Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 25°C

Wohnen in Fechenheim Fechenheim: Sie managen das Quartier

Von Bereits von 2000 bis 2004 unterhielt die Stadt in Fechenheim ein Quartiersmanagement. Nun kehrt das Programm in den Stadtteil zurück, um das soziale leben und das Miteinander im Stadtteil zu fördern. Neu ist dabei, dass es nun zwei Quartiersmanagerinnen gibt.
Die neuen Quartiersmanagerinnen für Fechenheim, Nora David (36, links) und Leonore Vogt (53), freuen sich auf ihre Aufgabe. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Die neuen Quartiersmanagerinnen für Fechenheim, Nora David (36, links) und Leonore Vogt (53), freuen sich auf ihre Aufgabe.
Fechenheim. 

Völlig unbekanntes Pflaster ist Fechenheim für Nora David (36) und Eleonore Vogt (53) nicht – auch wenn die neuen Quartiersmanagerinnen erst seit zwei Monaten im Stadtteil aktiv sind. Eleonore Vogt, eine diplomierte Architektin und Stadtplanerin, lebt seit 20 Jahren in der Mainmetropole. Und die gebürtige Frankfurterin Nora David arbeitete während ihres Politikstudiums als studentische Hilfskraft im Kinder- und Familienzentrum in der Pfortenstraße. „Natürlich haben wir uns seit Mitte Dezember den Stadtteil bereits bei Rundfahrten und Spaziergängen angeschaut, haben uns in Cafés gesetzt, um zu schauen: Wer lebt denn so in Fechenheim? Und ich habe einen Hund, da kommt man automatisch schnell mit Menschen in Kontakt“, sagt Vogt.

Zwei Jahre in Fechenheim

Nach zwei Monaten ist nun auch ihr Nachbarschaftsbüro, eine frühere Wohnung im Erdgeschoss der Leo-Gans-Straße 48, fertig umgebaut, Telefon und Internet funktionieren. Dort hatte der Verein Kubi im Auftrag der Stadt bislang ein Quartiersbüro für die Leo-Gans-Straße, das im neuen Quartiersmanagement aufgeht. Gestern wurde das Nachbarschaftsbüro in Anwesenheit von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) offiziell eröffnet. Von hier aus sind David und Vogt zunächst zwei Jahre lang in ganz Fechenheim in Einsatz.

Eine „Doppelbesetzung“ für ein Quartiersmanagement, wenn auch mit zwei Dreiviertel-Stellen, ist ungewöhnlich. „Von 2000 bis 2004 hatten wir in Fechenheim schon ein Quartiersmanagement. Damals merkten wir: Für eine Person ist es zu viel Arbeit“, sagt Horst Schulmeyer, Leiter des „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“. Zum einen, weil im Stadtteil die Hanauer Landstraße und das Cassellagelände als Barriere wirken, die den Stadtteil in Nord und Süd teilt. Zum anderen, „weil es viele Akteure gibt. Was positiv ist: So gibt es viele, die sich engagieren wollen“.

Fechenheim sei sehr heterogen, mit vielen verschiedenen Quartieren, sagt Eleonore Vogt. „Es ist auf den ersten Blick abgehängt. Wenn man hierher fährt, hat man nicht das Gefühl, noch in Frankfurt zu sein.“ Auf den zweiten Blick aber, etwa wenn man im achten Stock eines der Hochhäuser die Frankfurter Skyline sehe, merke man: „Ganz so weit ist es gar nicht. Außerdem ist Fechenheim sehr vielfältig. Es gibt nichts, was es nicht gibt.“

Einen ersten Eindruck vom Stadtteil gewannen David und Vogt bereits, haben sich über die zuletzt im Ortsbeirat wichtigen Themen informiert: Heinrich-Kraft-Park, Lärm rund um die Klassikstadt, Cassellabrücke oder S-Bahn-Ausbau. „Nun wollen wir intensiv Kontakt aufnehmen zu allen Aktiven“, sagt David. So stehen ein Treffen mit dem Arbeitskreis Fechenheim-Nord und der Besuch einer Sitzung des Regionalrats an.

Eine gute Ergänzung

Die unterschiedliche berufliche Herkunft sei eine gute Ergänzung, sind David und Vogt überzeugt. Auch für die Einbeziehung bereits existierender Projekte: Um die Aufwertung Fechenheims kümmern sich die beiden städtebaulichen Programme „Förderung der lokalen Ökonomie“ und „Aktive Kernbereiche“, die Aktivitäten zur Förderung von Kindern bis drei beziehungsweise sechs Jahre fördern und vernetzen die Projekte „Frühe Hilfen – Netzwerkkoordination“ und „Gelingender Start ins Leben“, erklärt Sozialdezernentin Birkenfeld.

Der Ortsbeirat fordere bereits seit einigen Jahren eine Fortsetzung des Quartiersmanagements, sagt Birkenfeld. Auch wünschten sich viele Bürger jemanden, der die vielen bestehenden Angebote bündelt. Im Zuge des Frankfurter Programms sei eine Fortsetzung nicht möglich gewesen, doch „zum Glück hat das Land Hessen ein Förderprogramm aufgelegt, das wir nutzen“.

 

In der Leo-Gans-Straße 48 haben Nora David und Eleonore Vogt montags von 16-18 Uhr und donnerstags von 10-12 Uhr Sprechstunden. Für Dienstag und Donnerstag planen sie Sprechzeiten im Büro der „Aktiven Kernbereiche“, Alt-Fechenheim 80, sowie mittwochs in Fechenheim-Nord. Telefonisch sind sie erreichbar unter (0 69) 2 47 51 49 69 11.

 

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse