sachsenhausen. 

In Mikael Horstmanns Brust schlagen zwei Herzen, das des Sachsenhäusers und das des Stadtführers. Und ebenso differenziert betrachtet er auch die Touristenbusse, die Tag für Tag am Schaumainkai parken. „Das ist natürlich nicht schön“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen). „Wir können gar nicht mehr auf die andere Mainseite blicken, weil alles zugestellt ist.“ Zudem würden sie auch eine Gefahr für Fußgänger darstellen, wenn sie die Straße überqueren. „Man sieht die Radfahrer nicht mehr“, sagte der Anwohner, der allerdings auch Vorteile in den Bussen sieht, da dadurch die Fahrbahn von zwei auf eine Spur verengt wird. „Vorher war das eine Raserstrecke, jetzt halten sich die Autofahrer an die Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern.“ Dennoch müsste man ein Konzept erarbeiten, um die Situation für alle zu verbessern.

Selbiges fordern auch die Stadtteilpolitiker. Ein entsprechender Antrag wurde einstimmig beschlossen, ist nun auf dem Weg zum Magistrat. Darin fordern die Fraktionen ein umfassendes Konzept. Dabei sollen geeignete Standorte außerhalb Sachsenhausens geprüft werden.

„Wir müssen, vor allem wenn die Altstadt fertig ist, mit noch mehr Reisegruppen rechnen“, sagte Ortsbeiratsmitglied Cornelia Bensinger (BFF). „Deshalb brauchen wir unbedingt eine Lösung.“ Ihrer Ansicht nach kommt dafür nur ein ausgelagerter Parkplatz am Stadtrand in Frage.

Für Knut Dörfel (Linke) kann die Situation ebenfalls nicht bleiben, wie sie ist. „Wir reden hier immerhin über das Museumsufer. Ich bin sehr skeptisch, ob dies ein Busparkplatz sein kann.“

Das Verkehrsdezernat hat es allerdings mit der Erarbeitung eines Konzepts für die Touristenbusse nicht eilig. Bisher zumindest sei man damit noch nicht beschäftigt. „Zur Vorbereitung auf den Tag der Deutschen Einheit im vergangenen Jahr hatte man mal den Parkplatz an der Eissporthalle als Ausweichquartier im Blick“, so Dezernatssprecher Henning Beppler. Das ist aber noch nicht weiter erörtert worden. „Wir müssen über kurz oder lang nach einer Lösung schauen. Es wird aber nicht einfach, alle zufrieden zu stellen.“

(jlo)
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