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Bundestagswahl: Sechs Frankfurter für Berlin

Sechs Abgeordnete werden die Stadt in der Legislaturperiode bis 2021 im Deutschen Bundestag vertreten. Drei gehörten bereits dem vorherigen Parlament an, die drei übrigen sind zum ersten Mal in Berlin dabei.
Der Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Der Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages.
Frankfurt. 

Es war bereits am Sonntagabend so gut wie gewiss, nun ist es amtlich: Sechs Frankfurter ziehen in den Bundestag ein. Die eine Hälfte kennt das politische Geschäft in der Hauptstadt bereits, für die andere ist es mehr oder weniger Neuland.

Musste um seinen Platz im Bundestag bangen: Matthias Zimmer (CDU). Bild-Zoom Foto: Heike Lyding
Musste um seinen Platz im Bundestag bangen: Matthias Zimmer (CDU).

Die Erfahrenen: Matthias Zimmer (CDU) geht in seine dritte Amtszeit im Reichstag. Der 57 Jahre alte Politikwissenschaftler hat sich nach einer kurzen Zitterpartie mit 30,6 Prozent der Stimmen gegen den SPD-Herausforderer Oliver Strank durchgesetzt. Der Sieger erhielt 9,6 Prozentpunkte weniger als noch vor vier Jahren.

Enttäuschte Hoffnungen

Zieht über die Landesliste wieder in den Bundestag ein: Ulli Nissen (SPD). Bild-Zoom Foto: Heike Lyding
Zieht über die Landesliste wieder in den Bundestag ein: Ulli Nissen (SPD).

Ulli Nissen (SPD) verdankt den Wiedereinzug in den Bundestag ihrem guten Listenplatz. Schon bei ihren ersten beiden Anläufen 2009 und 2013 war sie der etablierten Erika Steinbach (damals noch CDU) unterlegen. Gegen Bettina Wiesmann (CDU) hatte sich Nissen nun mehr erhofft. Mit nur 25,9 Prozent blieb sie aber noch hinter ihrem 2013er-Ergebnis zurück (31,5).

Für seine Partei im Parlament gesetzt: Omid Nouripour (Grüne). Bild-Zoom Foto: Heike Lyding
Für seine Partei im Parlament gesetzt: Omid Nouripour (Grüne).

Omid Nouripour (Grüne) war 2006 für Joschka Fischer in den Bundestag nachgerückt, von 2009 bis 2013 war er sicherheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Mit 13,5 Prozent bestätigte er nun sein Ergebnis von vor vier Jahren.

Einst Kultusministerin, jetzt Bundestagsabgeordnete: Nicola Beer (FDP). Bild-Zoom Foto: Andreas Schlote
Einst Kultusministerin, jetzt Bundestagsabgeordnete: Nicola Beer (FDP).

Die Neulinge: Nicola Beer (47) war von 2012 bis 2014 hessische Kultusministerin. Die FDP-Politikerin war die Spitzenkandidatin auf der hessischen Landesliste und kam mit 9,2 Prozent bei den Erststimmen auf ein durchaus respektables Ergebnis. Die CDU-Frau Bettina Wiesmann (50) ist direkt gewählte Landtagsabgeordnete. Nun hat sie aus dem Stand 32,4 Prozent im Wahlkreis 183 geholt und darf direkt in den Berliner Reichstag einziehen.

War schon mal Mitarbeiter eines Abgeordneten: Achim Kessler (Linke). Bild-Zoom
War schon mal Mitarbeiter eines Abgeordneten: Achim Kessler (Linke).

Achim Kessler (53) hat als Mitarbeiter des linken Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrcke schon einmal Hauptstadtluft geschnuppert. Jetzt zieht der promovierte Literaturwissenschaftler (9,7 Prozent Erststimmen) über die Landesliste selbst in den Reichstag ein.

Von der Landes- in die Bundeshauptstadt: Bettina Wiesmann (CDU). Bild-Zoom Foto: Heike Lyding
Von der Landes- in die Bundeshauptstadt: Bettina Wiesmann (CDU).

Hinzu kommt noch der Frankfurter Wolfgang Strengmann-Kuhn (Grüne), der im Wahlkreis Offenbach antrat und über die Landesliste der Grünen wieder ins Parlament einzieht. Zudem werden zwei ehemals in Frankfurt aktive Politiker künftig in Berlin arbeiten: Der frühere Stadtkämmerer Albrecht Glaser wurde über die hessische Landesliste der AfD gewählt, die ehemalige Umweltdezernentin Manuela Rottmann zieht für die bayerischen Grünen ins Parlament ein.

(mu,jtü,stef )
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