Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Neues im Frankfurter Stadtteil: Repair-Café und umweltfreundliche Transportmittel für Heddernheim

Reparieren statt wegwerfen, gemeinsam statt allein: Imke Eichelberg will Heddernheim mit Ideen wie einem Repair-Café zu mehr Klimaschutz und Nachbarschaftlichkeit verhelfen.
Imke Eichelberg ist überzeugt, dass man mit wenigen Anstrengungen die Welt etwas besser machen kann  – deshalb startet sie mit Mitstreitern ein Repair-Café. Im April soll das erste Treffen im Begegnungszentrum sein. Foto: Leonhard Hamerski Imke Eichelberg ist überzeugt, dass man mit wenigen Anstrengungen die Welt etwas besser machen kann – deshalb startet sie mit Mitstreitern ein Repair-Café. Im April soll das erste Treffen im Begegnungszentrum sein.
Heddernheim. 

Sich selbst den Spiegel vorhalten und handeln. Nur so kann nach Ansicht von Umweltwissenschaftlerin, Imke Eichelberg, Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn vorangebracht werden. Seit anderthalb Jahren ist sie Mitglied im stadtteilübergreifenden Verein „Transition Town Frankfurt“. Sie ist überzeugt, dass mit geringen Anstrengungen die Welt ein Stückchen besser werden könnte. Und dazu will sie in Heddernheim einen Beitrag leisten.

Andere Stadtteile, in denen es schon gut laufende „Repair-Cafés“, geteilte Grünanlagen und „Urban Gardening“-Projekte gibt, sollen Vorbild für Heddernheim sein. „Ich denke, dass ein Projektstandort in Heddernheim eine Bereicherung für den Stadtteil wäre. Wir als Nachbarn könnten uns besser kennenlernen und uns gegenseitig helfen“, sagt die 29-Jährige.

Ein Spezialist ist dabei

Startschuss für das erste Projekt soll April 2017 sein: Im Begegnungs- und Servicezentrum in der Aßlarer Straße entsteht ein generationenübergreifendes Reparatur-Café. Kommen können Menschen beispielsweise mit defekten Fahrrädern, Elektrogeräten oder auch Kleidung, die repariert wird. „Ein solches Café ist ein sehr schöner Anlass, ganz ungezwungen in Kontakt zu treten. Ältere Menschen können vielleicht nicht mehr ganz mit dem Tempo der Jungen mithalten, dafür wissen sie aber ganz genau, wie man einen Fahrradschlauch flickt, was hingegen nur wenige Junge noch können. Im Repair-Café können sie sich gegenseitig helfen, und am Ende profitieren alle“, sagt Eichelberg. Einen Fahrradspezialisten habe sie schon gefunden, für andere Bereiche wie Nähen und Elektrogeräte suche sie aber derzeit noch Freiwillige, die bei kniffligen Reparaturen mit Fachwissen helfen könnten.

Einmal im Monat öffnet das Café. Nicht nur Eichelberg, sondern auch Zentrumsleiterin Sybille Vogl freut sich schon jetzt auf den Startschuss. „Die Idee passt ganz hervorragend in unser buntes Programm. Wir sind sicher, dass so ein Projekt bei den Heddernheimern auf großen Zuspruch treffen wird“, so die Leiterin.

Doch bei dem Reparatur-Café allein soll es nicht bleiben, Imke Eichelberg will noch weitere soziale und nachhaltige Projekte in ihren Stadtteil bringen. Bei Filmvorführungen und Lesungen etwa sollen sich Menschen aus Heddernheim treffen und austauschen können. Die Filme sollen thematisch weitgehend auf die Inhalte des Vereins abgestimmt sein und die Zuschauer zum Gespräch über Gemeinschaft, Nachbarschaft, Nachhaltigkeit und Natur einladen. Außerdem will sie Lastenfahrräder bereitstellen, zwei habe sie schon bestellt, eines davon mit Kindersitzen. Anschaffen will sie auch einen Anhänger mit Elektrounterstützung, mit dem man bis zu acht Umzugskartons auf einmal transportieren kann. „Viele Menschen wollen oder können nicht regelmäßig mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Die Lastenfahrräder stünden jedem zum Ausleihen zur Verfügung, egal, ob derjenige ein Auto hat oder nicht“, erklärt Eichelberg.

Förderantrag gestellt

Dass all diese Projekte nicht ohne Mittel umgesetzt werden können, liegt auf der Hand. Ende Oktober hat Eichelberg mit der Unterstützung des Ortsbeirates 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) einen Antrag auf Fördergelder beim Bundesumweltministerium gestellt, ob diesem stattgegeben wird, weiß sie noch nicht. Und was, wenn nicht? „Dann hoffe ich, von anderer Stelle Unterstützung zu bekommen, und stelle weiter fleißig Anträge“, sagt sie.

Im Moment bleibe sie aber zuversichtlich, ihre Projektideen verwirkliche sie ja so oder so, schlimmstenfalls etwas langsamer. Nun hofft sie auf weitere, engagierte Heddernheimer, die sie mit ihrem Wissen und ihren Fertigkeiten tatkräftig unterstützen möchten.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse