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Obdachlosenprojekt: Schwester Sigrid wirbt am Ehrentag für Haus Lichtblick

Sie wird schon mal als Mutter Teresa von Frankfurt bezeichnet: Schwester Sigrid. Die selbstlose Frau feierte am Samstag ihren 80. Geburtstag. Natürlich hatte sie auch bei einer extra organisierten Geburtstags-Spendengala nur an ihr Hilfsprojekt gedacht.
Schwester Sigrid begrüßte alle Gratulanten. Schwester Sigrid begrüßte alle Gratulanten.
Frankfurt. 

Es ist einer der bewegendsten Momente dieses Abends, als Karl-Heinz Schubert eine kleine Rede hält. „Schwester Sigrid habe ich mein Leben zu verdanken“, sagt er. Dass das nicht übertrieben ist, ahnen die rund 140 Besucher der Spendengala im Sheraton Hotel in Niederrad, als der hagere 55-Jährige von sich erzählt. Jahrelang habe er auf der Straße gelebt, schwer drogenabhängig, abgemagert auf knapp 45 Kilogramm. Bis er sich vor zehn Jahren zu Schwester Sigrid wagt, ins Haus Lichtblick an der Eschersheimer Landstraße, wo Obdachlose ein Zuhause finden. Mit ihrer Hilfe schafft er es, von den Drogen loszukommen.

Menschen wie Karl-Heinz Schubert hat Schwester Sigrid im Sinn, wenn sie von ihrem Herzenswunsch erzählt: Das Haus Lichtblick durch die Aufstockung von zwei Etagen zu erweitern, damit sie noch mehr Obdachlose aufnehmen kann. Zwei Millionen Euro kostet das Vorhaben. Um Spenden dafür zu sammeln, haben Ehrenamtliche um Rita Langel am Samstag zum 80. Geburtstag von Schwester Sigrid die Spendengala im Sheraton Hotel organisiert.

140 Gäste

Wie es sich für ein Geburtstagsfest gehört, wird dabei auch ein Ständchen gesungen. Dirigiert von der Moderatorin des Abends, Constanze Angermann, stimmen die Besucher „Viel Glück und viel Segen“ an. Später erklingt aus den 140 Kehlen noch ein herzliches „Happy Birthday“, begleitet vom Pianisten Shinnosuke Inugai, der die Melodie zuvor mit impressionistisch angehauchten Variationen umspielt hat. Sehr zur Freude der Jubilarin, die von dem Gesang sichtlich gerührt ist: „Das ist schön.“

Schwester Teresa

Überhaupt spielt Musik an diesem Abend eine große Rolle: Mezzosopranistin Elena Mohrs trägt Lieder von Schubert und Schumann vor, und das Duo Domra Piano – Natalia Anchutina und Lothar Freund – beeindruckt mit einem virtuosen Auftritt. Auch die Gaumen werden an diesem Abend verwöhnt: unter anderem mit Lachstatar und Kalbstafelspitz.

Zwischendurch zollen Redner wie der 2. Vorsitzende des Vereins „Lichtblick aktiv Schwester Sigrid“, Edwin Becker, und der General Manager des Sheraton Hotels, Roland Ohlberger, der Jubilarin ihre Anerkennung. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld würdigt sie als „Frankfurter Schwester Teresa“. Schließlich tritt auch Schwester Sigrid selbst ans Mikrofon und wirbt nochmals eindringlich um Spenden für das Bauprojekt. „Seien wir Möglichkeitsdenker“, ruft sie ihren Zuhörern zu. Denn, sagt sie mit Blick auf Karl-Heinz Schubert, „es gibt auch heute noch Wunder“.

Am Ende sind es knapp 5000 Euro, die bei der Gala zusammenkommen, sowie etliche Zusagen auf weitere Zuwendungen.

Weitere Spenden

sind möglich unter der Kontonummer DE74 5005 0201 0000 0029 80 (Verein „Lichtblick aktiv Schwester Sigrid“).

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