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Kunstrasen im Einsatz: SG Praunheim rüstet sich für die Zukunft

Von Das Warten hat ein Ende, die matschigen Zeiten bei der SG Praunheim sind vorbei. Direkt nach Ostern beginnen die Bauarbeiten für den neuen Kunstrasenplatz der Sportgemeinschaft. Schon im Herbst könnten dort die ersten Bälle rollen.
Der Tennenplatz gehört bald der Vergangenheit an. Im Frühjahr entsteht hier ein Kunstrasenplatz für die SG Praunheim. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Der Tennenplatz gehört bald der Vergangenheit an. Im Frühjahr entsteht hier ein Kunstrasenplatz für die SG Praunheim.
Praunheim. 

Regen war in den vergangenen Jahren der größte Gegner der SG Praunheim. Vor allem nach einer längeren Schlechtwetterperiode glich der alte Tennenplatz mehr einer Schlammgrube als einem Fußballplatz. Mit ordentlichen Spielbedingungen hatten diese Zustände nichts mehr zu tun. Nicht selten war der Platz mehrere Tage lang unbespielbar. „Das hat mir Professionalität nichts zu tun. Zudem ist solch ein Platz nicht zeitgemäß“, sagt Michael Petzold, Vorsitzender der SG.

Seit 2012 kämpfte der Verein mit rund 340 Mitgliedern deswegen für einen Kunstrasenplatz. Jetzt, fast fünf Jahre später, werden diese Mühen endlich belohnt. Der alte, zuletzt 1989 sanierte Tennenplatz wird durch ein modernes Kunstrasenfeld ersetzt. Bereits nach Ostern soll mit den Arbeiten begonnen werden, die ersten Bäume am Sportplatz in der Praunheimer Hohl wurden bereits im vergangenen Monat gefällt. Auch die Bau- und Finanzierungsvorlage steht. Sie muss allerdings noch von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Zudem steht sie auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ortsbeirates 7.

Desolate Zustände

1,1 Millionen Euro nimmt die Stadt für den Bau des Kunstrasenplatzes in die Hand. Dort findet man klare Worte für den Zustand des Tennenplatzes: desolat. Die starke Inanspruchnahme durch die in den vergangenen Jahren stark gewachsene Jugendabteilung – 154 Kinder und Jugendliche zählt die SG derzeit – habe dazu geführt, dass die Flächen abgespielt seien. Zwar wurde der Platz in den vergangenen Jahren immer wieder repariert, allerdings sei das Auffüllen von Unebenheiten keine Dauerlösung. Eine Sanierung der Fläche sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, an manchen Stellen auch gar nicht mehr möglich.

Die genauen Gründe, warum die SG Praunheim jetzt tatsächlich ihren Kunstrasenplatz, der übrigens schon 2012 so gut wie versprochen war, bekommt, interessiert Michael Petzold nur am Rande. Viel größer ist die Freude, dass es jetzt endlich los geht. „Die Stadt will nach und nach alle Tennenplätze umbauen. Dass wir zu einem der ersten Vereine gehören, ist sicherlich Glück. Aber auch das muss man mal haben und ist sicher nicht unverdient“, sagt er.

Wenn der Tennenplatz unbespielbar war, erzählt er, mussten die Mannschaften auf den benachbarten Rasenplatz, um den auch die Leichtathletikbahn verläuft, ausweichen. Solch ein Rasenplatz kommt aber schnell an seine Kapazitätsgrenze – je nach Pflegezustand und Spielintensität kann er manchmal nur zwölf Stunden in der Woche genutzt werden. Das sorgt für Probleme. Sogar Mitglieder hätten den Verein deswegen bereits verlassen. „Wir kommen erst wieder, wenn es einen Kunstrasenplatz gibt“, berichtet Petzold vond en Reaktionen.

Fußballer locken

Daher hofft der Vorsitzende auch, dass mit dem neuen Platz noch mehr Fußballer zur SG Praunheim kommen. Zumal Petzold überzeugt ist, dass die fertige Anlage „eine der schönsten in der ganzen Stadt“ sein wird. Neben dem Umbau des Tennen- in einen Kunstrasenplatz entstehen eine Trainingsbeleuchtungsanlage, eine automatische Beregnungsanlage sowie eine Umzäunung und zwei Minispielfelder. Mit dem Bau des Kunstrasenplatzes, so die Stadt, sei künftig ein ganzjähriger und witterungsunabhängiger Spielbetrieb möglich.

Damit der neue Kunstrasenplatz nicht mit Matsch und Schlamm verunreinigt wird, will die Stadt außerdem das Gelände vor dem Vereinsgebäude sanieren. Platten sollen den Erdboden schützen. „Es tut sich einiges, die SG Praunheim rüstet sich für die Zukunft. Wenn wir Glück haben, dann ist schon im Herbst alles fertig“, freut sich Michael Petzold auf das, was jetzt kommt.

 

Der Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) tagt am Dienstag, 7. März, 19.30 Uhr, in der Cyriakusgemeinde, Wolf-Heidenheim-Straße 7.

 

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