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Lebensmittelkontrollen: Schimmel, Ratten, Maden: Die fiesesten Frankfurter Ekel-Fälle

Von Keine Verschnaufpause für Frankfurts Lebensmittelkontrolleure: Gerade wieder haben die Prüfer des Ordnungsamts in Frankfurt neue Ekel-Funde gemacht. Die reihen sich ein in zahlreiche andere Fälle der vergangenen Jahre. Eine Übersicht.
September 2006: In einem Frankfurter Kühlhaus werden 35 Tonnen Gammelfleisch sichergestellt. Die Funde bestanden vor allem aus Rind- und Schweinefleisch. September 2006: In einem Frankfurter Kühlhaus werden 35 Tonnen Gammelfleisch sichergestellt. Die Funde bestanden vor allem aus Rind- und Schweinefleisch.
Frankfurt. 

Gravierende Hygienemängel, Schlagstöcke, unverzollte Zigaretten: Auf allerlei Unappetitliches und Illegales sind Lebensmittelkontrolleure vor wenigen Tagen in Frankfurt gestoßen. Den Tiefpunkt aber erlebten in der Küche eines Bistros im Bahnhofsviertel. Dort waren Boden und Decke mit Schwarzschimmel bedeckt. Es roch nach Mäuse-Urin, Nagetiere liefen umher.

So schockierend es klingt: Die Ekel-Funde sind beileibe kein Einzelfall. Denn Skandale um Lebensmittel und Hygiene in der Frankfurter Gastronomie gibt es reichlich; wir haben Beispiele der jüngeren Geschichte zusammengetragen.

Juli 2015: Schaben im Glück

In einer Frankfurter Spielothek mit Dönerverkauf und einem Tele-Shop-Kiosk fanden die Beamten des Frankfurter Ordnungsamtes so viele Mängel, dass die Betreiber gleich selbst ihre Läden dicht machten. Die Spielhalle wurde ohne Erlaubnis geführt und firmierte dreist als Sportsbar, das Jugendschutzgesetz fehlte, dafür gab’s viel Dreck. Und in einem Restaurant im Hauptbahnhof fühlten sich zu viele Schaben zu wohl, weswegen Menschen da jetzt nicht mehr reinkommen.

Juni 2015: Illegale Ekel-Wurst in Offenbach aufgeflogen

Eine illegale Wurstküche hoben die Behörden im Juni 2015 in einer Offenbacher Wohnung aus. Sie beschlagnahmten rund 500 Kilogramm rohes Hackfleisch, das zu Grillwürstchen für ein Fest in Frankfurt verarbeitet werden sollte. Das Fleisch war nach Angaben der Stadt von Montag ungekühlt. Im Wohnzimmer hatte der Täter die Wurstfüllmaschine aufgebaut, in der Küche stand ein Bottich mit Schweinedärmen, im Flur 22 mit Hackfleisch gefüllte Wannen.

April 2015: Skandal um Bäckerei Mayer

Das Frankfurter Ordnungsamt schloss am Montag, 27. April, die Produktionsstätte und 15 Filialen der Bäckerei Mayer. Hygienekontrolleure waren bei Überprüfungen auf erheblichen Schimmel- und Schädlingsbefall gestoßen. Bis Mitte Mai verkauften wieder alle Filialen – zunächst Brot von anderen Bäckern. Denn Mayers Öfen blieben nach dem Hygieneskandal vorerst weiter kalt.

März 2015: Vier Betriebe geschlossen

Anfang März 2015 hatte das Ordnungsamt bei Kontrollen in Frankfurter Bars, Restaurants und Supermärkten teils erschreckende Erkenntnisse gesammelt. Es gab keine Lokalität, in der nichts zu beanstanden war und bei vier Betrieben war die Lage sogar derart übel, dass sie geschlossen wurden. Zwei Restaurants, eine Bar und eine Shisha-Bar mussten wegen eklatanter hygienischer Mängel sofort geschlossen und in einem Supermarkt die Vernichtung von Lebensmitteln angeordnet werden.

Insgesamt 16 Bars, Restaurants und Supermärkte durchkämmten die Lebensmittelkontrolleure und Stadtpolizisten des Ordnungsamtes. Keiner der Betriebe im Innenstadtbereich, im Bahnhofsgebiet und in Fechenheim blieb ohne Beanstandung.

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