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Rückkehr auf die Dippemess‘

Unsere Vermutung war richtig: Eddy Hausmann wird sein eigener Nachfolger als Dippemess‘-Festwirt. Nach Unstimmigkeiten mit der TCF hatte der Gastronom im Herbst 2008 die Brocken hingeworfen. Im Frühjahr kehrt er auf den Festplatz am Ratsweg zurück.
Drei Männer, eine Familie: Eddy Hausmann zwischen seinen Söhnen Dennis (li.) und Patrick.	Foto: kam Drei Männer, eine Familie: Eddy Hausmann zwischen seinen Söhnen Dennis (li.) und Patrick. Foto: kam
Frankfurt. 

Er habe die Dippemess‘ nie verloren gegeben, sagt Eddy Hausmann. Der Gastronom betont, dass er das Volksfest ebenso wie den Wäldchestag oder Weihnachtsmarkt für "eine wertvolle Veranstaltung" halte. Hausmann sagt aber auch, dass die Dippemess‘ als einziges Fest "krank" sei. Für todkrank hält er den Rummel am Ratsweg zwar nicht, er betont jedoch: "Einem Patienten kann man nur helfen, wenn man zusammensteht."

Zusammenstehen wollen alle, die gestern in den Gasthof "Steinernes Haus" kamen, um Eddy Hausmann als neuen Dippemess‘-Festwirt vorzustellen: Außer dem Gastronom, der das Festzelt schon von 1986 bis 2008 bewirtschaftet hatte, waren das Thomas Feda, Chef der städtischen Tourismus und Congress GmbH (TCF), Wirtschaftsdezernent Markus Frank sowie Hausmanns Söhne Dennis und Patrick.

Reumütige TCF

Im Hinblick auf die Meinungsverschiedenheiten zwischen Hausmann und der TCF, die im Herbst 2008 zum Rückzug des langjährigen Festwirts von der Dippemess‘ geführt hatten, zeigte sich Feda reumütig: Die TCF habe damals Fehler gemacht und falsche Vorstellungen gehabt, die im Nachhinein überdacht worden seien. Dazu gehörte dem Vernehmen nach auch die Forderung, dass auf der Dippemess‘ ein sehr großes Festzelt – Hausmanns "Frankfurter Scheune" fasste 1800 bis 2000 Menschen – notwendig sei.

Der alte, neue Wirt kündigte an, für die Frühjahrs-Dippemess‘ (30. März bis 22. April) ein Zelt für 800 bis 1000 Personen aufzustellen: "Die Besucher sollen ein Wohlgefühl haben", sagt er. Das frühere, große Zelt habe für die Gemütlichkeit manchmal mit einem Vorhang abgeteilt werden müssen – das werde künftig nicht nötig sein.

Am Konzept feilt Familie Hausmann noch. Fest steht aber schon, dass sie Alternativen zu traditionellen Gerichten wie dem Rippchen und der Haxe anbieten möchte. In Sachen Programm will der Festwirt wieder auf eine bunte Mischung setzen, die vom "Rosamontag" für Schwule und Lesben bis zum "Bayerischen Abend" für die Freunde zünftiger Unterhaltung reicht. Auch eine Country-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen soll es wieder geben.

Optimistischer Wirt

"Die Frankfurter können feiern, man muss nur wissen, wie man sie anlockt", sagt Hausmann. Um dem Festzelt auch neue Zielgruppen zu erschließen, setzt er auf die Zusammenarbeit mit seinen Söhnen, die mit ihren 36 und 24 Jahren "näher dran sind an der jungen Generation". Dennis arbeitet seit 1991 im Betrieb mit, Patrick kam 2010 hinzu. Der Vater kann sich gut vorstellen, das prominente Amt des Festwirts "in ein paar Jahren" an einen der Söhne weiterzugeben – schon daran wird deutlich, dass der zweite Dippemess‘-Anlauf auf Langfristigkeit angelegt ist.

Feda hebt hervor, dass die Besucherzahlen der Dippemess‘, die zu Unrecht ein Imageproblem habe, im vergangenen Jahr gestiegen seien: Im Herbst seien eine halbe Million Gäste gekommen, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Auch deshalb sei man mit Blick auf das Festzelt "guten Mutes".

Die Defizite, die die Schaustellerfamilie Löwenthal und der Gastronom Jürgen Vieth in den Jahren 2009 bis 2011 einfuhren, kamen nur am Rande zur Sprache: Deren Konzepte, so sagte Feda knapp, hätten nicht funktioniert.chc

(Christian Scheh)
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