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Nachhaltigkeitsverein aus Sachsenhausen: "Shout Out Loud" gewinnt Frankfurter Umweltpreis

Der Nachhaltigkeitsverein „Shout Out Loud“ aus Sachsenhausen hat den Umweltpreis der Scherrer-Stiftung gewonnen. Die 2000 Euro können Anna-Mara Schön und ihr Team gut für ihr nächstes Projekt geut gebrauchen. Was soll das werden?
Mit ihrem Verein „Shout Out Loud“ kämpft Anna-Mara Schön gegen Plastikmüll und Lebensmittelverschwendung. Foto: Michael Faust Mit ihrem Verein „Shout Out Loud“ kämpft Anna-Mara Schön gegen Plastikmüll und Lebensmittelverschwendung.
Sachsenhausen. 

Sie retten Lebensmittel vor der Mülltonne, kochen mit Migranten, leben ohne Plastik, stricken für ukrainische Waisenkinder, helfen in einem kroatischen Flüchtlingscamp aus: die Mitglieder des Sachsenhäuser Vereins „Shout Out Loud“, was so viel bedeutet wie: „Schrei es heraus“. Für all dieses Engagement ist der Verein nun mit dem Frankfurter Umweltpreis von der „Carl und Irene Scherrer“-Stiftung ausgezeichnet worden.

„Große Freude“

„Die Freude darüber ist sehr groß“, sagt die Vereinsvorsitzende Anna-Mara Schön. Vor zwei Jahren noch hätte der Verein das Catering für die Preisverleihung gemacht. Darüber hätten sie die Stiftung kennengelernt. „Und nun sind wir selbst geehrt worden. Es ist toll, dass wir die Stiftung mit unserer Arbeit überzeugen konnten.“

Die „Carl und Irene Scherrer“-Stiftung wurde 1996 anlässlich des 75. Geburtstages von Carl Scherrer gegründet, weil er sich seit jeher für den Umweltschutz in Frankfurt stark gemacht hat. Für sein Engagement im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist er 2007 auch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Im vergangenen Jahr ist Scherrer im Alter von 94 Jahren gestorben.

Der Frankfurter Umweltpreis jedoch wird weiterhin an Schülergruppen, an Arbeitskreise von Naturschutzverbänden und an Einzelpersonen vergeben, die im Rhein-Main-Gebiet sozial-ökologisch aktiv sind. Ausgezeichnet wurden etwa schon Dr. Werner Neumann, ehemaliger Leiter des Frankfurter Energiereferats, die Peter-Petersen-Schule (heute: IGS Eschersheim), die Naturschutzgruppe Seckbach sowie das „Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn“ und die BUND-Waldkindergruppe „Die Frischlinge“.

Der Umweltpreis ist mit 2000 Euro dotiert. „Das Geld können wir natürlich gut gebrauchen“, sagt Anna-Mara Schön. Denn der Verein hat immer wieder neue Ideen, um die Welt ein Stück besser zu machen. Zuletzt haben Schön und ihre Mitstreiter für Hunderte im Kunstverein Familie Montez gekocht – aus Zutaten, die anderswo als Abfall gelten. Das will der Verein nun auch öfter machen – auf Food-Truck-Festivals und Wochenmärkten.

Food-Truck geplant

„313 Kilogramm Lebensmittel werden pro Sekunde in Deutschland weggeworfen, obwohl ein Großteil davon noch genießbar gewesen wäre“, sagt Schön. Gegen diese Lebensmittelverschwendung will der Verein vorgehen und den deutschlandweit ersten Food-Truck auf die Straßen Frankfurts schicken, der in erster Linie mit geretteten Lebensmitteln kocht. Dafür benötigen sie aber noch das passende fahrbare Gefährt. Da kommt das Preisgeld gerade recht. Im November soll zusätzlich eine Crowdfunding-Aktion starten.

 

Weitere Informationen zum geplanten Food-Truck gibt es unter www.bestekueche.de.

 

(jlo)
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