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Prozess: Serientäter räumten Wohnungen leer

Auf Schmuck, Bargeld und Computerelektronik hatten es drei Einbrecher abgesehen, ehe sie erwischt wurden. Jetzt stehen sie vor Gericht.
Foto: sdecoret; Fotolia

Ausgerechnet bei der letzten Tat kurz vor ihrer Festnahme machten die 34, 29 und 28 Jahre alten Männer im Oktober in Bad Vilbel die dickste Beute. Die Bewohner des für die Straftat auserkorenen Anwesens hatten offenbar ein Faible für ausgefallenen Schmuck und Uhren diverser Luxuslabels.

Beute für 100 000 Euro

22 Ringe, acht Halsketten, vier Armbänder, drei Taschenuhren, elf Kettenanhänger und neun Broschen, mehrere Armbanduhren nobler Hersteller hatten sie im Haus. Allein bei dieser Tat summierte sich schließlich die Beute auf einen Wert von mehr als 100 000 Euro.

Dumm nur, dass die Polizei zu diesem Zeitpunkt bereits Wind von der Bande bekommen hatte und deren zahlreiche Telefonate überwachte. Als die Ganoven ihren nächsten Raubzug planten, hörten die Beamten mit.

So konnte sie die Männer nach dem letzten Riesencoup direkt in Empfang nehmen. Entsprechend überrascht waren die Herren.

Seit gestern müssen sich die drei mutmaßlichen Serieneinbrecher vor einer großen Strafkammer des Landgerichts Frankfurt verantworten. Sie sollen im Zeitraum von mehreren Monaten bis Oktober vergangenen Jahres vor allem Wohnungen und Eigenheime im Rhein-Main-Gebiet, aber auch im Lahn-Dill-Kreis (Haiger und Breitscheid) unsicher gemacht haben.

Überall unterwegs

Neu-Isenburg, Frankfurt, Friedrichsdorf waren weitere Tatorte, bei denen die Wohnungsinhaber jeweils Computerelektronik, Schmuck und Bargeld in unterschiedlicher Höhe einbüßten.

Gestern wurden die Angeklagten einer nach dem anderen in Handschellen in den Gerichtssaal geführt. Zur Sache und zur Person äußerten sie sich vorerst nicht, so dass die Richter direkt in die Beweisaufnahme einsteigen mussten. An der Art der Befragung der Zeugen durch die Verteidiger war zu erkennen, dass in dem Prozess möglicherweise „mit Haken und Ösen“ gekämpft werden wird. Auch brachte das bloße Überreichen von sieben Überwachungsprotokollen durch eine Polizeibeamtin den Zeitplan durcheinander. Einer der Verteidiger sah sich durch die zusätzlichen Dokumente nicht imstande, eine Zeugenvernehmung fortzusetzen.

Vier Verhandlungstage hat das Gericht noch terminiert. Ende Juni soll bereits ein Urteil verkündet werden.

(ge)

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