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Viel Lärm beim Lernen: Schallschutzwand soll vor Pestalozzischule eine Lücke haben

Von Wohl kein Gebäude entlang der Baustelle des Riederwaldtunnels wird so dem Baulärm ausgesetzt wie die Pestalozzischule. Die Schulgemeinde ist wütend, weil Hessen Mobil, das Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes, bisher noch keine Lösung hat.
Die Pestalozzischule ist besonders vom Lärm beim Ausbau des Riederwaldtunnels betroffen. Die Lärmschutzmaßnahmen sind noch nicht geklärt. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Die Pestalozzischule ist besonders vom Lärm beim Ausbau des Riederwaldtunnels betroffen. Die Lärmschutzmaßnahmen sind noch nicht geklärt.
Riederwald. 

Erst auf ausdrückliches Nachfragen einer Lehrerin hin rückt Markus Schweiger damit heraus: „Bei der Pestalozzischule haben wir noch ein Problem.“ Ein Problem, dort während des Baus des Riederwaldtunnels „einen guten Schallschutz hinzubekommen“, wie der Experte des Büros Obermayer am zweiten Abend der Infoveranstaltung von Hessen Mobil zum Riederwaldtunnel erklärt. In fast 30 Prozent der auf sieben Jahre angelegten Bauzeit würden hier die Lärmgrenzwerte überschritten.

Der Grund sei, dass die Haenischstraße, die vom Erlenbruch auf die Grundschule zuläuft, während der ganzen sieben Jahre Bauzeit befahrbar sein müsse, erklärt Schweiger. Das sei eine Auflage der Stadt. Ist die Haenischstraße doch die einzige Zufahrt zur Siedlung an der Vatterstraße. „An der Haenischstraße ist eine Lücke in der Schallschutzwand, die entlang der Baugrube steht.“

Inakzeptabel sei das, darin sind sich Schulleitung, Lehrer und Elternbeirat an diesem Abend im Saal der Heilig-Geist-Kirche einig. Zumal im denkmalgeschützten Gebäude nicht nur die Grundschule, sondern auch ein Hort und zwei Kitas sind, erklärt Schulleiterin Miriam Boiar. „Im zweiten und dritten Stock sind auf der Südseite gut genutzte Klassenräume. Dort müssen wir viel lüften.“ Schallschutzfenster nützten wenig. Wenig Verständnis hat auch Rainer Frey, Sprecher der Bürgerinitiative Riederwald, dass man beim Lärmschutz für die Schule nicht weiter ist. „Das muss bald geklärt werden. Sollte die Schule ausgelagert werden, muss man ja rechtzeitig Container bestellen.“

Mit der Stadt sprechen

Zumindest erläuterte Jürgen Semmler, Leiter des Dezernats Riederwaldtunnel bei Hessen Mobil, dass das Lärmschutzkonzept für die Tunnelbauzeit seit einigen Tagen vorliege. Und dass man nun natürlich das Problem angehen werde – etwa indem Hessen Mobil mit der Stadtverwaltung spreche, ob man nicht an anderer Stelle eine Ausfahrt aus der Siedlung anlegen könne, um die Schule besser zu schützen. Oder das Moderator Professor Ulrich Hösch erklärte, die Planänderung für die Bauabwicklung werde nur genehmigt, wenn das Lärmschutzproblem an der Schule gelöst sei.

Ein Folie hilft nicht

Vorschläge der Zuhörer, etwa eine Schallschutzfolie direkt vor die Schule zu spannen, Schallschutzwände vor der Schule im Zickzack aufzustellen oder die leisere Maschinen einzusetzen, bezeichnet Schweiger als unbrauchbar: Die beste Lösung sei, eine Schallschutzwand „direkt an die Quelle“ zu stellen – also an den Rand der Baugrube. Doch das gehe nicht, solange die Haenischstraße befahrbar sein muss.

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