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Trotz Teilsanierung macht die Heizung immer wieder Probleme: Schüler an der Heinrich-Kromer-Schule müssen frieren

Von Die Heizung an der Heinrich-Kromer-Grundschule in Niederursel ist ein Sorgenkind. Mal läuft sie, mal läuft sie nicht. Seit acht Jahren besteht dieses Problem. Zwar hat die Stadt die Heizung repariert – allerdings nur teilweise.
Das idyllische Bild trügt, denn die kaputte Heizung an der Heinrich-Kromer-Schule macht aus dem Gebäude keinen schönen Lernort. Foto: Heike Lyding Das idyllische Bild trügt, denn die kaputte Heizung an der Heinrich-Kromer-Schule macht aus dem Gebäude keinen schönen Lernort.
Niederursel. 

Wer friert, der lernt nicht gut. Das erfahren die rund 320 Erst- bis Viertklässler der Heinrich-Kromer-Schule immer wieder am eigenen Leib. Seit 2009 macht die Heizung in der vierzügigen Grundschule, was sie will. Mal geht sie gar nicht, dann läuft sie wieder auf Hochtouren – am Tag und in der Nacht. Dieser Dauerbetrieb führt dazu, dass sie wieder ausfällt und immer mehr Teile kaputt gehen, weil sie dieser Belastung nicht standhalten können.

„Seit Sommer 2015 bin ich jetzt an dieser Schule tätig. Den ersten Winter habe ich nur gefroren. Das wollte ich nicht noch einmal erleben“, schimpft Schulleiterin Christiane Sturm-Kleiner. Deswegen hat sie sich jetzt an den Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) gewandt, mit der Hoffnung, dort Unterstützung zu finden. Ihr Hilferuf wurde prompt erhört. Die SPD-Fraktion hat für die kommende Sitzung des Stadtteilparlaments einen entsprechenden Antrag formuliert, der auf die Dringlichkeit einer funktionierenden Heizung hinweist und die Stadt auffordert, schnellstmöglich zu handeln. „Wir können die Schüler nicht im Kalten sitzen lassen. Solche Probleme müssen so schnell wie möglich behoben werden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Schmidt.

Kalte Flure

Christiane Sturm-Kleiner freut sich über diese schnelle Unterstützung, weil die Geduld der Schulleiterin am Ende ist. „Das ist doch kein Zustand, bei dem man arbeiten und lernen kann. Manchmal ist es in einem Flur warm, der Nachbargang ist aber kalt“, beschreibt sie die aktuelle Situation während das Thermometer wieder einstellige Werte anzeigt.

2009 sei zwar bereits mit der Sanierung der Heizung begonnen worden, berichtet Sturm-Kleiner. Wirklich abgeschlossen worden seien die Arbeiten jedoch bis heute nicht. Das klingt bei der Stadt ein wenig anders. Dort spricht man von einer Teilsanierung von 2009 bis 2010. 641 000 Euro seien damals investiert worden, um die Funktionstüchtigkeit der Wärmeversorgung in der Grundschule zu gewährleisten.

„Im Zuge der Teilsanierung wurde deutlich, dass die Heizkörper und die gesamte Elektroanlage grundlegend saniert oder erneuert werden müssen“, erklärt Rüdiger Niemann, Sprecher von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Weil die Heizung aber nicht das einzige Problem an der Heinrich-Kromer-Schule ist, wurden die Arbeiten auf Eis gelegt. Denn irgendwann soll sie eine Ganztagsschule werden – Platz für die Essenversorgung gibt es allerdings nicht.

Machbarkeitstudie

2016, sechs Jahre nachdem die ersten Probleme mit der Heizung auftraten, hat die Stadt schließlich beide Posten zusammengefasst und eine Machbarkeitsstudie angefordert sowie einen Bauantrag für die Grundlagenermittlung, Entwurfsplanung zur Bau- und Finanzierungsvorlage und Umsetzung der Maßnahme erteilt. Ob und wann die neue Heizung kommt, steht allerdings noch in den Sternen. „Der planerische Vorgang ist noch nicht abgeschlossen“, kann Rüdiger Niemann deswegen noch keinen Termin nennen.

 

Der Ortsbeirat 8 tagt am heutigen Donnerstag, 20. April, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt, Walter-Möller-Platz/ Nidaforum 2.

 

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