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Rockerkrieg in Frankfurt?: Schießerei im Herzen von Frankfurt

Von In der Frankfurter Innenstadt ist gestern am helllichten Tag mehrfach geschossen worden. Mindestens zwei Menschen wurden schwer verletzt. Hintergrund ist offenbar eine Auseinandersetzung im Rockermilieu.
Zwei Polizisten mit Maschinenpistolen sichern nach den Schüssen die Absperrung am Friedrich-Stoltze-Platz. Foto: Bernd Kammerer Zwei Polizisten mit Maschinenpistolen sichern nach den Schüssen die Absperrung am Friedrich-Stoltze-Platz.
Frankfurt.  Die Cafés und Restaurants rings um den Friedrich-Stoltze-Platz (Innenstadt) sind wegen ihrer Außenplätze sehr beliebt an sonnigen Tagen. Gestern Nachmittag fielen dort mehrere Schüsse. Zwei Männer, vermutlich mit Hells-Angels-Bezug, wurden schwer verletzt. Und wie nach den Schüssen vor dem Katana-Club im Bankenviertel vor knapp zwei Jahren steht wieder die Frage im Raum, ob Frankfurt ein Rockerkrieg droht – oder ob dieser vielleicht schon tobt.
Bilderstrecke Schüsse in der Frankfurter Innenstadt: Zwei Schwerverletzte
Nachdem in der Frankfurter Innenstadt Schüsse am hellichten Tag aus einem fahrenden Auto gefeuert worden sind, hat die Polizei den Tatort um den Stoltze-Platz weiträumig abgesperrt. Sie fahndet intensiv nach den bislang unbekannten und flüchtigen Tätern. Hintergrund der Tat, bei der zwei Personen schwerverletzt wurden, ist offenbar eine Auseinandersetzung in der Rockerszene.Die Cafés und Restaurants rings um den Friedrich-Stoltze-Platz sind wegen ihrer Außenplätze sehr beliebt an sonnigen Tagen. Gestern Nachmittag (05.05.) fielen dort mehrere Schüsse.Ein weißer Mercedes-Geländewagen (im Bild) war an der Restaurant-Bar "Helium" in der Bleidenstraße vorgefahren. Mindestens zwei Männer seien aus dem Fahrzeug gestiegen – und aus einer Gruppe von "Helium"-Gästen heraus sofort unter Beschuss genommen worden.

Zu den Szenen, die einige zartbesaitete Lokalbesucher noch einige Zeit beschäftigen dürften, kam es gestern gegen 16.50 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt fuhr nach Polizeiangaben ein weißer Mercedes-Geländewagen am Restaurant „Helium“ vor. Mindestens zwei Männer seien aus dem Fahrzeug gestiegen – und aus einer Gruppe von „Helium“-Gästen heraus sofort unter Beschuss genommen worden. Zwei Männer aus dem Mercedes seien getroffen und schwer verletzt worden, sagte ein Behördensprecher.

Die Schüsse sollen ringsum panische Reaktionen ausgelöst haben: Menschen sprangen von ihren Stühlen auf und rannten weg, Gläser gingen zu Bruch. „Es wurde mindestens zehn Mal geschossen“, schätzte ein Zeuge, als Polizisten den Stoltze-Platz längst weitläufig abgesperrt hatten und mit Maschinenpistolen patrouillierten. Der Schütze und seine Begleiter – die genaue Personenzahl stand gestern noch nicht fest – waren zu diesem Zeitpunkt längst fort. Sie waren schnell geflüchtet – möglicherweise mit dem schwarzen Kombi und dem Honda-Motorrad, die die Polizei nach dem Vorfall landesweit suchte.

Auto-Kennzeichen weist auf Hells Angels hin

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen den Tatort am weißen Mercedes-Geländewagen. Bild-Zoom Foto: Andreas Arnold (dpa)
Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen den Tatort am weißen Mercedes-Geländewagen.
Zurück blieb eine Pistole auf dem Asphalt und der weiße Mercedes. Allein dessen Windschutzscheibe wurde dem Anschein nach von sechs Projektilen getroffen. Die Polizei hält es für möglich, dass in dem Geländewagen außer den beiden Verletzten noch weitere, ebenfalls flüchtige Personen saßen. Die Vermutung, dass die Insassen des Wagens einen Hells-Angels-Bezug haben, liegt nahe, weil das Kennzeichen die Ziffern 1881 aufweist. In Buchstaben umgewandelt (A = 1 etc.), stehen sie für die Kombination AHHA , die von den Höllenengeln gerne verwendet wird. Außer dem Mercedes sprechen auch fünf schwere Motorräder, die am Tatort zurückblieben, für einen Rockerbezug.

Die Polizei hielt die Absperrung am Tatort bis in die späten Abendstunden hinein aufrecht. Spuren wurden gesichert, Zeugen befragt. Der Rettungsdienst transportierte auch eine unbeteiligte Frau ab, die bei dem Vorfall offenbar leicht verletzt wurde.

. . . die von den Höllenengeln (etwa Angel, Hell) gerne verwendet wird.
Durchsuchungen nach Schießerei in Frankfurt Fahndung nach Innenstadt-Schützen

Nach der Schießerei in der Frankfurter Innenstadt mit zwei Verletzten fahndet die Polizei weiter mit Hochdruck nach den Tätern. Wie ein Sprecher am Morgen mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um einen 20- und einen 41-jährigen Mann.

clearing

Vor dem Katana-Club waren im Juli 2014 zwei rivalisierende Hells-Angels-Gruppen aneinandergeraten. Ein Rocker aus dem Lager der Traditionalisten schoss und verletzte vier Kontrahenten einer türkischen Gruppierung.Ob die Konfliktlinie im jüngsten Fall ähnlich verläuft, wird nun die Kriminalpolizei klären müssen.

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