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Schlüssel, iPads & Gebisse

Haben Sie auf dem Flughafen ihr Gebiss verloren? Vermissen Sie einen Koffer voller Äpfel? Haben Sie auf der Toilette Ihre Gehhilfe vergessen? Wollten Sie eine Kettensäge mit in den Urlaub nehmen? Das und noch vieles mehr findet man im Fundbüro am Frankfurter Flughafen im Terminal 1A.
So viele Schlüssel! Die Drittklässler aus der Berkersheimer Grundschule staunten, was das Fundbüro am Flughafen auf Lager hat. Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de) So viele Schlüssel! Die Drittklässler aus der Berkersheimer Grundschule staunten, was das Fundbüro am Flughafen auf Lager hat.
Frankfurt. 

Hefte, Rollstühle, Make-up, Schlüssel, Pokale, Gebisse, Gehhilfen, Kettensägen und ganz viele Laptops liegen dort in Regalen. Meist wird es an den Sicherheitskontrollen und auf den Toiletten vergessen. Durchschnittlich werden an einem Tag 55 Gegenstände gefunden und im Fundbüro abgegeben. Insgesamt sind es etwa 20 500 jährlich.

Verlorenes wird von Leuten, die in den Geschäften arbeiten, von Fraport-Mitarbeitern oder von Passagieren ins Fundbüro gebracht. Die Fundsachen werden in beschrifteten Regalen und Schränken gelagert. Das kostet natürlich Geld – je wertvoller ein Gegenstand ist und je länger er hier liegt, desto mehr.

Für die wertvollen Sachen, wie zum Beispiel Reisedokumente, Uhren, Ringe und Portemonnaies gibt es einen extra abgeschlossenen Raum. Das Fundbüro hat auch einen speziellen Gefahrenraum, in dem Feuerzeuge und andere schnell brennende Dinge gelagert werden.

Rike Krüger ist 27 Jahre alt und stellvertretende Leiterin des Fundbüros. Sie ist hier schon vier Jahre tätig und arbeitet mit sieben Mitarbeitern zusammen. Alle müssen gut Englisch können. Einige sprechen auch Französisch und Spanisch. Sie tragen die Fraport-Dienstkleidung. Wenn Sachen, wie zum Beispiel Laptops, Pokale oder Gebisse abgegeben werden, werden sie in ein Computersystem eingetragen und erhalten eine spezielle Nummer damit erkennbar ist wo und wann sie gefunden wurden. „Wir müssen oft Detektiv spielen und das wird nie langweilig“, sagt Rike Krüger.

Manche Fundsachen wie Koffer, Hüte und Spielsachen werden nach drei Monaten versteigert, wenn sie nicht abgeholt wurden. Die nächste Versteigerung findet am 27. Juni in der Halle der SG-Eiche in Darmstadt statt. Auf Tablets oder Laptops werden zuerst die Daten gelöscht bevor sie versteigert werden. Schlüssel oder Feuerzeuge werden nach drei Monaten vernichtet, wenn sie nicht abgeholt wurden. Wenn der Besitzer sich rechtzeitig meldet, werden die Gegenstände auch länger im Fundbüro aufgehoben. Können Sachen nicht abgeholt werden, werden sie auch zugeschickt. Das kostet dann natürlich extra Geld.

Berkersheimer Grundschule,

Klasse3b

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