Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Schöne Tuschezeichen aus Nippon

Von Die Deutsch-Japanische-Gesellschaft Frankfurt lud zum Japantag ins Bürgerhaus Bornheim ein. Besucher konnten sich in japanischer Kalligraphie versuchen, traditionelle Spiele wie Go oder Shogi ausprobieren oder sich mit Ikebana, der Kunst des Blumenarrangierens, beschäftigen.
Kentaro (8), Hiyori (10) und Masumi Knoblauch Hata vom Japanischen Kulturzentrum sowie Nanako (10, v. li.) zeichnen  Kalligrafien. Foto: Holger Menzel Kentaro (8), Hiyori (10) und Masumi Knoblauch Hata vom Japanischen Kulturzentrum sowie Nanako (10, v. li.) zeichnen Kalligrafien.
Bornheim. 

Die Kalligrafie ist die Kunst des Schönschreibens, Masumi Knoblauch beherrscht diese Fähigkeit bestens. Nicht mit Füller, sondern mit Pinsel und schwarzer Tusche bringt sie japanische Schriftzeichen zu Papier. Anlässlich des Japantages im Bürgerhaus Bornheim, zu dem die Deutsch-Japanische-Gesellschaft (DJG) Frankfurt geladen hat, führt sie Besucher in die Grundlagen der Kalligraphie ein.

Gemalte Schönheit

„Wichtig ist, dass der Pinsel durch die Hand geführt, aber das Handgelenk dabei nicht bewegt wird“, erklärt die Japanerin. Sie ist Geschäftsführerin des Japanischen Kulturzentrums und gibt dort unter anderem Unterricht in japanischer Kalligraphie. Viele Besucher möchten es einmal ausprobieren und setzen sich an den Tisch. Masumi Knoblauch fragt jeden zuerst, welches Wort er schreiben möchte. Damit es einfacher geht, schreibt sie jedem eine Vorlage vor. Fast wie gemalte Bilder sehen ihre Schriftzeichen aus.

Brettspiel heißt Go

Die Technik der Kalligraphie setzt viel Übung voraus. Nicht nur für Europäer ist es ungewohnt. Auch Japaner müssen üben. Zudem wird jeder Strich eines japanischen Schriftzeichens normalerweise nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge gesetzt. „Das müssen auch die japanischen Kinder erst einmal in der Schule lernen“, weiß Knoblauch. Die Kinder Hiyori, Nanako (10 Jahre) und Kentaro (8) schauen daher ganz genau zu, bevor sie dann selbst sorgfältig mit Pinsel und Tusche die Schriftzeichen nachschreiben.

Konzentriert geht es auch beim Go-Spielen zu. Go ist der Name eines in Japan beliebten, traditionellen Brettspiels für zwei Spieler, bei dem linsenförmige Steine in Schwarz und Weiß strategisch auf die Verbindungspunkte der Felder platziert werden müssen. Ziel jedes Spielers ist es, mit seinen Steinen eine möglichst große Anzahl an sogenannten Gebieten zu erobern.

„Ich spiele Go bereits seit 40 Jahren und es macht mir noch genauso viel Spaß wie am Anfang“, sagt Martin Dieterich. An diesem Nachmittag heißt seine Spiel-Gegnerin Marlit Apel. „Ich spiele erst seit zwei Monaten, habe Go auf einer Messe in Kassel kennengelernt“, erzählt sie. „Dass Spieler mit Erfahrungen und Anfänger miteinander Go spielen können, ist etwas Besonderes bei dem Spiel“, erklärt Dieterich, der sogar in der zweiten Go-Bundesliga aktiv ist. Man gebe dem schwächeren Gegner einen Vorsprung, wodurch sich der Vorteil der langjährigen Erfahrung ausgleiche.

„Mit der Veranstaltung möchten wir an Japan Interessierten die Möglichkeit bieten, mehr über Land, Kultur und Menschen zu erfahren“, sagt Gero Jentzsch, Mitglied des Vorstands der DJG. Der Japantag soll dazu beitragen, den Austausch zwischen Deutschen und Japanern zu fördern.

Karate oder Aikido

Und so können die Besucher daher nicht nur in Workshops praktisch üben, was in Japan eine lange Tradition hat – wie etwa auch die Kunst des Blumenarrangierens Ikebana oder die Tuschemalerei. Auf einer Bühne werden zudem Sportvorführungen etwa in Aikido oder Karate sowie Trommelmusik und Tänze wie der Bon-Odori präsentiert. Das ist ein Tanz, der in Japan zum Feiertag Obon dargeboten wird. Wie das Zusammenspiel aus Bewegung und traditionellen japanischen Liedern aussieht, zeigt schließlich der Japanisch-Deutsche Bon-Odori Tanzkreis aus Frankfurt.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse