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Zukunft der Oberstufengymnasien: Sanierung der Reuter-Schulen endlich angehen

Von Schulen, Bauruinen, Busse und ein Rahmenplan – das Jahr wird abwechslungsreich im Ortsbeirat 8. Das sieht auch Ortsvorsteher Klaus Nattrodt so: Er ist vor allem gespannt, wie sich die Fraktionen positionieren.
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Nordwesten. 

Es wird ein spannendes Jahr im Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt), da ist sich Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU) sicher. Weil keine Partei eine absolute Mehrheit hat. Es gibt keine Koalition oder Kooperation. „Bislang war noch alles friedlich, die Parteien haben sich erst einmal ausgelotet. Es waren viele Personalien zu klären, wie die Ernennung der Sozialbezirksvorsteher“, sagt Nattrodt. Doch im neuen Jahr, denkt er, werde sich dies ändern. Wenn die Fraktionen versuchen ihre Interessen zu vertreten und ihre Anträge zu verteidigen.

Auch weil Nattrodt nicht weiß, „welche Pläne die anderen Fraktionen noch in der Schublade haben“, ist er etwas zurückhaltend, wenn es um die Themen geht, die den Ortsbeirat in den kommenden zwölf Monaten beschäftigen werden. Trotzdem wird es drei Themen geben, da ist sich der Ortsvorsteher sicher, an denen das Stadtteilgremium nicht vorbeikommt. Oder umgekehrt.

Erste Priorität habe da wohl die Zukunft der Ernst-Reuter-Schulen. Oder besser gesagt ihr Gelände. Dass die Schule saniert werde, ist mittlerweile klar. Unklar ist jedoch noch, ob und wie sie sich erweitern werden könne. „Das hängt alles davon ab, ob und wenn ja, wie lange die Europäische Schule auf dem Nachbargrundstück bleibt“, erklärt Nattrodt. Welche der beiden Optionen ihm persönlich lieber wäre, das will er lieber nicht sagen. Um keine Erwartungen zu schüren, aber vor allem, weil dies sicher nicht in der Entscheidung des Ortsbeirates stehe. „Was mit der Europäischen Schule passiert, ist alleine Sache des Bundes“, sagt Nattrodt.

Wegzug ein Imageverlust

Allerdings hätten beide Möglichkeiten ihre Vor und Nachteile. Zieht die Europäische Schule weg, dann gebe es nicht nur Platz für die Erweiterung der Ernst-Reuter-Schulen. „Es gibt vielleicht doch noch die Möglichkeit, die Ortsumfahrung Praunheim, die nach aktuellen Planungen am Praunheimer Weg enden soll, doch noch fortzuführen“, meint der Ortsvorsteher. Andererseits sei ein Wegzug der Schule auch eine Art Imageverlust, ein Schaden für den Ortsbezirk. „Es ist schon nicht schlecht, die Europäische Schule bei uns zu haben. Das klingt gut“, meint Nattrodt.

Der zweite Punkt auf der Liste des Ortsvorstehers ist der Rahmenplan Niederursel. Dort gebe es „acht oder neun Punkte“, die noch abgestimmt werden müssten. Dass das vor knapp vier Jahren begonnene Projekt noch nicht abgeschlossen ist, bereitet Nattrodt keine Kopfschmerzen. Im Gegenteil. „Bei so etwas gibt es keine Terminierung, das braucht eben seine Zeit“, ist er geduldig. Der Rahmenplan stellt für unterschiedliche Bereiche in Alt-Niederursel Gestaltungs- und Lösungsvorschläge in verschiedenen Varianten vor.

Der dritte große Themenkomplex, denen sich der Ortsbeirat im Jahr 2017 widmen möchte, sind die „Bauruinen im Ortsbezirk“. Wie die ehemalige Römerschänke in der Hadrianstraße. Das Gelände um das vor acht Jahren geschlossene Lokal verkommt immer mehr. Immer wieder werden Ratten gesichtet, das Gebäude hat vor zwei Jahren gebrannt. „Das kann so nicht stehen bleiben“, will Nattrodt, dass sich hier schnell eine Lösung findet. Auch für das Gebäude in der Hessestraße 23 – dort war einst der „Gasthof Klaa Paris“ beheimatet – müsse eine Lösung gefunden werden. Doch schon länger steht das Gebäude leer, nichts passiert. „Es handelt sich um ein wahres Filetstück. Auch hier muss etwas passieren“ so der Ortsvorsteher.

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Und dann fällt Nattrodt doch noch etwas ein, was wichtig für den Ortsbeirat 8 ist. Die Buslinie 60 von Rödelheim nach Eschersheim, über das Nordwestzentrum und Heddernheim. Fährt sie tagsüber alle zehn Minuten, so ist sie nach acht Uhr nur alle 15 und ab neun Uhr nur alle 30 Minuten unterwegs. Viel zu knapp, denkt Nattrodt. „Die Linie muss besser frequentiert werden. Zumal es immer mehr Supermärkte gibt, die bis 22 Uhr geöffnet sind. Nicht nur die Kunden, auch die dort arbeitenden Menschen wollen eine gute Verbindung haben“, argumentiert er.

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