Schwerverbrecher sitzt in Frankfurt ein

Der Schwerverbrecher Thomas Feldhofer sitzt seit gestern in der JVA Preungesheim. Wahrscheinlich wird dem Busentführer von Kronberg vor dem Frankfurter Landgericht der Prozess gemacht.
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Frankfurt. 

Der am Sonntag verhaftete Schwerverbrecher Thomas Feldhofer ist gestern mit dem Hubschrauber von Lübeck nach Frankfurt geflogen worden. Nachmittags wurde er im Amtsgericht dem Haftrichter vorgeführt, im Anschluss zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Preungesheim gebracht. Mehrere gegen ihn bestehende Haftbefehle seien in Frankfurt verkündet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Abend mit. Dem 46-Jährigen wird eine Vielzahl von Straftaten vorgeworfen, unter anderem erpresserischer Menschenraub, schwerer Raub und schwere räuberische Erpressung.

Feldhofer galt bis zu seiner Verhaftung in der Nähe von Ratzeburg (Schleswig-Holstein) als meistgesuchter Gewaltverbrecher Deutschlands. Im Rhein-Main-Gebiet hatte er durch den Überfall auf ein Elektrofachgeschäft in Kronberg und die Entführung eines mit acht Personen besetzten Linienbusses Aufsehen erregt. Auf sein Konto sollen mehrere bewaffnete Raubüberfälle und Betrügereien gehen.

Die Düsseldorfer Polizei hatte die deutschlandweite Fahndung nach Feldhofer geleitet. Der leistete sich seit einem Sparkassen-Überfall im August ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Strafverfolgern und übernachtete auf seiner Flucht durch mehrere Bundesländer auch im "Senator Hotel" in Sachsenhausen. Weil die Frankfurter Staatsanwaltschaft für Kronberg zuständig ist, hatte sie sich an der Aussetzung einer Belohnung von 5000 Euro für Hinweise beteiligt. Inzwischen hat die Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen in sämtlichen Fällen übernommen, die sich bundesweit angesammelt haben.

Ein Sprecher erläuterte, dass die Generalstaatsanwaltschaft über eine aus zehn Anwälten bestehende, deutschlandweit einzigartige "Eingreifreserve" verfüge. Diese nehme sich besonders komplexen Verfahren an. Sollte Anklage gegen Feldhofer erhoben werden – wovon auszugehen ist – würde sein Prozess wahrscheinlich vor dem Frankfurter Landgericht geführt. Dass Feldhofer ein halbes Jahr lang untertauchen konnte, führen die Ermittler auch darauf zurück, dass er als Einzelgänger keine sozialen Kontakte hatte.chc

(Christian Scheh)
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