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Sponsorenlauf für Schulprojekt an der Elfenbeinküste: Runde für Runde für den guten Zweck

Von Der Frankfurter Verein „H.E.L.P. Project for Education“ engagiert sich für eine Schule in Abidjan an der Elfenbeinküste Afrikas. Rund 100 Kinder und Erwachsene engagierten sich gestern bei einem Sponsorenlauf für den guten Zweck.
Richard Koffi mit seiner Frau Doly Kadavil. Foto: Leonhard Hamerski Richard Koffi mit seiner Frau Doly Kadavil.

Als Frank Hippmann von der Laufbahn der Bezirkssportanlage des FG Seckbach 02 kommt, greift er erst einmal zu einem kühlen Getränk. Etwas mehr als neun Kilometer, insgesamt 23 Runden von je 400 Metern hat er kurz zuvor noch zurückgelegt. „20 Runden wollte ich unbedingt schaffen“, erzählt er und freut sich, dass es drei Runden mehr geworden sind. Mit seiner sportlichen Aktivität hat er Runde um Runde Geld für den guten Zweck gesammelt.

Zum dritten Mal beteiligt sich Hippmann an einem Sponsorenlauf des 2012 in Frankfurt gegründeten Vereins „H.E.L.P Project for Education“ (Projekt für die Bildung). Gut 100 Teilnehmer, haben sich angemeldet und laufen, was das Zeug hält. Pro 400-Meter-Runde wird ein bestimmter Betrag, mindestens ein Euro, für die Arbeit des Vereins von Sponsoren gespendet, die sich die Läufer zuvor gesucht haben.

„Es gibt viele Teilnehmer, die höhere Beträge festlegen“, erklärt Richard Koffi, der den Verein mit derzeit 52 Mitgliedern gründete. Dem Verein geht es darum, die Bildungsmöglichkeiten dort zu stärken und zu fördern, wo ganz konkreter Bedarf besteht. „Eine gute Bildung“, sagt Koffi, „ist der Weg zu einer guten und zufriedenen Zukunft.“ Mit ihrer Arbeit möchten sie eine Starthilfe leisten.

50 000 Euro an Spenden

Das erste Projekt, das seit der Gründung realisiert werden konnte, ist die Sanierung und Renovierung einer Grundschule in Abidjan (Elfenbeinküste) in Afrika. Rund 50 000 Euro an Spenden hat der Verein hierfür in den vergangenen Jahren gesammelt.

Die Elfenbeinküste ist das Heimatland von Richard Koffi, der Theologie und Philosophie studierte. Auf die Schule mit dem Namen EPP Biaka Boda ist er als kleiner Junge einst selbst gegangen. Er verbindet hiermit zahlreiche Erinnerungen etwa, dass die Lehrer dort eine wirklich gute Arbeit geleistet haben. Koffi erinnert sich aber auch daran, dass die räumlichen Bedingungen nicht so gut und vor allem die Toiletten unhygienisch waren. „Dass ich das ändern wollte, wusste ich schon als Grundschüler. Ich dachte damals, wenn mal etwas aus mir wird, versuche ich meine alte Schule zu unterstützen.“

Als er vor sechs Jahren Kontakt zum Schulleiter aufnahm und erfuhr, dass sich in all den Jahren an den Zuständen nichts geändert hatte, beschloss Koffi aktiv zu werden und gründete den Verein. „Die Schule befindet sich auf einem Campus mit vier weiteren Schulen und einem Kindergarten. Die Toiletten, die wir saniert haben, werden von allen Kindern dort benutzt“, sagt er. Das seien mehr als 1000 Schüler.

Für seine Idee begeistert Koffi nicht nur seine Ehefrau Doly Kadavil, die Pastoralreferentin in der katholischen Pfarrei St. Bonifatius in Sachsenhausen ist, sondern auch zahlreiche weitere Mitstreiter. „Jede Spende fließt zu einhundert Prozent in das Projekt. Wir im Verein engagieren uns alle ehrenamtlich“, sagt Kadavil. „Und wir suchen weitere Menschen, die sich als Mitglieder im Verein einbringen oder die Arbeit mit Spenden unterstützen möchten.“

Speisesaal fehlt

Noch ist das Projekt in Abidjan nicht ganz abgeschlossen. „Wir möchten für die Schule noch einen Speisesaal bauen, damit die Kinder ein Mittagessen bekommen können. Auch ein Lehrerzimmer soll mit in den Bau mit integriert werden“, sagt Koffi. 35 000 Euro würden hierfür benötigt. Die Spenden, die durch den dritten Sponsorenlauf generiert werden, sollen für den neuen Speisesaal verwendet werden.

Kontakt

Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.help4e.org im Internet.

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