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Riederwaldtunnel: Der Bau beginnt

Der Bau des Riederwaldtunnels rückt näher, wie der Lärm der Probebohrungen zeigt. Von Dezember an wird das Dreieck Erlenbruch gebaut, der Tunnelbau beginnt im März 2015.
So soll das Autobahndreieck Erlenbruch einmal aussehen. Links ist das U-Bahn-Depot zu sehen, im Hintergrund die Riederwald-Siedlung.	Grafik: Hessen Mobil So soll das Autobahndreieck Erlenbruch einmal aussehen. Links ist das U-Bahn-Depot zu sehen, im Hintergrund die Riederwald-Siedlung. Grafik: Hessen Mobil
Frankfurter Osten. 

Spätestens seit den lauten Proberammungen (wir berichteten) ist klar: Der Bau des Riederwaldtunnels rückt mit großen Schritten näher. Bis 2020 sollen die Arbeiten dauern, der Beginn des Tunnelbaus ist für März 2015 geplant. Doch schon jetzt wird gearbeitet: Zum einen werden bereits Kanäle und Leitungen verlegt, zum anderen beginnt in zwei Monaten zwischen Bornheim, Riederwald und Seckbach der Bau des Autobahndreiecks Erlenbruch.

Für die Menschen im Riederwald und an der Vatterstraße ist eines der wichtigsten Themen dabei, wie ihre Quartiere erreichbar bleiben. Denn der Tunnel entsteht dort, wo heute die Straße Am Erlenbruch und die Stadtbahnstrecke sind. Nur ein einziges Mal, erklärt die Straßenbaubehörde des Landes, Hessen Mobil, werde die Verkehrsführung in der Bauzeit geändert: Die Stadtbahn wird auf die Nordseite der Baugrube verlegt. Die Straße Am Erlenbruch wird zweigeteilt: Von West nach Ost fährt der Verkehr südlich der Tunnelbaustelle, in der Gegenrichtung nördlich der Baustelle.

Drei Bauabschnitte

Gebaut wird der Tunnel in drei Abschnitten, für die jeweils eine eigene Baugrube ausgehoben wird. Jeder dieser Abschnitte soll in gut anderthalb Jahren fertiggestellt werden. Von März 2015 an entstehen die Tunnelstücke westlich der Schäfflestraße und östlich der Borsigallee, dann zwischen Schäfflestraße und Flinschstraße und zuletzt zwischen Flinschstraße und Borsigallee. Für Fußgänger gebe es ständig drei Verbindungen über die Baustelle hinüber: An der Schäfflestraße, der Flinschstraße und der Wächtersbacher Straße.

Der Baustellenverkehr fließt laut Hessen Mobil dabei nicht durch den Riederwald, sondern von Westen und Osten über die Trasse der künftigen A 66. In der Riederwaldsiedlung werde nur kurzzeitig die Lahmeyerstraße halb gesperrt, weil dort Tunnelelemente gelagert werden. Umleitungsverkehr durch Wohngebiete gibt es laut Hessen Mobil nicht - das habe die Stadt untersagt.

Zwar muss die Baugrube trocken sein, das Grundwasser rund um die Baustelle wird laut Hessen Mobil aber nicht abgesenkt. Die natürlichen Grundwasserströme sollen nicht verändert werden. Das wollen die Ingenieure durch die Aufteilung in drei Baugruben erreichen: Das Wasser fließt nicht nur unter dem Tunnel durch, sondern auch um die Baugruben herum. Der Grundwasserstand werde ständig kontrolliert.

Weniger Autos

Während die Zahl der Fahrzeuge bis 2025 auf der A 661 von pro Tag 90 700 auf zwischen 112 000 nördlich des Dreiecks Erlenbruch und 134 500 südlich davon ansteigen wird, soll sich der Verkehr am Erlenbruch durch den Riederwaldtunnel mehr als halbieren: Statt bisher 21 300 Fahrzeuge täglich sollen 2025 nur noch 8 600 sein. Diese Zahlen der neuesten Verkehrsprognose zweifelt die Bürgerinitiative Riederwald jedoch an: Wenn es hier ruhiger werde, die Staus abnehmen, ziehe das Verkehr von anderen Hauptstraßen in den Riederwald.

(Andreas Haupt)
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