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Belgisches Königspaar besucht Buchmesse: Royaler Freudentag in Frankfurt

Von Der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt war der Höhepunkt beim Besuch des belgischen Königspaars. Gut eine Stunde verbrachten die beiden gestern im Kaisersaal, dann fuhren sie zur Eröffnung der 68. Frankfurter Buchmesse.
Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt war der Höhepunkt beim Besuch des belgischen Königspaars, nach Mathilde trug sich Philippe ein. Bilder > Foto: Stadt Frankfurt (Stefan Maurer/Stadt Frankfurt) Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt war der Höhepunkt beim Besuch des belgischen Königspaars, nach Mathilde trug sich Philippe ein.
Frankfurt. 

„Es ist eine hohe Ehre und Freude für uns, dass Sie unseren Kaisersaal mit ihrem Besuch krönen“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zur Begrüßung des belgischen Königspaares. Draußen auf dem Römerberg warten viele Dutzend Menschen, um die Royals willkommen zu heißen. Sie stehen hinter Absperrgittern, der rote Teppich liegt etwa so wie beim Besuch von Queen Elizabeth II. im vergangenen Jahr. Die Polizei sichert das Gebiet. In den Römer und an den roten Teppich kommen nur wenige Journalisten und geladene Gäste.

Der 56-jährige Philippe und seine 43-jährige Frau Mathilde statten der Mainmetropole einen Besuch ab, weil die belgische Region Flandern und die Niederlande gemeinsam die Gastländer der 68. Internationalen Buchmesse in Frankfurt sind. In seiner Ansprache fordert OB Feldmann, „dass die europäischen Nachbarn mehr in den Vordergrund stellen müssen, was sie teilen – und nicht das, was sie trennt“.

Eintrag ins Goldene Buch

Feldmanns Rede im Römer ist die einzige an diesem Nachmittag. Für weitere ist keine Zeit, lediglich der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt erfolgt noch. Dann müssen die Monarchen schon zum Messegelände weiter, um gemeinsam mit dem König der Niederlande, Willem-Alexander, die Buchmesse zu eröffnen. Später geben die Royals auch noch den Gastlandpavillon der Niederlande und Flanderns auf dem Messegelände für die Öffentlichkeit frei. Länger blieben aber weder der Holländer noch die Belgier in der Stadt. Alle reisen abends wieder ab.

Das Königspaar wirkte trotzdem begeistert von dem Empfang. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch gingen Mathilde und Philippe auf die Anwesenden zu, begrüßen sie herzlich und unterhielten sich angeregt. Mathilde trug ein farbenfrohes Kleid, einen tellerartigen Hut und hinterließ mit ihrem Mann einen nahbaren, freundlichen Eindruck bei den gut 90 Gästen. „Ich stellte mich vor und erzählte ihr, wer ich bin“, erzählte der Stadtälteste Ernst Gerhard von seiner Begegnung mit Mathilde. „Sie war voller Bewunderung darüber, wie rüstig ich für mein Alter bin“, freute sich der 95-Jährige.

Frank E. P. Dievernich, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, und seine Frau Miranda van Eenennaam sprachen mit Mathilde über Frankfurt. „Sie sagte, sie sei von unserer Stadt angetan“, berichtete Dievernich. „Sie freue sich darüber, die Buchmesse zu besuchen, weil sie eine passionierte Lesern sei.“ Im belgischen Lüttich groß geworden, ist Frankreichs Generalkonsulin Sophie Laszlo. „Es ist für mich etwas ganz Besonderes, das Königspaar heute hier zu treffen“, sagte die Diplomatin. „Zumal Frankreich im kommenden Jahr das Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.“

Für Philippe und Mathilde war es nicht der erste Besuch in der Mainmetropole. Das wusste vor allem Frankfurts Ehrenbürger Friedrich von Metzler: „Sie waren einmal bei uns zu Hause, zum Mittagessen mit einer Delegation belgischer Unternehmer“, erinnerte sich der 73-Jährige. „Ich weiß noch, dass sie damals mit ihrem vierten Kind schwanger war“, sagte von Metzler, der mit der Königin genau über diesen Besuch geplaudert hatte. „Dass sie sich daran noch erinnern kann, das ist wunderbar.“

Station in der Nobelherberge

So gut wie seine englischen Verwandten kennt Landgraf Donatus Prinz von Hessen das belgische Königspaar zwar nicht, intensiv unterhalten haben sie sich aber trotzdem. Übrigens kamen die belgischen Monarchen am Nachmittag in der Nobelherberge Hessischer Hof unter, die der Familie des Landgrafen gehört.

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